Ideale Schneeverhältnisse herrschen momentan am „Engländer“: Skifahrer in der Region finden durchweg positive Worte für die Piste in Jakobsthal. Foto: Björn Friedrich

Regio Hanau

Skiparadies Spessart: Hier kommen Wintersportfans auf ihre Kosten

Region Hanau. „15 Zentimeter Schnee, Ski und Rodel gut“: So lautet derzeit die Bandansage für die Skiliftbetriebe in Jakobsthal im bayerischen Spessart. Seit zwei Wochen laufen am „Engländer“ die Skilifte. Die Skifahrer zeigen sich begeistert über die Schneeverhältnisse in Jakobsthal.

Von Josef Pömmerl

Erstaunlich dabei, aus welchem Umkreis die Besucher kommen: Jennifer Ceco hat es beispielsweise aus Berlin nach Jakobsthal verschlagen. Sie ist gerade auf Familienbesuch und wollte in der Rhön Ski fahren, ist aber wegen des schönen Wetters im Spessart hängen geblieben. „Weil ich einfach an der frischen Luft sein will“, sagt sie.

Werner Johannes kommt aus Karlstadt. Jakobsthal sei für ihn die nächste gute Piste. Da müsse er nur 40 Kilometer fahren, in die Rhön dagegen rund 100. Er ist mit der Familie da. Für die Kinder sei die Piste ideal, für die Älteren eine gute Übung.

Elke Sanzenbacher aus Gelnhausen fährt ebenfalls nach Jakobsthal, weil es für sie die nächstgelegene Piste ist. Sie sei auch sehr schön zum Skifahren. Martina Kalusche-Löffler aus Blankenbach nennt die Piste „einfach, aber gut“ und vor allem „in der Sonne schön“.

Die Besucher sind begeistert

Paul Holzberger aus Mömbris findet die Schneeverhältnisse wunderbar, auch wenn es derzeit nur 15 Zentimeter seien. „Ich fahre heute 20 Mal hier runter, dann habe ich mein Soll erfüllt“, sagt er. Ein Plus für ihn in Jakobsthal: Unter der Woche muss man am Lift nicht warten.

Dorothee Grandhomme aus Laufach ist mit ihrer achtjährigen Tochter hier. Sie fährt zwar auch alpin, aber für das Kind sei die Piste gerade richtig. Daher komme sie öfters her. Snowboarder Tim Groha aus Großostheim ist dagegen das erste Mal in Jakobsthal. Der Schnee ist „super“, findet er. Die Piste sei zwar ein wenig kurz, aber das habe er erwartet.

Auch rote Pisten vorhanden

Betreiber Christoph Stubenrath ist mit der Saison zufrieden, auch wenn der Besuch tagesabhängig ist. Am Mittwoch seien es vor allem Jüngere und Familien mit Kindern, die sich in Jakobs-thal ins Schneevergnügen liften ließen. In den vergangenen drei Jahren sei der Lift jeden Winter gelaufen.

Im „Winterloch“ in Heigenbrücken war am vergangenen Wochenende erstmals in dieser Saison der Skilift in Betrieb. Lediglich der Kinderlift ist schon einmal kurz gelaufen. Jürgen Kirsch, Vorsitzender des Skiclubs Heigenbrücken, schätzt die Zahl der Skifahrer, die auf der anspruchsvollen Piste (Kategorie rot) gefahren sind, auf 500 bis 600.

Dauefrost erwartet

Die Schneeverhältnisse waren sehr gut und seien es „auch jetzt noch“. Von daher hofft Kirsch, auch nächstes Wochenende wieder öffnen zu können. Die angeschlossene Hütte ist dann samstags bis etwa 20 Uhr geöffnet, am Sonntag bis 18.30 Uhr.

Auch Christoph Stubenrath erwartet Dauerfrost bis zum Wochenende. Es wäre nur gut, wenn noch etwas Schnee fallen würde. Was sagt der Wetterbericht? „Darauf kann man sich nicht verlassen“, sagt Stubenroth. Im Grenzgebiet treffe weder die hessische noch die bayerische oder baden-württembergische Vorhersage zu. Für das vergangene Wochenende sei kein Schnee angekündigt gewesen und es habe trotzdem geschneit.

Das könnte Sie auch interessieren