Mitarbeiter der Spurensicherung am Fundort einer männlichen Leiche in Hasselroth. Foto: Andreas Ziegert

Main-Kinzig-Kreis

Nidda/Hasselroth: Zwei Leichen mit Schussverletzungen gefunden

Nidda/Hasselroth. Am Mittwoch wurden zwei männliche Leichen in Nidda und Hasselroth, rund 40 Kilometer voneinander entfernt, gefunden. Die Polizei geht davon aus, dass sich beide Personen kannten.

Von Andreas ZiegertAm Donnerstagmorgen wurde eine männliche Leiche am Waldrand des Hassel‧rother Ortsteils Gondsroth entdeckt. Bereits am Abend zuvor war in Nidda im Wetter‧aukreis ein 43-jähriger Mann tot aufgefunden worden. Laut Angaben der Ermittler kannten sich beide Personen, sind polizeilich bislang aber noch nicht in Erscheinung getreten. Der Tote in Hasselroth, ein dreifacher Familienvater aus dem Niddaer Stadtteil Wallernhausen, war nach bisherigen Erkenntnissen früher Mitglied im örtlichen Schützenverein und so wohl legal im Besitz einer Waffe. Die Ermittlungen insbesondere zum genauen Geschehensablauf und einem möglichen Motiv dauern an.

Der Mann in Nidda wurde am Mittwochabend gegen 19.30 Uhr von seinem Vater in seiner Wohnung im Stadtkern leblos aufgefunden. Der 43-Jährige wies Schussverletzungen auf, eine Waffe wurde allerdings zunächst nicht entdeckt. Wie die Staatsanwaltschaft Gießen und das Polizeipräsidium Westhessen in einer gemeinsamen Pressemitteilung erklärten, ergaben sich bei den sofort eingeleiteten Ermittlungen bereits Hinweise auf den 49-jährigen Mann, der Stunden später in Hasselroth tot aufgefunden wurde. Er war demnach in Wallernhausen gemeldet, soll aber auch in Freigericht eine Wohnung gehabt haben.

Polizei geht von einer Selbsttötung aus

Auf der Suche nach dem mutmaßlichen Täter wurden noch in der Nacht zum Donnerstag an den Ortseingängen von Hasselroth und Freigericht Polizeikräfte stationiert, auch ein Spezialeinsatzkommando soll vor Ort gewesen sein. Vor allem im Freigerichter Ortsteil Somborn waren intensive Suchmaßnahmen sichtbar. Gegen 8.20 Uhr rasten dann erste Einsatzkräfte in die Feldgemarkung unweit von Gondsroth.

Am Waldrand lag dort der 49-jährige Mann leblos im Gras, auch er wies Schussverletzungen auf. Direkt neben ihm lag eine Handfeuerwaffe. „Nach derzeitigem Ermittlungsstand deutet alles darauf hin, dass er sich das Leben nahm“, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Polizei sicherte mehrere Stunden lang Spuren

Geprüft werden müsse allerdings auch noch, ob auch die tödlichen Verletzungen des 43-Jährigen durch die sichergestellte Waffe verursacht worden ist.

Die Polizei sicherte am Donnerstag stundenlang am Waldrand von Gondsroth oberhalb des Friedhofes mögliche Spuren, unter anderem wurden zwei Bierflaschen auf einer Sitzbank gesichert. Gegen 15 Uhr wurde der Leichnam des Mannes von einem Bestattungsinstitut abgeholt und in die Rechtsmedizin gebracht.​

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