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2000 Arbeitsstunden sind erst der Anfang: Maintaler DLRG feiert Richtfest für neues Vereinshaus

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Der Neubau des Vereinshauses entsteht auf einer vorherigen Grünfläche auf dem Gelände an der Braubachstraße. Links daneben ist die Fahrzeughalle der DLRG zu sehen.
Der Neubau des Vereinshauses entsteht auf einer vorherigen Grünfläche auf dem Gelände an der Braubachstraße. Links daneben ist die Fahrzeughalle der DLRG zu sehen. © Thomas Seifert

Bereits rund 2000 Arbeitsstunden haben die Mitglieder der DLRG-Ortsgruppe Maintal in ihr neues Vereinshaus gesteckt. Am Freitag konnte endlich Richtfest gefeiert werden. „Da werden noch viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit auf uns zukommen, denn den Innenausbau wollen wir größtenteils in Eigenarbeit schaffen“, stellte Projektleiter Uwe Kausch bei einem Rundgang fest.

Maintal – Der Neubau war notwendig geworden, weil das alte Vereinsheim – eine auf sieben Jahre Lebenszeit angelegte Unterkunft für Asylbewerber – nach beinahe 30 Jahren am Ende war (wir berichteten). „Damals war das eine prima Sache, die DLRG bekam ein zwar einfaches, aber für die Zeit brauchbares Haus und die Stadt kam aus dem Pachtvertrag mit dem externen Dienstleister heraus“, blickte Kausch zurück.

Als absehbar war, dass ein Neubau her musste, begannen die Verantwortlichen im Jahr 2015 mit ersten Überlegungen und der groben Planung, bis dann die Finanzierung stand und am 14. April dieses Jahres der Grundstein gelegt werden konnte.

480 000 Euro darf das fertige DLRG-Heim an der Braubachstraße kosten, 150 000 Euro – plus ein noch nicht abgerufenes zinsloses Darlehen in Höhe von 25 000 Euro – kommen von der Stadt, 80 000 Euro steuert der Main-Kinzig-Kreis bei, 40 000 Euro spendete der DLRG-Bundesverband, 10 000 Euro der Landesverband. Außerdem gab es Spenden und die Ortsgruppe „macht sich finanziell blank“ und wirft ihre Ersparnisse von 100 000 Euro in den Topf, rechnete Kausch vor.

Die Beton- und Maurerarbeiten hatte eine Firma übernommen, auch den Estrich werden Profis übernehmen. Den Rest der vielfältigen Arbeiten wollen die Mitglieder, in deren Reihen einige Fachleute zu finden sind, jedoch selbst stemmen. „Das Ziel ist, das Erdgeschoss noch in diesem Jahr fertigzustellen und das Obergeschoss dann im Frühjahr 2023 in Betrieb zu nehmen“, so Kausch über den ambitionierten Plan der DLRG. Im fertigen Haus wird es dann auf den beiden Geschossen einen großen Schulungsraum mit WC und Behinderten-WC samt Zugangsrampe für Rollstuhlfahrer, eine Teeküche, den Technikraum und ein kleines Lager im Erdgeschoss sowie einen Sitzungsraum, den Jugendraum, ein weiteres Lager, WC und eine Küche im Obergeschoss geben. „Vereine können dann bei Bedarf den großen Schulungsraum für Veranstaltungen anmieten und städtischen Gremien darin tagen“, blickte der Projektleiter bereits einige Monate voraus.

Die DLRG-Chefs Ralf Göbel und Lars Volland trugen den gereimten Richtspruch in luftiger Höhe vor.
Die DLRG-Chefs Ralf Göbel und Lars Volland trugen den gereimten Richtspruch in luftiger Höhe vor. © Thomas Seifert

Den Richtspruch, der in gereimter Form das bisherige Geschehen am Bau widerspiegelte, verlas der 2. Vorsitzende Lars Volland, assistiert vom DLRG-Chef Ralf Göbel in luftiger Höhe und nach einem kräftigen Schluck Schnaps vor einer illustren Schar von Gästen. Sogar aus Remseck bei Stuttgart war ein DLRG-Paar nebst Gastgeschenk angereist, das beste Verbindungen zum Vorstandsbeisitzer Luca Mann hat. Volland rekapitulierte, dass bei jedem Wetter gearbeitet worden ist, mancher auf der Baustelle Fertigkeiten bei sich entdeckt hatte, die bislang verborgen geschlummert hätten und viele Mitglieder bei den Ausbauarbeiten viel gelernt haben und noch lernen werden. „Und morgen wird wieder verputzt“, kündigte der 2. Vorsitzende bereits an.

Glückwünsche vom Kreis überbrachte Landrat Thorsten Stolz, der das „großartige Engagement“ der Mitglieder lobte und feststellte, dass die DLRG in Maintal über eine „gut aufgestellte Gruppe“ verfüge, die trotz Pandemie in den vergangenen Jahren stolz auf einen Zuwachs von nun über 400 Mitglieder blicken könne. „Besonders gut gefällt mir, dass generationenübergreifend an dem neuen Vereinsheim gebaut wird“, betonte der Landrat.

Er erinnerte daran, dass die DLRG nicht nur für die Sicherheit der Menschen im Kreis wichtig und ein Bestandteil des Katastrophenschutzes sei, sondern durch Schwimmkurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene Prävention betreibe, die Leben retten könne. „Deshalb hat der Kreis gerne finanziell dazu beigetragen, dass hier etwas Gutes und Dauerhaftes entsteht“, schloss Thorsten Stolz seine Rede.

Von Thomas Seifert

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