Bald kein Provisorium mehr: Der Landeplatz für Rettungshubschrauber auf dem ehemaligen Exerzierplatz in Gelnhausen soll voll funktionstüchtig werden und auch nachts einsatzbereit sein. Foto: Ziegert

Main-Kinzig-Kliniken: Neuer Hubschrauberlandeplatz bald fertig

Gelnhausen. Der neue Hubschrauberlandeplatz soll in Kürze voll funktionsfähig sein. Im August vergangenen Jahres war mit der Befestigung des Bereiches auf dem ehemaligen Exerzierplatz begonnen worden, auf dem die Rettungshubschrauber zuvor bereits provisorisch gelandet waren.

Von Andreas Ziegert

Damit war es allerdings nicht getan, denn bislang fehlte die technische Ausstattung, um auch im Ernstfall Landungen bei Dunkelheit zu ermöglichen. Doch jetzt kündigen die Main-Kinzig-Kliniken eine Abhilfe für die nächsten Wochen an.

Seit der Inbetriebnahme des befestigten Landeplatzes im November musste nämlich immer die freiwillige Feuerwehr ausrücken, um die Ausleuchtung zu gewährleisten – und damit die sicheren Starts und Landungen der fliegenden Retter.

Das sorgte für zusätzliche Belastungen der ehrenamtlichen Einsatzkräfte, denn weitere Dienststunden fielen an. Das Problem: Zwar ist eine Beleuchtung vorhanden, allerdings kann bislang von der Leitstelle nicht überprüft werden, ob das Licht auch tatsächlich brennt und somit eine Hubschrauberlandung gefahrlos möglich ist.

Künftig soll jetzt eine Kamera ein Livebild an die Einsatzzentrale senden, die dafür notwendige schnelle Datenleitung zum Landeplatz wurde bereits beantragt. Betreiber des Landeplatzes (korrekte Bezeichnung: Landestelle von öffentlichem Interesse) sind die Main-Kinzig-Kliniken. Wie deren stellvertretender Geschäftsführer Ralph Ries erklärte, ist eine fest installierte Beleuchtung eigentlich nicht vorgeschrieben.

Dennoch sei für den seltenen Fall der Landung in der Dämmerung beziehungsweise Nachtzeiten eine Beleuchtung vorgesehen, um die Feuerwehr zu entlasten. „Derzeit erfolgen zirka 60 bis 65 Hubschraubertransporte pro Jahr. Aufgrund der Ausstattung und Besetzung der im Einsatz befindlichen Hubschrauber findet der Großteil dieser Einsätze tagsüber statt.“

„Drei der Gelnhausen anfliegenden vier Hubschrauber sind generell nur bei Tageslicht im Einsatz“, so Ries. Lediglich ein Hubschrauber ist auch für den Nachtflug ausgestattet und verfügt über die entsprechende Genehmigung der Flugsicherung. Dieser war bisher im Modellversuch im Einsatz und ging anschließend in den Regelbetrieb.

„Bei Landungen in Gelnhausen erfolgt derzeit in Abstimmung mit der Leitstelle eine Beleuchtung durch die Feuerwehr – dies waren im Jahr fünf Einsätze“, so Ries weiter.

Die Voraussetzungen für die Beleuchtung seien bereits geschaffen worden. In einem nächsten Schritt solle nun die direkte Verbindung zur Leitstelle erfolgen. Ries: „Gemeinsam mit der Stadt Gelnhausen werden momentan die entsprechenden Vorkehrungen getroffen. Sobald die Maßnahmen technisch umgesetzt sind, ist eine Beleuchtung durch die Feuerwehr nicht mehr notwendig, da dann die Leitstelle bei Bedarf die installierte Platzbeleuchtung ein- und ausschalten kann.“

Die städtischen Gremien in Gelnhausen hatten beschlossen, die Nutzung des Platzes als Hubschrauberlandemöglichkeit langfristig sicherzustellen, und dies entsprechend in den Bebauungs- und Nutzungsplänen festgehalten. Zu den Kosten machte Ries keine Angaben.

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