Eichhörnchen-Landrat bietet Gesprächsstoff. Screenshot: HA

Main-Kinzig-Kreis

Landrat gerät nach Faschings-Post in die Kritik

Gelnhausen. Für viel Gesprächsstoff hat am Wochenende der Facebook-Post von Landrat Thorsten Stolz gesorgt: Er lud auf seinem privaten Account ein Bild von sich und seiner Frau hoch, die als Eichhörnchen verkleidet mit ihren Kindern auf dem Weg zum Karnevalsumzug in Gelnhausen waren.

Er wünschte damit allen ein „fröhliches und vor allem friedliches Faschingswochenende“. In über 200 Kommentaren (Stand Montagnachmittag) erntete er dafür viel Verständnis und Zuspruch, aber auch Kritik. Diskutiert wurde vor allem, ob der Landrat des Main-Kinzig-Kreises wenige Tage nach dem rassistischen Terroranschlag in Hanau, bei dem zehn Menschen ums Leben gekommen sind, in den sozialen Medien Bilder offen posten dürfe, auf denen er Karneval feiert.

Stolz rechtfertigte sich dazu ebenfalls in einem Kommentar unter dem Post, in dem er betonte, als Privatmann um seiner Kinder willen am Umzug teilgenommen zu haben. Die Söhne müssten durch sein Amt ohnehin genug zurückstecken und da er auf dem Karnevalsumzug in seiner Heimatstadt ohnehin auffalle, habe er transparent machen wollen, dass er daran teilnimmt.

Zu den Anschlägen in Hanau habe er sich klar positioniert, an der Mahnwache teilgenommen und im Kreistag eine Gedenkstunde mit der gesamten Hanauer Stadtspitze durchgeführt. „Worauf es jetzt ankommt, ist klare Kante gegen den zunehmenden Rechtsextremismus im Land zu zeigen, die Gesellschaft zusammenzuführen, Menschen zusammenzuführen, anstatt zu spalten“, hieß es in dem Kommentar des Landrats.jj

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