Trotz Regen radelten einige Teilnehmer mit. Foto: Reinhard Paul

Main-Kinzig-Kreis

Nasses Kinzigtal Total mit weniger Teilnehmern

Main-Kinzig-Kreis. Es war kein wirklich gutes Radelwetter am Sonntag, als sich die Menschen auf die rund 80 Kilometer lange Strecke von der Quellmündung der Kinzig in Sinntal-Sterbfritz bis zur Mündung in den Main in Hanau machten. Kinzigtal total 2019 stand unter dem Motto grau, trüb und nass.

Von Reinhard PaulDennoch stiegen einige Menschen in die Sonderzüge, bepackt mit Rad, Inline Skatern oder Rollern um die Strecke zu bewältigen. Gemeinsame Freude auf Rädern auf autofreien Strecken – einmal im Jahr gehört die Landstraße den Unmotorisierten. An den Straßenrändern standen Erfrischungsstände, die Gastronomie war ebenfalls bestens vorbereitet, der ganz große Ansturm indes blieb natürlich aufgrund des unbeständigen Wetters aus.

Für einen reibungslosen Ablauf sorgten einmal mehr unzählige freiwillige Helferinnen und Helfer, aber auch zahlreiche Einsatzkräfte und Beschäftigte der einzelnen Kommunen, denn ohne die Unterstützung der beteiligten Polizei und Feuerwehren, Hilfs- und Rettungskräfte aber auch der vielen Vereine und Organisationen, auch Sponsoren, wäre diese Veranstaltung in dieser Form nicht mehr zu stemmen.

Zum 27. Mal durchgeführt

Zum nunmehr 27. Mal wurde diese Veranstaltung durchgeführt. Es sind nicht mehr so viele Enthusiasten radelnd unterwegs, wie in den Anfängen dieser Veranstaltungsreihe – damals waren es stets um die 100 000 Menschen, an sonnigen Tagen sind aber immer noch rund 70 000 Menschen auf Rollen und Rädern unterwegs.

Das war am Sonntag wegen des Regens natürlich nicht der Fall. Teilweise kamen minutenlang keine Räder an den Stationen vorbei. So in Gründau, in Langenselbold und in Erlensee. Die beiden letztgenannten sind eigentlich Hochburgen des Fahrradsonntags, in denen es auch immer zahlreiche Nebenveranstaltungen gibt. Die Damen an den Kuchentheken nahmen sicherlich viel von ihrer Backkunst wieder mit nach Hause.

Einer, der schon seit vielen Jahren mit dem Rad unterwegs ist, ist Manfred Ruth. „Ich fahre immer ein Stück weit mit, um auch die Veranstaltung und die teilnehmenden Vereine ein Stück weit zu unterstützen. An so wenige Teilnehmer wie heute kann ich mich nicht erinnern. Trotzdem ist es schön, die Strecke mit dem Fahrrad zu erkunden“.

Traurer über Beteiligung

Für Armin Krammig der schon seit mehr als 15 Jahren mit dem Ballsportverein Langenselbold mit einer Rast,- und Snackstation dabei ist, war es traurig zu sehen, wie Wenige heute hier vorbei kamen. „Zwischen 11 und 14 Uhr werden es kaum mehr als 200 Menschen gewesen sein, die hier entlang fuhren“. Natürlich macht er in erster Linie das Wetter dafür verantwortlich: „Letztes Jahr zu heiß, heute zu nass, obwohl die Temperaturen zum Radeln recht angenehm sind.“

Aber da mache man wohl keinen Familienausflug meint Krammig. Es sei vielleicht aber auch eine Frage der Übersättigung: „Vielleicht sollte man die Veranstaltung nur alle zwei drei Jahre machen, damit die Menschen wieder Lust darauf bekommen“.

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