Selbstbewusst präsentierte sich der FDP-Landratskandidat Alexander Noll. Foto: Ziegert

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FDP will Wählerpotenzial optimal ausreizen

Main-Kinzig-Kreis. Die FDP im Main-Kinzig-Kreis gibt sich selbstbewusst: Nach einem "Tal der Tränen wähnen sich die Liberalen beim Neujahrsempfang in Hanau im Aufwind und wollen das Wählerpotenzial optimal ausreizen.

Von Andreas Ziegert

So stellt sich Alexander Noll das also vor: Auf dem Neujahrsempfang der FDP Main-Kinzig in Hanau freut er sich zunächst über die Anwesenheit der Alt-Landräte Hans Rüger (CDU) und Karl Eyerkaufer (SPD) sowie Noch-Amtsinhaber Erich Pipa (SPD) und wusste dann auch gleich, wer als nächster in dieser Reihenfolge kommen wird. „Hier steht der Neue“, breitet der zuvor vom FDP-Chef Kolja Saß als „deutscher Beamter“ angekündigte FDP-Landratskandidat überraschend flott die Arme aus.Damit seine Prophezeiung wahr wird, müsste er am 5. März deutlich mehr Stimmen holen als normalerweise für die Liberalen üblich. Saß verwies auf die zweistelligen Ergebnisse der FDP in einigen Kommunen bei der Kommunalwahl 2016 und hob dann die 25 Prozent in Großkrotzenburg hervor.Konstantin Kuhle ist Hauptredner „Optimal ausgereizt“, meint Saß. Er sieht darin das liberale Wählerpotenzial. 200 Gäste hatte die FDP zum Neujahrsempfang in den großen Saal des Arkadenbaus im Kurhaus Wilhelmsbad eingeladen. Ganz so viele waren es am Ende dann doch nicht. Aber: Die Liberalen wähnen sich im Aufwind, nach einem „Tal der Tränen“, wie es der Hanauer FPD-Chef Dr. Ralf-Rainer Piesold formulierte.Hauptredner am Samstagnachmittag war Konstantin Kuhle, Bundesvorsitzender der Jungen Liberalen, der ein Alleinstellungsmerkmal für die FDP ausgemacht hat: „Wer soll sonst gegen Rechts- und Linkspopulismus Stellung beziehen?“ Deshalb werde es auch höchste Zeit, dass wieder eine „Kraft der Mitte und der Vernunft in den Deutschen Bundestag einzieht“.AfD Stimmen abluchsenDamit das klappt, will Kuhle offenbar der AfD noch so manche Stimme abluchsen: „Es kann ja nicht sein, dass kritische Staatsbürger mit legitimen Zweifeln an der Flüchtlingspolitik in die rechte Ecke gestellt werden.“ Zum Abschluss des Empfangs wurde Bernd Kurzschenkel geehrt. Seit 40 Jahren ist der Großkrotzenburger Mitglied der FDP.

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