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Sonderapplaus für Srita Heide

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Die Konkurrenz fest im Blick: CDU-Landratskandidatin Srita Heide präsentierte sich vor den Parteikollegen bereit und motiviert für die kommenden Wochen bis zur Wahl. Foto: Ziegert
Die Konkurrenz fest im Blick: CDU-Landratskandidatin Srita Heide präsentierte sich vor den Parteikollegen bereit und motiviert für die kommenden Wochen bis zur Wahl. Foto: Ziegert

Main-Kinzig-Kreis. CDU-Landratskandidatin Srita Heide hat sich im Wahlkampf viel vorgenommen. Doch wie kommt sie in den eigenen Reihen an? Beim CDU-Landesparteitag erhielt sie einen Sonderapplaus.

Von Andreas Ziegert

Die erste Entscheidung im Landratswahlkampf ist gefallen: Die CDU-Kandidatin Srita Heide ist am Dienstag extra um 4 Uhr aufgestanden und hat in den frühen Morgenstunden ihren Stand am Bahnhof Salmünster aufgebaut – und zwar bevor sich die SPD postieren konnte. „Das ist wichtig, es gibt immer ganz begehrte Plätze“, verkündete sie am Dienstagabend auf der Delegiertenversammlung der CDU in Maintal-Wachenbuchen ihren Triumph.

Die 146 Christdemokraten aus den Ortsverbänden im Main-Kinzig-Kreis hatten sich getroffen, um die Delegierten für den besonderen Landesparteitag zu wählen, auf dem die Landesliste für die nächste Bundestagswahl aufgestellt wird. Dieser formelle Akt war aber eher nebensächlich.Ein ganz besonderer TagDer Landtagsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Michael Reul, rief am Dienstag für die nächsten Monate einen Dauerwahlkampf für den Main-Kinzig-Kreis aus. Neben der Landratswahl am 5. März nimmt die CDU auch schon den 24. September ins Visier, an dem ein neuer Bundestag gewählt wird.Für Srita Heide war allerdings zunächst der 31. Januar ein ganz besonderer Tag: „Genau heute vor 23 Jahren bin ich endgültig nach Deutschland gekommen und habe hier eine neue Heimat gefunden.“ Integration habe sie dennoch nicht separat in ihr Wahlkampfprogramm aufgenommen, weil dieses Thema in allen Bereichen eine Rolle spiele.Motivation scheint groß„Ich lerne jeden Tag etwas mehr“, kommentierte sie ihre bisherigen Wahlkampfaktionen. Bei vielen Begegnungen stehe „zuhören und verstehen und nicht ablehnen“ für sie im Vordergrund, um den Alltag der Menschen im Main-Kinzig-Kreis zu verstehen.Ihre Motivation für die nächsten Wochen („Die heiße Wahlkampfphase hat schon angefangen“) scheint groß zu sein. Doch wie kommt sie in den eigenen Reihen an? Da sie mit Verspätung in Maintal erschien, bekam sie bei ihrem Eintritt in die Versammlung einen Sonderapplaus, den sie sich wohl auch bei ihren Fragen an die Delegierten gewünscht hätte.Reaktion ist ausbaufähig„Wie findet ihr mein Plakat? Und meinen Flyer?“ Die Reaktion der CDU-Mitglieder – ausbaufähig. Applaus gab es dann wieder zum Schluss: „Lasst uns gewinnen“, so Heide. Den Parteikollegen stellte sie sich übrigens als „Landrätin“ vor und will damit der bisher in der Regel männlich verwendeten Amtsbezeichnung zukünftig wohl eine weibliche Note geben. Als letzte Rednerin sollte es laut Versammlungsleiter Reul dann die Aufgabe von Katja Leikert sein, „Feuer unters Dach“ zu bringen und die Bundestagswahl in den Fokus zu rücken.Das Dach blieb heil, gebrannt hat es auch nicht. Leikert rief dazu auf, für Freiheit, Toleranz und ein gemeinsames Europa und gegen Nationalismus und Populismus zu kämpfen. Leikert steht auf der Donnerstagabend verabschiedeten Delegiertenliste für den Landesparteitag übrigens auf Platz zwei, angeführt wird sie von Peter Tauber.

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