Gut gerüstet: Christian Nohel, Daniel Christian Glöckner, Hartmut Bieber, Winfried Ottmann und Timo Trageser sind hochzufrieden mit der Ausführung des Neubaus der Beruflichen Schulen Gelnhausen. Foto: Andrea Euler

Gelnhausen

Voll im Plan: Richtfest der Beruflichen Schulen in Gelnhausen

Gelnhausen. Noch hallt es stark in den Räumen des „Hauses F“ der Beruflichen Schulen Gelnhausen, noch fehlt das elektrische Licht, sodass nur das wenige durch die Fenster hereinfallende Sonnenlicht den Blick auf die Betonwände frei gibt. Und doch ist die Stimmung unter den Anwesenden beschwingt.

Von Andrea Euler

Beim Richtfest zum Neubau des Klassenhauses Bau F sind am Montagmorgen Politiker, Handwerker und Schulgemeinde zusammengekommen, um zu feiern: Ein großer Schritt auf dem Weg zu 14 neuen Klassenräumen auf vier Etagen ist bewältigt, „termingerecht und in guter Zeit“, wie die Redner hervorheben.

Schulleiter und Oberstudiendirektor Hartmut Bieber erinnert im Rahmen des Richtfests an den Spatenstich am 7. Juni vergangenen Jahres, an die vier Unterrichtscontainer, die zuvor benötigt wurden, um der Schülerscharen Herr zu werden. „Die Vorgabe, möglichst viele Klassenräume zu errichten, wurde ideal erfüllt“, lobt er das Erreichte mit einem Dank an „Handwerk, Bau und Baukunst“, die es zu achten und zu ehren gälte.

Dank gibt es aber auch für die „Unterstützung im Kollegenkreis, unter den Sekretärinnen und den Hausmeistern“. Das Gebäude sei „dem Wachstum der Schule geschuldet“, aktuell seien „acht Räume in die Kreisrealschule Gelnhausen ausgelagert. Und deshalb war es richtig, dass der Schulträger hohe Investitionssummen in das Gebäude steckt, um den Klassenmangel zu beheben“, wie Bieber ausführt, der hofft, dass das Gebäude im Sommer 2020 in Betrieb gehen kann.

Der Applaus der Gäste gilt den am Baufortschritt Mitwirkenden ebenso wie den anwesenden Gästen, darunter Erster Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Winfried Ottmann (CDU), Landtagsabgeordneter Christoph Degen (SPD), Gelnhausens Bürgermeister Daniel Christian Glöckner (FDP), Matthias Eckhardt als kommissarischer Leiter des Amts für Liegenschaften, Günter Rau vom Staatlichen Schulamt und der ehemalige Schulleiter Gerhard Benzing. Schuldezernent Ottmann kann beeindruckende Zahlen nennen: Laut Statistik besuchen 3624 Schülerinnen und Schüler die Beruflichen Schulen, davon 83 Klassen in Vollzeit und

99 weitere in Teilzeit. Das Kollegium umfasst 191 Personen. „Die Investitionen sind also unbedingt notwendig und richtig.“ In die Berufsschule seien seit 2009 etwa 17 Millionen Euro investiert worden. Die Bausumme für das neue Gebäude liege bei etwa 6,5 Millionen Euro. Bislang sei in 2018 eine Summe von 1,3 Millionen Euro ausgegeben worden, in diesem Jahr etwa 1,2 Millionen Euro. „Die aufwändigen Dinge kommen noch“, so Ottmann, in diese würden noch „einige Milliönchen investiert“. Es sei ihm ein Anliegen, auch in künftigen Jahren „alles zu tun, damit unsere Schulen vernünftig ausgestattet werden“. Bürgermeister Glöckner erinnert daran, dass Gelnhausen seit mehr als 150 Jahren Schulstandort ist und sich auch mit „sehr speziellen Ausbildungsberufen bundesweit einen Namen gemacht hat“. Dass der Stadtname Gelnhausen im Schulnamen präsent sei, erfreue ihn persönlich.

Architekt Timo Trageser (T2 architektur) zeigt sich im Namen aller (Fach-)Planer „stolz, den Weg gemeinsam mit dem Amt 65 des Main-Kinzig-Kreises und den Vertretern der Schule gehen zu dürfen“. Alle Beteiligten hätten „tatkräftig und vertrauensvoll als Team in engem Zusammenspiel gearbeitet“, sein Lob richte sich besonders an alle Handwerker, „denn ohne die tatkräftige Unterstützung aller Handwerker wäre die Vielzahl der erstellten Planunterlagen nur Theorie und Fiktion geblieben“. Der Bau zeige sich nun für die Nutzung gewappnet und sei vorbereitet für die nächste Phase der Ausbaugewerke.

„Die Maurer und wir Zimmerleut, wir haben es gar nicht bereut, dass wir zur Schule wieder gingen, um hier die Arbeit zu vollbringen, die uns der Bauherr angetragen, vor noch nicht allzu vielen Tagen“, reimt Christian Nohel von der Gelnhäuser Zimmerei Nohel auf dem Baugerüst, bevor er schwungvoll sein Glas im Innenhof des neuen Gebäudes zerschellen lässt – ein gutes Omen für die künftigen Handwerksarbeiten und der Aufruf zu einer Teilnahme am Hebeschmaus mit Würstchen und alkoholfreien Getränken.

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