Am Mittwoch wird hessenweit geblitzt. Foto: PM

MainKinzigKreis

Speedmarathon am Mittwoch: An diesen Stellen wird geblitzt

Main-Kinzig-Kreis. Autofahrer aufgepasst: Anlässlich des europaweiten „Speedmarathons“ führt die Polizei am Mittwoch auch im Rhein-Main-Gebiet Geschwindigkeitskontrollen durch. Zwischen 6 und 22 Uhr geraten Raser verstärkt ins Visier der Geschwindigkeitsmesser. An diesen Stellen wird geblitzt.

Mit der Dauerblitzaktion will die Polizei nach eigenen Angaben Autofahrer für die Gefahren von zu schneller und nicht angepasster Geschwindigkeit sensibilisieren.

In Hessen kommen 757 Polizisten und Mitarbeiter der teilnehmenden Kommunen an 324 Messstellen zum Einsatz. Wie das Polizeipräsidium Südosthessen bekannt gab, wird in Hanau, im Main-Kinzig-Kreis sowie in Frankfurt, Offenbach und im Kreis Offenbach an folgenden Stellen geblitzt:

Stadt Hanau:

Main-Kinzig-Kreis:

Stadt Offenbach:

Kreis Offenbach:

Stadt Frankfurt: 

Die Polizei registrierte nach eigenen Angaben 2016 insgesamt 141 133 Verkehrsunfälle auf Hessens Straßen. Bei 21 350 Unfällen verunglückten 28 342 Personen. Hiervon erlitten 23 322 leichte Verletzungen, 4789 Personen trugen schwere Verletzungen davon und 231 Menschen starben im Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall.„Der Gesamtanteil der Verkehrsunfälle mit der Hauptunfallursache Geschwindigkeit liegt mit zirka sieben Prozent vergleichsweise niedrig“, so die Beamten weiter. Bei Kollisionen mit Personenschäden erhöhe sich dieser Anteil jedoch auf knapp 17 Prozent. Betrachte man die Unfälle in Hinblick auf die Schwere der Folgen, nehme die Hauptunfallursache Geschwindigkeit deutlich zu:„Bei gut einem Viertel der Schwerverletzten hat nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit zur Unfallentstehung beigetragen, bei Getöteten war dies bei mehr als einem Drittel der Fall“, so die Polizei. „Damit ist Geschwindigkeit mit deutlichem Vorsprung die Hauptunfallursache bei Verkehrsunfällen mit Getöteten und Schwerverletzten.“Während innerorts das Gros der Zusammenstöße lediglich Sachschäden zur Folge hat, nehmen auf Autobahnen und der Landstraße die schweren Unfallfolgen wegen der deutlich höheren Geschwindigkeiten zu.Machten Verkehrsunfälle auf Landstraßen im vergangenen Jahr zwar etwa nur 24 Prozent am Gesamtunfallaufkommen in Hessen aus, so verloren 141 Menschen dabei ihr Leben, das entspricht einem Anteil von 64 Prozent aller 2016 im Straßenverkehr verstorbenen Menschen, so die Mitteilung weiter. „Mit dem Druck auf das Gaspedal beeinflusst jeder Verkehrsteilnehmer die Sicherheit im Straßenverkehr und damit die Lebensqualität aller!“, mahnt die Polizei. Geschwindigkeitsverstöße seien keine Kavaliersdelikte, sie würden von den Betroffenen überwiegend bewusst und kalkuliert begangen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen laut Mitteilung der Polizei, dass die Reduzierung des Geschwindigkeitsniveaus innerorts um zwei Kilometer pro Stunde die Zahl der Verunglückten um 15 Prozent senke.„Dies wird insbesondere deutlich, wenn man bedenkt, dass bei 65 Kilometern pro Stunde acht von zehn zu Fuß Gehende bei der Kollision mit einem Pkw sterben, während bei 50 Kilometern pro Stunde acht von zehn zu Fuß Gehende überleben“, so die Beamten abschließend.J

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