Ein 41-Jähriger ist zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Symbolbild: Pixabay

Gelnhausen/Steinau

Vertrauen ausgenutzt: Drei Jahre Haft wegen sexuellen Missbrauchs

Gelnhausen/Steinau. Wegen sexuellen Missbrauchs und sexueller Nötigung von zwei Mädchen im Freibad ist ein 41-jähriger Mann aus Steinau vom Amtsgericht Gelnhausen zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Von Andreas Ziegert

Das Schöffengericht sah es nach der Beweisaufnahme als erwiesen an, dass der Angeklagte im Juli 2017 im Steinauer Freibad zwei Schülerinnen unsittlich angefasst und sich an ihnen erregt hat. Der siebenfache Vater bestritt die Vorwürfe bis zum Schluss, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die zur Tatzeit 15 und 13 Jahre alten Mädchen bestätigten laut Gericht bei ihrer Zeugenaussage unter Ausschluss der Öffentlichkeit beide Anklagepunkte der Staatsanwaltschaft Hanau. Die Straftaten sollen sich während der hessischen Sommerferien 2017 abgespielt haben.

Schon einmal verurteilt

Demnach griff der Mann bei einem Schwimmbadbesuch der 15-Jährigen auf der Treppe zur Rutsche an den nur von einer Bikini-Hose bedeckten Po, kam dann näher an sie heran und knabberte an ihrem Ohr. Mit der 13-Jährigen spielte er auf dem Freibadgelände Verstecken und begegnete ihr in einem begehbaren Gebüsch in der Nähe der Bademeisterunterkunft. Dort soll er seine Hände um ihre Hüfte gelegt haben, als sich die Schülerin wehrte, hielt er ihr laut Anklage den Mund zu. Anschließend zog er seine und ihre Hose herunter und erregte sich mit seinem Geschlechtsteil an ihrem Unterleib.

Zu Prozessbeginn machte der 41-Jährige zunächst keine Angaben. „Ich verstehe das alles überhaupt nicht“, war sein einziger Kommentar. Wie der Urteilsverkündung zu vernehmen war – erst dann war die Öffentlichkeit wieder zugelassen –, erklärte er im weiteren Verfahrensverlauf, dass er den Schulkameradinnen seiner Söhne nichts getan habe.

Besonders schwer wog allerdings, dass der Steinauer schon einmal wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt worden war. „Sie haben die Bewährungszeit durchgestanden und sind jetzt wieder rückfällig geworden“, handelt es sich bei ihm laut Auffassung des Schöffengerichts um einen Wiederholungstäter, der das Vertrauensverhältnis zu den Mädchen durch die Schulkameradschaft mit seinen Söhnen ausgenutzt hat. Die Verteidigung kündigte bereits an, gegen das Urteil vor dem Landgericht Hanau in Berufung zu gehen.

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