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In der Region gibt es zahlreiche Hilfsdienste, die während der Corona-Krise zum Beispiel Einkäufe für Menschen der sogenannten Risikogruppe erledigen.

Hilfe bei Einkäufen und Erledigungen

Corona-Krise: Zahlreiche Hilfsdienste formieren sich in der Region

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  • Christian Dauber
  • Holger Weber-Stoppacher
  • Mirjam Fritzsche
  • Lars Erik Gerth
  • Monica Bielesch

In der Region formieren sich zahlreiche Hilfsdienste für Einkäufe und Erledigungen Region – Folgende Stellen im westlichen Main-Kinzig-Kreis bieten – nach unserem aktuellen Kenntnisstand (die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit) – Hilfe für Betroffene an:

in Hanau:

DieStadt Hanau hat einen Lieferdienst für Menschen in Not eingerichetet. Alle Infos dazu gibt es hier.

Bei der Nachbarschaftshilfe Steinheim werden die Hilfeleistungen im bisherigen Umfang weitergeführt: „Wir machen nach wie vor alles wie gehabt“, erklärte eine Mitarbeiterin. An eine Ausweitung des Angebots könne nicht gedacht werden. Alle Helfer seien schließlich 70 Jahre und älter.

Großauheim: Hilfen für Menschen, die wegen Quarantäne oder gesundheitlicher Einschränkungen im Zuge der Corona-Krise das Haus nicht verlassen können, will dieInitiative Aktiv in Auheim (AiA) organisieren. Wie der Vorsitzende Günter Rost erklärte, gibt es bei AiA wegen derRisikogruppe der Älteren angehörenden Ehrenamtlern keinen Publikumsverkehr mehr. Das Telefon unter 0 61 81/57 56 99 sei dienstags von 10 bis 12 und freitags von 15 bis 17 Uhr besetzt. Man suche Freiwillige, die Einkaufs- oder Apothekengänge erledigen wollen.

Steinheim und Klein-Auheim: Wer Betroffener einer Corona-Risikogruppe ist, wer unter Quarantäne keine Einkäufe tätigen kann oder wer andere Unterstützung in Zeiten von Corona benötigt, kann sich an das Büro des Steinheimer Familien- und Generationenzentrum wenden. Dieses ist entweder per Telefon 0 61 81/6 16 10 oder per E-Mail an info@evang-steinheim.de erreichbar.

Ebenso stehen Pfarrerin Heike Zick-Kuchinke (Telefon 0 61 81/ 66 17 60, E-Mail zick-Kuchinke@t-online.de) und Pfarrer Lukasz Szafera (0 61 81/3 02 67 97, E-Mail pfarrer.szafera@stein-auheim.de) sowie Pfarrerin Ann-Sophie Huppers (0 61 81/6 97 15, E-Mail ann-sophie.huppers@ekhn.de) zur Verfügung. Wer selbst mithelfen wolle, könne sich ebenso im Büro des Steinheimer Familien- und Generationenzentrum oder bei der Pfarrerschaft melden. Das Angebot sei für Steinheim und Klein-Auheim verfügbar.

in Bruchköbel:

In Bruchköbel arbeiten hier die Jugendorganisationen der Parteien im Kreis sowie ein Bündnis aus der Bürgerhilfe Bruchköbel, der evangelischenJakobuskirche und der katholischen Pfarrgemeinde Erlöser der Welt zusammen. Für das Bündnis übernimmt die Bürgerhilfe Bruchköbel die Koordination. Hilfesuchende und künftige Helfer beziehungsweise Interessierte können sich im Büro der Bürgerhilfe zu den Bürozeiten (Tel. 0 61 81/ 9 39 80 93 – Montag, Mittwoch, Freitag von 10 bis 12 Uhr und am Donnerstag von 16 bis 18 melden).

Wenn Interesse besteht als Helfer aktiv zu werden, sei auch ein Anruf beim Vorsitzenden der Bürgerhilfe Bruchköbel Joachim Rechholz (0 61 81/75 15 5) jederzeit möglich. Unterstützung haben der Marketing- und Gewerbeverein sowie die Bruchköbeler Einzelhändler REWE und tegut zugesagt. Die ersten Aufträge seien bereits erledigt worden. 

in Langenselbold:

DieBürgerhilfe hat einen Notdienst eingerichtet, um Langenselbolder zu unterstützen, die das Haus nicht verlassen können oder dürfen – sei es aus Krankheitsgründen, altersbedingt oder als Schutzmaßnahme beziehungsweise Quarantäne. Laut Bürgerhilfe ist dieseHilfsleistung kostenlos und nicht an eine Mitgliedschaft in dem Verein gebunden.

Auch die Seniorenberatung möchte die Bürger unterstützen. Es gibt bereits Gruppen von Selboldern, die sich bereit erklärt haben, Einkäufe zu übernehmen oder andere Besorgungen zu machen. Die Seniorenberatung vermittelt und unterstützt soweit möglich. Corinne Stuttmann ist telefonisch unter der Rufnummer 0 61 84/8 02 36 erreichbar.

Die Stadt hat eineCorona-Hotline eingerichtet. Ab Freitag (20. März) können sich die Bürger mit ihrem Anliegen unter Telefon 0 61 84/80 27 77 an die Stadtverwaltung wenden. Besetzt ist es montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 14 Uhr.

Bürgerhilfe erledigt Einkäufe - Hundeschule bietet Gassigehen an

Zum Procedere heißt es auf www.buergerhilfe-langenselbold.de: „Wir erledigen gerne Ihre ‧Einkäufe und bringen sie bis an Ihre Haustür. Für diesen Service haben wir eine Hotline mit der Telefonnummer. 01 57/58 74 42 84 eingerichtet. Sie nennen uns auf dem eingeschalteten Anrufbeantworter Name, Adresse und Ihre Rufnummer. Der Anrufbeantworter wird von Montag bis Freitag zwischen 10 und 13 Uhr abgehört. Anschließend wird sich ein Mitarbeiter der Bürgerhilfe telefonisch mit Ihnen in Verbindung setzen.“

Die Hundeschule Hunderosa bietet bezüglichGassigehen unter Telefon 0 61 84/ 93 67 76 ein Angebot.

in Niederdorfelden:

Bei der Nachbarschaftshilfe Niederdorfelden kann das Besorgen von Einkäufen angefordert werden. Die Übergabe erfolge dann vor der Wohnungstür. So lange Helfer zur Verfügung stünden, würde die Unterstützung gegen eine Gebühr von 2,50 Euro je Einkauf übernommen. Telefonische Anfragen zu Hilfeleistungen unter Telefon 0 61 01/9 85 20 15.

in Maintal:

Wer Hilfe in Bischofsheim benötigt, kann sich unter anderem an die Evangelische Kirchengemeinde Bischofsheim wenden: Pfarrer Jens Heller, Telefon 0 61 09/6 99 72 28, Pfarrerin Kirsten Schulmeyer, Telefon 0 61 09/69 89 20, Gemeindebüro, 0 61 09/6 44 91. 

EinenEinkaufsservice bietet die Katholische Kirchengemeinde St. Theresia Bischofsheim über das Pfarrbüro unter Telefon 0 61 09/6 11 88 an. Ein weiterer Ansprechpartner ist der Arbeitskreis Asyl mit Christine Mayer-Simon, Telefon 01 62/4 13 34 95, E-Mail: asyl-maintal@t-online.de. 

Privatpersonen können sich an Einkaufsservice beteiligen

Bei der Stadt Maintal ist der Ansprechpartner der Fachdienst Soziale Dienste mit Renate Gundert-Buch, Telefon 0 61 81/40 03 67, Kathleen Wendler, Telefon 0 61 81/ 40 04 52. Hilfesuchende können sich außerdem an die Freiwilligenagentur Maintal Aktiv wenden: Katharina Kächelein, 0 61 81/40 04 32 und Dominik Hilfenhaus, 0 61 81/40 04 71.

Das Stadtteilzentrum Bischofsheim ist unter Telefon 0 61 09/69 82 80 dienstags von 9 bis 11, mittwochs von 9 bis 11 und donnerstags von 15 bis 18 Uhr erreichbar. Weitere Vereine, Organisation oder Privatpersonen, die sich an dem Einkaufsservice beteiligen möchten, können sich bei Dominik Hilfenhaus von Maintal Aktiv unter Telefon 0 61 81/40 04 71 wenden. 

Das Restaurant Calimero an der Jägerstraße 3, das auch einen Bringdienst betreibt, und die Fußballer des1. FC Hochstadt wollen in ihrer Ortschaft gemeinsam einen ehrenamtlichen Lierferservice für Menschen anbieten, die der Risikogruppe angehören. Risiko-Patienten können sich unter der Telefonnummer 01 77/7 98 78 58 melden. Dieser Service beschränke sich jedoch nur auf Hochstadt.

Die Hochstädter Kirchengemeinde übernimmt Einkäufe, Apothekengänge und anderes für Menschen, die derzeit das Haus nicht verlassen können. „Sie teilen Ihre Einkaufswünsche für Lebensmittel und Medikamente mit. Unser Kirchenvorsteher Philipp Hees bringt Ihnen die bestellte Ware und stellt sie vor Ihre Eingangstür. Die Kirchengemeinde lässt Ihnen am Monatsende die Gesamtrechnung mit den Kassenbons zukommen“, erklärt Pfarrer Uwe Rau die Vorgehensweise. Kontakt unter 01 63/3 09 82 78.

in Neuberg:

Für Risikogruppen wie chronisch Kranke und ältere Menschen bietet dieLandfrauengruppe Rüdigheim einen Einkaufsdienst an. Wer betroffen ist, kann sich bei folgenden Ansprechpartnerinnen melden: Saksia Kemer, Telefon 0176/41 05 51 44, Gudrun Flössel, 0170/2 00 58 20, Andrea Hüller, 0177/3 55 15 03.

in Nidderau:

Eine Hilfsgruppe hat sich auf Facebook gegründet: hier geht's lang.

Um in Zeiten der Corona-Krise potenziellen Betrügern von vorneherein den Wind aus den Segeln zu nehmen, hat die Stadt ab sofort einenkostenlosen Einkaufsservice eingerichtet. „15 Erzieherinnen und Erzieher der zurzeit geschlossenen städtischen Kindertagesstätten haben sich freiwillig zu dieser Hilfsaktion bereit erklärt, um von Montag bis Freitag diesen Service einrichten zu können“, freuen sich Bürgermeister Gerhard Schultheiß (SPD) und Erster Stadtrat Rainer Vogel (Grüne). Die Einkaufshelfer werden mit einem Namensschild und einem Ausweis ausgestattet, damit sich die Hilfesuchenden sicher sein können,nicht Betrügern zum Opfer zu fallen. Unter der Telefonnummer 0 61 87/ 29 92 53 können hilfebedürftige Bürger von Montag bis Freitag in der Zeit von 8 bis 16 Uhr ihre Einkaufswünsche mitteilen. Die Helfer erledigen dann die Einkäufe und liefern die bestellten Waren an der Wohnungs- oder Haustür ab. Eine weitere Möglichkeit, Bestellungen aufzugeben, besteht per E-Mail an info@nidderau. de, allerdings muss dort eine Telefonnummer für einen Kontrollrückruf angegeben werden. Weitere Helfer sind willkommen und können sich an die Hotline wenden.

Die Essensbank Nidderau der evangelischen Brückengemeinde in Heldenbergen hat die Ausgabe von Lebensmitteln geschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus' weiter einzudämmen. Dennoch werde man weiterhin die Kunden unterstützen, indem sie monatlich mit Einkaufsgutscheinen versorgt werden. Dazu werden sie von der Essensbank direkt kontaktiert. Pfarrer Markus Heider steht auch telefonisch für Rückfragen der Menschen zur Verfügung: 0 61 87/2 29 68.

in Rodenbach:

In Sachen Nachbarschaftshilfe ruft Bürgermeister Klaus Schejna zur gegenseitigen Unterstützung auf.  Um sich über die in Rodenbach vorhandenen Nachbarschaftshilfen zu informieren, hat die Gemeinde eine Plattform im Seniorenbüro eingerichtet. Nachfragen und Angebote können dort unter den Nummern 061 84/5 99 22 (Peter Rudolph) und 5 99 36 (Christine Fleiner) sowie per E-Mail an die Adressen christine.fleiner@ rodenbach.de und peter. rudolph@rodenbach.de gerichtet werden.

Der Stamm Barbaraossa derPfadfinder Rodenbach bietet jenen Bürgern, die zur Corona-Risikogruppe zählen, Nachbarschaftshilfe in Form von Einkäufen, Apothekengängen oder Gassigehen an. Die Aktion läuft bis 31. März. Wer sie in Anspruch nehmen möchte, melde sich unter Telefon 0 15 25/4 03 01 41.

In der Facebook-Gruppe „Rodenbacher – Mehr kann ein Mensch nicht werden ;-)“ ist eine Aktion „Rodenbacher für Rodenbacher“ angelaufen, in der sich Helfer eintragen können, die für jene Einkäufe uns sonstiges übernehmen können, die zur Risikogruppe gehören oder bereits unter Quarantäne stehen.

in Schöneck:

Wie Pfarrer Steffen Merle auf Nachfrage mitteilt, sind Aktionen in der evangelischen Kirchengemeinde in Planung. Das Sozialforum Schöneck sei dabei, verschiedene Hilfsangebote auf die Beine zu stellen. Nähere Informationen sollen folgen.

Die Seniorenberatung der Gemeinde informiert, dass das Sozialforum Schöneck wegen der Corona-Krise ein Hilfsnetzwerk für Ältere, Menschen mit einer Risiko-Vorerkrankung sowie Mitbürger organisiert, die alleine sind und Hilfe benötigen. Es werden Einkäufe, Apothekengänge, Fahrdienste und weitere Hilfen angeboten. Wer Hilfe braucht, kann sich an folgende Stellen wenden: Evangelisches Pfarramt Kilianstädten-Oberdorfelden II: 0 61 87/ 74 56; Evangelisches Pfarramt Büdesheim: 0 61 87/54 36 oder mobil ‭01 76/47 31 63 75; Evangelisches Pfarramt Kilianstädten-Oberdorfelden I: 0 61 87/50 94. Das Helfernetzwerk wird über eine WhatsApp-Gruppe organisiert. Wer helfen möchte, kann sich ebenfalls telefonisch über die Pfarrämter, per Mail an johanna.ruppert@ ekkw.de, kaarlo.friedrich@ ekhn.de, steffen.merle@ekkw. de oder über Plattform sozialforum-schoeneck.de anmelden. Für die Mobilität der Helfer könnenDienstfahrzeuge der Gemeinde Schöneck zur Verfügung gestellt werden.

in Ronneburg: 

Auch in Ronneburg gibt es nun eine Hilfsaktion. Sie trägt den Namen „Ronneburger Engel“ und ist eine Initiative der Evangelischen Kirchengemeinde Hüttengesäß. Zur Angebotspalette gehören unter anderem das Übernehmen von Einkäufen für jene, die das nicht alleine schaffen, von Besorgungen oder Lieferungen für die, die nicht mehr mobil sind. Auch wird das Gassigehen übernommen, wenn die Hundebesitzer dies nicht mehr selbst übernehmen können. Wer Hilfe benötigt, kann sich über die täglich von 16 bis 18 Uhr geschaltete Hotline 0 61 84/ 26 08 oder per E-Mail an engel @kirche-in-ronneburg.de an die Ronneburger Engel wenden.

Die Stadt hat eine Corona-Hotline eingerichtet. Diese ist montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 14 Uhr unter 06184/59942 erreichbar. 

im Main-Kinzig-Kreis:

Im Kreis haben sich parteienübergreifend Jugendorganisationen zusammengeschlossen, um zu helfen. Hier geht es zum Artikel.

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