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Sommerbühne im Kurpark ist vom Tisch

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Die Einnahmen durch Veranstaltungen in der Konzertmuschel des Kurparks in Bad Soden liegen laut Magistrat bei etwa 4000 Euro im Jahr, der jährliche Erhaltungsaufwand wird auf etwa 5000 Euro beziffert. Foto: Szczepanek
Die Einnahmen durch Veranstaltungen in der Konzertmuschel des Kurparks in Bad Soden liegen laut Magistrat bei etwa 4000 Euro im Jahr, der jährliche Erhaltungsaufwand wird auf etwa 5000 Euro beziffert. Foto: Szczepanek

Bad Soden-Salmünster. Nicht nur in Wächtersbach, auch in Bad Soden-Salmünster ist eine Sommerbühne vom Tisch.

Von Hanns Szczepanek (KN)

Die vom scheidenden Landrat Erich Pipa (SPD) gewünschte Sommerbühne des Main-Kinzig-Kreises, die sich nach monatelanger Kontroverse zumindest für die Stadt Wächtersbach wohl erledigt hat, ist erneut ein Thema in der Sitzung der Stadtverordneten Bad Soden-Salmünster gewesen. Anlass war ein Antrag der CDU-Fraktion, der von der Mehrheit des Parlaments abgelehnt wurde.Fraktionschef Dr. Tobias Viering erläuterte in der Begründung zum unter dem Titel „Machbarkeitsstudie zur Einrichtung einer Sommerbühne im Kurpark Bad Soden“ laufenden Antrag, dass die Kurstadt „kein unbedingtes Bemühen“ um eine solche Kulturbühne zum Ausdruck bringen müsse, jedoch durchaus ein prinzipielles Interesse bekunden könne. Danach könnten die Mandatsträger in aller Ruhe das Für und Wider abwägen und zu einer Entscheidung kommen.FDP: Infrastruktur muss ausgebaut werden FDP-Stadtverordneter Marc Jacob verwies darauf, dass durch einen solchen Vorstoß die vorhandene Infrastruktur als Ergänzung des Spessart-Forums ausgebaut werden könne. Deshalb habe er in der vorangegangenen Sitzung den Magistrat auch nach der aktuellen Nutzung der bisherigen Konzertmuschel gefragt. Diese sei mit vier größeren Veranstaltungen pro Jahr überschaubar.Gemäß dem CDU-Antrag sollte der Magistrat dem Main-Kinzig-Kreis ein grundsätzliches Interesse an einer Freilicht-Sommerbühne im Bereich der heutigen Kurpark-Konzertmuschel signalisieren, sofern deren Realisierung mit den zur Debatte stehenden 1,8 Millionen Euro an Kreisgeldern finanziert werde. Gemeinsam mit der Kurkommission und der Kurdirektion solle daraufhin ein Grobkonzept für den Betrieb einer solchen Kulturbühne erstellt werden.

Lärm und verschärfte Parkplatzsituation Als Kernthemen führt die CDU in ihrem Antrag unter anderem Nutzungsbedarf und -bereitschaft der Vereine aus der Kurstadt und der näheren Umgebung sowie die Bewertung von positiven Auswirkungen – etwa die Attraktivität des städtischen Angebots – und negativen Auswirkungen – darunter Lärm und verschärfte Parkplatzsituation – an.Namens der SPD-Fraktion warnte Roland Parthey vor „solch einem Trum“. Der Standort der heutigen Konzertmuschel sei alternativlos. Werde die Sommerbühne gut angenommen, gebe es zweifellos Beschwerden über Lärm sowie Verkehrs- und Parkprobleme im Kurgebiet. Gerate die Bühne zu einem Flop, dann stehe ein „Riesen-Apparillo“ im Kurpark leer und die Stadt müsse dafür aufkommen.Hans-Georg Schießer, Fraktionschef der Gemeinsamen Wählerliste Bad Soden-Salmünster, bezeichnete eine solche Bühne als überflüssig. Damit hole sich die Stadt nur zusätzlichen Lärm ins Kurgebiet, von dem es durch die A 66 und die Kinzigtalbahn schon jetzt zu viel gebe. Mit der Mehrheit von GWL und SPD lehnte das Stadtparlament mit 16 zu zehn Stimmen bei zwei Enthaltungen den Antrag ab.

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