Die grundhafte Erneuerung der K 246 zwischen dem Nidderauer Stadtteil Heldenbergen und der Stadt Karben (Wetteraukreis) ist mit einem Volumen von rund 5,8 Millionen Euro eine der größten Baustellen, die Hessen Mobil derzeit im Bereich der Kreisstraßen durchführt. Im Juni diesen Jahres soll die Straße wieder frei gegeben werden. Archivfoto: Seifert

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20 Millionen für Straßenbau im Main-Kinzig-Kreis

Main-Kinzig-Kreis. In einer Pressekonferenz hat die obere Landesbehörde Hessen Mobil über aktuelle und anstehende Straßenbaumaßnahmen informiert. Im Main-Kinzig-Kreis werden Bund und Land rund 20 Millionen Euro investieren. Die Projekte sollen dabei zu mehr Verkehrssicherheit und mitunter auch einer Verkehrsentlastung beitragen.

Von Sebastian Zeh

Der gesamte Bauhaushalt für das Land Hessen beläuft sich auf 786,8 Millionen Euro. Ein Großteil der Kosten – 495,8 Millionen Euro – wird vom Bund getragen. Das Land investiert 110 Millionen, die Landkreise zusätzlich 50 Millionen Euro. Die Maßnahmen für die Bundes- und Landesstraßen stehen bereits fest und beinhalten 40 kleinere Fahrbahnerneuerungen, bei denen auf 100 bis 200 Metern die Griffigkeit des Asphalts aufgebessert wird.Die Projekte auf den Kreisstraßen befinden sich derzeit noch in der Planungsphase. „Definitive Maßnahmen und Termine können wir heute allerdings noch nicht nennen“, so der regionale Bevollmächtigte Ulrich Hansel. Die wichtigsten Projekte der Region im Überblick:

NidderauEine der umfangreichsten und kostspieligsten Maßnahmen läuft bereits seit vergangenem Jahr. Die Kreisstraße 246, die Nidderau-Heldenbergen mit der Stadt Karben verbindet, wird erneuert. Die Kosten belaufen sich dabei auf 5,8 Millionen Euro, von denen der Main-Kinzig-Kreis 2,8 Millionen trägt. Auch der Wetter‧aukreis, zu dem die Stadt Karben zählt, ist finanziell am Projekt beteiligt. Im Winter gab es während der Maßnahme keine Unterbrechung, weswegen die Straße wie geplant im Sommer freigegeben werden soll. Weiterhin soll der Fahrbahnbelag zwischen den Stadtteilen Eichen und Ostheim erneuert werden – für rund 640 000 Euro.

LimesbrückeDie Übergangskonstruktionen auf der Brücke zwischen den Hanauer Stadtteilen Großauheim und Klein-Auheim sind marode. Damit besteht derzeit dringender Handlungsbedarf. Unklar ist dabei jedoch, ob eine Teilreparatur ausreicht oder aber die Verbindungsstücke gänzlich ausgetauscht werden müssen. Hier werde vor allem wirtschaftlich gedacht: „Eine Teilsanierung kann natürlich auch bedeuten, dass man hier immer und immer wieder arbeiten muss“, so Hessen-Mobil-Baudezernent Helmut Klein. Zudem ergäben sich durch Schweißnähte immer auch Schwachstellen im Material. „Sollte es so sein, dass die gesamte Konstruktion ausgetauscht werden muss, werden wir nicht um eine Vollsperrung herumkommen.“

Hanau/MaintalDie Landesstraße zwischen Kesselstadt und Maintal-Dörnigheim soll instand gesetzt werden. Dafür haben die Städte Hanau und Maintal eine freiwillige Baulast übernommen. Die Maßnahme soll nach Beendigung der Planungen zwischen 2018 und 2019 erfolgen.

Im Stadtteil Großauheim soll zudem die Brücke an der Depotstraße, die über Bahngleise führt, saniert werden. „Dabei erfolgen umfangreiche Baumaßnahmen. Es werden Kappen, Geländer, Berührungsschutz, Abdichtung, Belag sowie Straßenanschlussbereiche erneuert“, informierte Klein. Dafür soll zwischen April 2018 und Oktober 2019 wiederholt ein Fahrstreifen gesperrt werden. Die Arbeiten könnten ausschließlich während der Fahrpausen der Deutschen Bahn erfolgen.

HammersbachDie Brücke an der L 3009, die über den Krebsbach führt, wird zwischen Juni und August erneuert und dabei voll gesperrt. „Dabei wird das Geländer ersetzt und das Abdichtungssystem erneuert“, erklärte der Baudezernent. Damit soll die Brücke wieder für 30 bis 40 Jahre haltbar gemacht werden.

GelnhausenDie Fahrbahn des Knotenpunkts am Coleman-Center soll grundhaft erneuert werden. Tiefe Spurrillen und ein zunehmend schlechterer Grip bedingten den Handlungsbedarf. „Der Gefährdung durch die geringe Griffigkeit der Fahrbahn haben wir uns im Winter bereits angenommen“, so Klein. Fräsungen an der Fahrbahn hätten Abhilfe geschaffen. Die Folgemaßnahmen dauerten von Juli bis August.

A 66Gleich zwei Maßnahmen sind auf der Autobahn 66 geplant. Zum einen wird es zwischen Juni und November eine grundhafte Erneuerung zwischen der Anschlussstelle Bad Orb und Gelnhausen Ost geben. „Die Gegenfahrtrichtung wird dann im Jahr 2019 saniert“, informierte Klein. Außerdem werde auf der Kinzigtalbrücke bei Ahl zwischen Juli 2018 und November 2019 der Überwurfschutz – ein erhöhter Wall am Fahrbahnrand – erneuert.

B 276Die vielbefahrene Straße wird zwischen Mai und Oktober an verschiedenen Punkten zeitweise voll gesperrt sein. Grund dafür sind Fahrbahnerneuerungsmaßnahmen, die unter anderem zwischen der Anschlussstelle Bad Orb und Wächtersbach sowie zwischen Birstein-Fischborn und -Lichenroth notwendig seien. „Die Maßnahme ist so geplant, dass der Pendlerverkehr nicht zu stark belastet wird“, kommentierte Klein.Planung für 2019Abschließend gaben die anwesenden Vertreter von Kreis und Hessen Mobil noch einen Ausblick auf das Jahr 2019. Geplant sind dabei unter anderem Straßenerneuerungsmaßnahmen in Wachenbuchen und Hohe Tanne, Butterstadt und Nidderau-Eichen. Weiterhin soll es einen Straßenausbau zwischen der Landesstraße 3445 und Ronneburg-Hüttengesäß geben. Die Ausführungszeiträume hierfür stünden noch nicht fest, Verbindlichkeiten für die Maßnahmen gebe es jedoch bereits.

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