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Spontane Konzerte soll es zurzeit nicht geben.

Menschen sollen Verbot ernst nehmen

Polizei spricht sich gegen Spontankonzerte aus und appelliert an die Bürger

 Das als Spontanaktion bezeichnete Freiluftkonzert in Biebergemünd am vergangenen Sonntag sollte nach Ansicht des Leiters der Polizeidirektion Hanau, Jürgen Fehler, keine Wiederholung erfahren.

„Wir als Polizei können sicherlich gut nachvollziehen, dass die Aktion bei den Anwohnern von Bieber ein positives Echo hervorgerufen hat“, so der Leitende Polizeidirektor in einer Pressemitteilung. „Auch wenn die Abstände der Musiker untereinander eingehalten wurden, so sollte es doch bei einer spontanen und daher einmaligen Aktion bleiben“, meint Fehler. 

So ist auch der Tenor der Polizeistation in Gelnhausen, mit der die Verantwortlichen des Vereins zuvor wohl Kontakt aufgenommen hatten. Momentan hat es jedoch den Anschein, dass das Konzert vom letzten Sonntag insbesondere um den 1. Mai herum viele Nachahmer anziehen könnte, die nun ebenfalls musizieren oder in anderer Weise die Menschen unterhalten wollen. Entsprechende Anfragen gingen bereits bei der Dienststellenleitung der Polizei in Gelnhausen ein. 

Ordnungshüter appellieren auch an die Vereine

Hier sei deutlich klargestellt, dass für die Anmeldung von Veranstaltungen die Ordnungsämter der Gemeinden zuständig sind. Jürgen Fehler dazu: „Wer heute schon weiß, dass er am Freitag ein Konzert veranstalten will, der kann nicht von einer spontanen Aktion reden. Mit solchen Veranstaltungen, also auch mit Konzerten, geht die Gefahr einher, dass sich vielerorts Menschen versammeln, um den Darbietungen zu lauschen und das können wir als Polizei nicht gutheißen.“ 

Die Ordnungshüter appellieren daher an alle Verantwortlichen der Vereine, keine weiteren Spontankonzerte oder ähnliches abzuhalten. Die Gesundheit der Bevölkerung habe eindeutig Vorrang. Der Main-Kinzig-Kreis mit seinem zuständigen Gesundheitsamt wird die Städte und Gemeinden ebenfalls und erneut an die strikte Einhaltung der Kontaktbeschränkungen erinnern. 

Mit einer Nachricht an alle Rathäuser, dass derlei Initiativen zum jetzigen Zeitpunkt nicht gestattet werden können, sollen neben den Ordnungsämtern vor allem Vereine und Privatgruppen vor Ort noch einmal für die Situation und die geltenden Regeln sensibilisiert werden. „Auch am kommenden langen Wochenende über den 1. Mai hinweg werden wir mit zahlreichen uniformierten und auch zivilen Streifen unterwegs sein, um zu kontrollieren, ob die Kontaktverbote nach dem Infektionsschutzgesetz eingehalten werden“, so Polizeidirektor Fehler abschließend. kb

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