Matthias Zach (hier bei einer Frühstücksaktion an der Kita Pestalozzistraße) würde gerne als Kreisbeigeordneter weiter machen, verrät er im Interview. Archivfoto: PM

Main-Kinzig-Kreis

Zach denkt nicht ans Aufhören: Der Kreisbeigeordnete im Interview

Main-Kinzig-Kreis. Am 31. Oktober 2017 endet die aktuelle Amtszeit von Matthias Zach (Grüne) als Kreisbeigeordneter des Main-Kinzig-Kreises. Doch während die Christdemokraten in der nächsten Kreistagssitzung am 10. Februar bereits seine Nachfolge in die Wege leiten wollen, denkt Zach noch gar nicht ans Aufhören.

Von Andreas Ziegert

Der Politiker, der am 21. Februar seinen 65. Geburtstag feiert, könnte sich durchaus eine Fortsetzung seiner Arbeit in der Kreis‧verwaltung vorstellen, braucht dazu aber eine Koalition im Kreistag unter Beteiligung der Grünen. Allerdings: Das nach der Kommunalwahl gescheiterte Bündnis mit SPD, Freien Wählern und FDP hält er weiterhin für möglich, erklärt er im Gespräch mit unserer Zeitung.

Herr Zach, die CDU will auf der nächsten Kreistagssitzung am 10. Februar bereits Ihre Nachfolge in die Wege leiten. Aber wollen Sie denn Ihren Dienst als Kreisbeigeordneter überhaupt in jedem Fall am 31. Oktober beenden – oder würden Sie gerne weitermachen?

„Ich bin bis zum 31. Oktober 2017 gewählt, ob ich meinen Dienst dann beende, hat mich bislang noch niemand gefragt. Ich würde gerne weiterarbeiten, aber das hängt von den politischen Konstellationen ab.“

Das heißt, wenn die Grünen im Kreistag ein Bündnis mit wem auch immer eingehen würden und der Posten des Kreisbeigeordneten ihrer Fraktion zugesprochen werden würde, stünden Sie weiterhin als Kreisbeigeordneter zur Verfügung?

„Genau so ist es.“

Heißt auch, auf Rosen züchten oder eine Australien-Rundfahrt haben Sie noch gar keine Lust?

(lacht) „Auf Rosen züchten nicht. Australien würde mich schon reizen, weil da war ich schon einmal, aber nur im Osten. Den Westen habe ich noch ausgelassen, da würde ich gerne mal hin. Aber das wäre mir im Jahr 2017 noch ein bisschen zu früh.“

Sehen Sie denn Chancen, dass sich im Kreistag in der nächsten Zeit noch eine Koalition bildet oder muss erst einmal abgewartet werden, wie die Landratswahl am 5. März ausgeht?

„Ich schätze die Chancen einer Vierer-Koalition immer noch als realistisch ein. Aber natürlich kommt es jetzt auf die Kreistagssitzung am 10. Februar an, da ist die Entscheidung über die Kreisumlage 2018 und 2019 sicherlich eine Belastungsprobe. Ich habe ja bereits sehr früh gesagt, dass ich mir das vorstellen kann. Allerdings unter der Voraussetzung, dass die Rahmenbedingungen wie die Einnahmeseite und die Belastungen durch Bund und Land auch entsprechend sind. Eine Bedingung ist aber auch, dass die bisherigen Investitionen für Schulen und Infrastruktur gleich bleiben. Ich kann niemandem erklären, dass wir jetzt notwendige Sanierungs- oder Ausbaumaßnahmen bei den Schulen zurückstellen, insbesondere nicht auf dem Hintergrund, dass manche Kommunen positive Haushalte abschließen. Und natürlich ist auch der 5. März in dieser Hinsicht ein wichtiges Datum.“

Laufen denn da derzeit weiterhin Gespräche, mit der FDP zum Beispiel?

„Es laufen laufend Gespräche im Hintergrund.“

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