1. Startseite
  2. Region
  3. Main-Kinzig-Kreis

Patrick Kremer aus Hammersbach ist „Unternehmer des Jahres“

Erstellt:

Der Sieger: Patrick Kremer (Mitte) wird von Michael Graf, Leiter des BVMW-Kreisverbands Main-Kinzig, und dem Laudator Horst Wanik (Kreissparkasse Gelnhausen), Sprecher der Bewertungskommission des Mittelstandspreises, ausgezeichnet.
Der Sieger: Patrick Kremer (Mitte) wird von Michael Graf, Leiter des BVMW-Kreisverbands Main-Kinzig, und dem Laudator Horst Wanik (Kreissparkasse Gelnhausen), Sprecher der Bewertungskommission des Mittelstandspreises, ausgezeichnet. © Andrea Euler

Main-Kinzig-Kreis – „Sie sind Unternehmer, Herr Kremer!“ Horst Wanik freut sich sichtbar über den Reim, den er im Rahmen seiner Laudatio mehrfach wiederholt. Wanik, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Gelnhausen und Sprecher der Bewertungskommission des diesjährigen Mittelstandspreises des Bundesverbands mittelständischer Wirtschaft (BVMW), hat die Ehre, den aus vier Nominierten ausgewählten Preisträger zu verkünden.

Patrick Kremer vom Kremer Pflegedienst Hammersbach erhält als „Primus inter Pares“, so Wanik, den Preis als „Unternehmer des Jahres“, der im Main-Kinzig-Kreis zum 16. Mal vergeben wird – im Landratsamt, umringt von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wirtschaft.

Kremer stieg 2013 in das elterliche Unternehmen und die Geschäftsführung ein. Mit einer Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger im elterlichen Betrieb, im Krankenhaus und in verschiedenen Pflege-Einrichtungen bestens gerüstet, schaffte er es, den Betrieb von damals 18 Mitarbeitenden zum regionalen Marktführer mit 364 Beschäftigten aufzubauen. „Der Umsatz des Unternehmens ist in den vergangenen fünf Jahren um das 16-Fache angestiegen“, lobt Wanik. In diesem Jahr wird ein Umsatz von 17 bis 18 Millionen Euro erzielt, Wachstumspläne zielen für das kommende Jahr auf 25 Millionen und bis 2030 sogar auf einen Umsatz von 50 Millionen Euro.

Jury ist vom Handbuch für Beschäftigte beeindruckt

„Beeindruckt hat die Jury unter anderem das Handbuch für jeden Beschäftigten, das Anleitungen für jede Situation enthält, alle entstehenden Eventualitäten beschreibt – und wie darauf zu reagieren ist“, erläutert Wanik. Auch die „Innovationsfähigkeit bei der Mitarbeitersuche“ erfährt besondere Erwähnung. „Seien Sie weiter ein Umsetzungsriese“, gibt der Laudator dem Gewinner mit.

Im Kurzfilm wird deutlich, mit welchem Anspruch Kremer sein Unternehmen führt: „Wir wollen den Status quo niemals anerkennen, sondern uns immer weiterentwickeln“, sagt er da.

Er betont aber auch: „Der Mensch soll sich bei uns wirklich als Mensch fühlen - und nicht als Patient.“ Sein Wunsch: „Jeder ältere Mensch muss Anspruch auf eine Tagespflege haben. So wie ein Kind auf einen Kitaplatz.“Am Abend der Preisverleihung gratuliert Kremer den übrigen Nominierten und verweist darauf, dass der Kremer Pflegedienst ein Familienunternehmen ist. „Ich bin ein bisschen der Bulldozer“, schmunzelt er in seinen Dankesworten, in denen er insbesondere seine Eltern Hannelore und Martin und seine Schwester Cornelia Kremer-Bock erwähnt.

Sein Dank geht jedoch auch an die anwesenden Vertreter des Main-Kinzig-Kreises, darunter Landrat Thorsten Stolz und den Landtagsabgeordneten Christoph Degen (beide SPD). „Wir haben den Kreis auch bei der Tagespflege verdammt gut hinter uns stehen.“ Vorangegangen ist der Bekanntgabe die filmische Präsentation aller vier nominierter Unternehmer und ihrer Betriebe. Neben Kremer sind dies Daniel Baumann von der Gebäudereinigung Daniel Baumann GmbH in Freigericht, Christian Hilsdorf von systeex Brandschutzsysteme GmbH in Hanau und Christian Romeis von der romeis Information Engineering GmbH in Gründau-Rothenbergen.

„Die vier Unternehmen verkörpern alle in vorbildlicher Weise die Tugenden des deutschen Mittelstands“, wie Michael Graf, Leiter des BVMW-Kreisverbands Main-Kinzig, in seiner Begrüßung betont. An den nominierten vier „tollen Unternehmerpersönlichkeiten“ könne der Verband „die Leistungsfähigkeit unserer Unternehmen aufzeigen“.

Lobende Worte auch vom Kreisbeigeordneten Winfried Ottmann (CDU), der das wirtschaftliche Potenzial und die Erfolge des Kreises auflistet und eine „hohe Produktivität und eine vergleichsweise niedrige Arbeitslosigkeit“ im Kreis hervorhebt. „Der Kreis profitiert, wenn die Wirtschaft wächst. Wir wollen unsere Region weiter voranbringen“, stellt sich Ottmann klar auf die Seite der Unternehmen und der Wirtschaftsförderung.

Moderiert wird die Präsentation der Unternehmer von Kerstin Cieslik-Pfeifer, der Geschäftsführerin der Wirtschaftsinitiative. Diese lobt: „Der Mittelstand beweist immer wieder, dass er Wege findet, auch in der Krise zu wachsen.“

Ein Lob an alle kommt auch von Laudator Wanik, der um Mitgefühl für die Jury bittet: „Es war wirklich noch nie so schwer, diese Entscheidung zu treffen. Jedes Unternehmen für sich ist tief beeindruckend. Jeder Bewerber hätte den Preis verdient. Es sind alle Unternehmer, die die DNA des Mittelstands verkörpern. Ganz einfach gesprochen: Sie können es.“ Von Andrea Euler

Auch interessant