In Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis hat es mehr Unfälle gegeben (Symbolbild).

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Verkehrsstatistik: Zahl der Unfälle und Verletzten steigt

Main-Kinzig-Kreis. Die Verkehrsstatistik des Polizeipräsidiums Südosthessen bringt schlechte Nachrichten: In Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis gab es mehr Unfälle und mehr Verletzte.

Von Monica Bielesch

Die Polizei Südosthessen präsentierte in Offenbach den Verkehrsbericht 2016 für die Städte Offenbach und Hanau sowie die Landkreise Offenbach und Main-Kinzig. Wichtigstes Ergebnis: Die Zahl der von der Polizei registrierten Verkehrsunfälle ist nach dem Rückgang in den vergangenen Jahren wieder gestiegen.

Polizeipräsident Roland Ullmann betonte im Polizeipräsidium Südosthessen, dass aber erfreulicherweise die Zahl der Verletzten erneut gesunken sei und mit rund 3680 auf dem niedrigsten Stand seit fünf Jahren lag.717 Unfälle mehrInsgesamt erfasste die Polizei Südosthessen im vergangenen Jahr 14 325 Unfälle. Das sind 717 mehr als noch in 2015. Bei 27 Unfällen gab es 28 Todesopfer zu beklagen. Allein 13 davon kamen in der Region Hanau und Main-Kinzigkreis bei Verkehrsunfällen ums Leben. Im Vorjahr waren es noch sieben Menschen gewesen. Diese statistischen Schwankungen seien normal, meinte Claus Spinnler, Polizeidirektor des Main-Kinzig-Kreises. Allerdings beobachte die Polizei gerade im ländlichen Bereich eine Zunahme von schweren Unfällen mit Beiteilung von Krad- und Motorradfahrern.Zahl der Unfallflüchtigen steigtAuch die Zahl der Unfallflüchtigen nahm um 272 auf 5607 zu. Dafür steigt laut Polizei besonders in diesem Bereich die Aufklärungsquote und lag bei 40 Prozent. Bei Unfallfluchten in Fällen wo es Verletzte gab, liegt die Aufklärungsquote sogar bei rund 63 Prozent.In Hanau und im Main-Kinzig-Kreis registrierte die Polizei insgesamt 4941 Verkehrsunfälle, rund 100 mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Leichtverletzten (1131) und Schwerverletzten (248) erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr leicht.Mehr Senioren sind beteiligt Als Gründe für die Zunahme der Unfälle sieht die Polizei zum einen die immer weiter zunehmende Ablenkung durch Mobiltelefone. Zum anderen sei zu schnelles Fahren eine der Hauptursachen für schwere Unfälle.Immer mehr Senioren werden in Verkehrsunfälle verwickelt. Allein elf kamen ums Leben, acht von ihnen waren älter als 75 Jahre. Auch bei den Unfallverursachern war diese Altersgruppe mit 66 Prozent überdurchschnittlich vertreten.Entwicklung durch Prävention entgegenwirkenDie Gruppe der Senioren wie auch die jungen Fahrer bis 24 Jahren zählen laut Polizei zu den Risikogruppen. Besonders bedenklich sei, dass die jungen Autofahrer bei mehr als jedem zweiten Unfall offensichtlich die Schuld hatten. Dieser Entwicklung soll durch Prävention und Repression entgegen gewirkt werden. Ullmann kündigte zudem die Fortsetzung des Programms „Verkehrssicher in Hessen“ an. Dazu gehören neben Geschwindigkeitskontrollen auch zielgerichtet Verkehrskontrollen. Spinnler appellierte an die Autofahrer: „Defensiv fahren und die Verkehrsregeln beachten.“ Denn der Faktor Mensch sei bei allen Unfallursachen entscheidend.

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