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Die Verunsicherung der Pädagogen sei vor der Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts groß gewesen. Nun teilen Kreisspitze und die Gewerkschaft GEW mit, dass es an den Schulen im Kreisgebiet „überhaupt keine Probleme gegeben habe“.

Maßnahmen haben geholfen

Mit Schulstart zufrieden: Kreis und GEW sehen schrittweise Wiederöffnung als geglückt an

Mag es im Vorfeld bei etlichen Schülern, Eltern und Lehrern Verunsicherungen vor dem schrittweisen Schulstart nach den Corona-Schließungen gegeben haben, ziehen die Spitze des Main-Kinzig-Kreises und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in einer Mitteilung ein positives Zwischenfazit.

Landrat Thorsten Stolz, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (beide SPD) und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann (CDU) haben sich vor wenigen Tagen mit Vorstandsmitgliedern der GEW getroffen und die Wiederaufnahme des Schulbetriebs im Main-Kinzig-Kreis reflektiert.

Sie kamen gemeinsam zu einem positiven Fazit der ersten Wochen „in einer auch für Lehrerinnen und Lehrer herausfordernden Zeit“, wie Günther Fecht (Vorsitzender GEW Kreisverband Schlüchtern) und Mario Wagner (Kreisverband GEW Gelnhausen) anschließend betonten.

Große Verunsicherung bei den Lehrern

Die Verunsicherung unter den Pädagogen sei sehr groß gewesen in den Tagen vor und nach der Fortsetzung des Präsenzunterrichts, berichtete die GEW. In dieser Zeit hatte die Gewerkschaft deutlich gemacht, dass sie auch die Schulträger in der Pflicht sieht, alles Notwendige zu unternehmen, um Erwachsene und Kinder zu schützen.

„Dieser Pflicht ist der Main-Kinzig-Kreis ausgesprochen gut und frühzeitig zum Schulstart nachgekommen“, erklärten Wagner und Fecht. „Es hat an den allermeisten Schulen im Kreisgebiet überhaupt keine Probleme gegeben. Wo es Rückfragen im Lehrerkollegium gegeben hat, hat ein kurzer Anruf für die Antwort schon gereicht. Das hat gut funktioniert.“

Kreis mit Maßnahmen zufrieden

Stolz, Simmler und Ottmann erinnerten an die Maßnahmen, die der Kreis in seinem Verantwortungsbereich getroffen habe. „Wo wir es beeinflussen konnten, haben wir die nötigen Vorkehrungen getroffen, Schutzmaterial in größeren Mengen verteilt und deponiert, die Reinigungsintervalle erhöht und Informationskampagnen ins Rollen gebracht“, sagte Landrat Stolz.

„Wir können nach den bislang durchweg positiven Rückmeldungen, die wir vor Ort in den Schulen erhalten haben, zufrieden sein. Aber selbst große Vorsicht und kontinuierliche Rücksicht werden das Restrisiko nicht beseitigen, dass es einen Covid-Fall an einer Schule geben kann.“

Waschbecken im Zuge der Digitalisierung abgebaut

Über die Einrichtung von Waschbecken in Klassenzimmern gab Schuldezernent Ottmann Auskunft. Diese seien für die Nutzung klassischer Tafeln wichtig gewesen. Durch die Digitalisierung von immer mehr Schulen im Kreisgebiet werde individuell geprüft, Waschbecken im Zuge von Sanierungs- und Umbauarbeiten zurückzubauen und an zentraler Stelle entsprechende Wasserentnahmestellen zu installieren.

„Das ist bis in dieses Frühjahr hinein nie ein Kritikpunkt gewesen und wird weiter auch unsere Linie sein. Natürlich schauen wir sehr genau hin, ob grundsätzlich ausreichend viele Waschbecken für die Handhygiene zur Verfügung stehen“, sagte Ottmann. Gesundheitsdezernentin Simmler verwies dabei auf die Einschätzung der Fachleute, dass die Wassertemperatur bei der Handhygiene nicht entscheidend sei.

Flyer weisen auf Hygieneregeln hin

„Wir haben mit Plakaten, Flyern, im Internet und immer wieder im persönlichen Gespräch auf die Hygieneregeln und das richtige Händewaschen aufmerksam gemacht. Es ist eine Sache der Übung und der Wiederholung, und es ist gut, dass Eltern und Lehrerschaft dieses Thema in diesen Tagen bei den Kindern und Jugendlichen in den Fokus rücken“, so Simmler.

Die Kreisspitze und die GEW vereinbarten, miteinander im Gespräch zu bleiben. Im direkten Austausch ließen sich Missverständnisse leichter ausräumen und offene Fragen aus der Lehrerschaft schneller beantworten. das

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