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Nach Landratswahl: Viele Fragezeichen bei der CDU

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Bei der CDU Main-Kinzig bleiben viele Fragezeichen. Montage: HA
Bei der CDU Main-Kinzig bleiben viele Fragezeichen. Montage: HA

Main-Kinzig-Kreis. Nach dem schlechten Abschneiden bei der Landratswahl ist es um die CDU Main-Kinzig ruhig geworden. Eine Aufarbeitung des schlechten Wahlergebnisses hat bisher nicht stattgefunden. Stattdessen bleiben viele Fragezeichen.

Von Yvonne Backhaus-Arnold

Die Landratswahl liegt nun schon fast einen Monat zurück. Am 5. März wurde Thorsten Stolz (SPD) im ersten Wahlgang mit 57,9 Prozent der Stimmen zum neuen Landrat gewählt, CDU-Kandidatin Srita Heide holte lediglich 21,2 Prozent.

Eine Aufarbeitung des schlechten Wahlergebnisses hat bisher nicht stattgefunden. Im Gegenteil: Es ist – zumindest nach außen hin – scheinbar ruhig geworden um die Christdemokraten im Kreis. Von der Basis hört man da andere Töne. Der Gemeindeverband Ronneburg beispielsweise hat sich direkt nach der Wahl kritisch geäußert und den Antrag auf eine erweiterte Kreisvorstandssitzung gestellt.Wir wollten vom Parteivorsitzenden Johannes Heger wissen, wohin die Reise gehen soll für die CDU Main-Kinzig. Am Montag haben wir diese Fragen an die Kreisgeschäftsstelle geschickt . . .

Beantwortet wurden die Fragen nicht, per E-Mail gab es folgende, man könnte sagen inhaltsleere Antwort vom Kreisvorsitzenden Heger und seinem Stellvertreter Dieter Hog, die wir hier im Wortlaut abbilden:„Zu den von Ihnen übermittelten Fragen möchten wir wie folgt Stellung nehmen: Die Landrats-Direktwahl am 5. März hat leider nicht das von uns angestrebte Ergebnis erbracht. Unser Dank und unsere Hochachtung gelten Srita Heide und ihrem großartigen unermüdlichen Einsatz im Wahlkampf. Wir freuen uns über ihre Bereitschaft und unterstützen sie ausdrücklich darin, sich weiterhin an verantwortlicher Stelle innerhalb der CDU im Main-Kinzig-Kreis zu engagieren.Dies hat der zuständige CDU-Kreisvorstand in einer ersten vorläufigen Analyse des Wahlergebnisses am 7. März zum Ausdruck gebracht und in seiner Sitzung einen konkreten Fahrplan zur weiteren Vorgehensweise beschlossen.Am Wochenende wird der Kreisvorstand im Rahmen einer Klausurtagung die Ergebnisanalyse vertiefen und Schlussfolgerungen für die politische Arbeit auf Kreisverbandsebene beraten. Diese Beratung wird dann nach Ostern unter Einbeziehung der Stadt- und Gemeindeverbände nochmals intensiviert und mit konkreten Beschlüssen zum Abschluss gebracht.Hierüber wurden die Mitglieder unseres Kreisverbandes bereits weitgehend informiert und sie können zu Recht von den Verantwortungsträgern unserer Kreispartei erwarten, dass nicht die persönliche Profilierung Einzelner, sondern das gemeinsame Streben nach politischem Erfolg im Mittelpunkt unserer Arbeit zu stehen hat.Der Respekt vor den Mitgliedern der zuständigen Gremien gebietet es, zunächst deren Beratung abzuwarten, bevor man mit detaillierten Erklärungen an die Öffentlichkeit geht. In jedem Fall hat der CDU-Kreisvorstand einmütig beschlossen, die bevorstehenden Herausforderungen verantwortungsbewusst und geschlossen anzugehen.Über Personalfragen im Zusammenhang mit eventuellen Koalitionsverhandlungen werden wir uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht äußern, da es derzeit keine diesbezüglichen Gespräche oder auch Gesprächsangebote gibt. Zudem wird es Gegenstand der oben genannten Beratungen sein, ob und unter welchen Bedingungen die CDU Main-Kinzig in dieser Wahlperiode für Koalitionsbildungen zur Verfügung stehen wird.Wir sehen den kommenden Monaten gelassen entgegen und werden unsere Arbeit unter welchen politischen Konstellationen auch immer wie bisher stets in den Dienst für die Bürgerinnen und Bürger im Main-Kinzig-Kreis stellen.“

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