Coronavirus - Hanau
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Hanauer Alleingang: Nur in der Brüder-Grimm-Stadt ist das tragen einer Maske Pflicht. In allen anderen Kommunen nicht.

Nur in Hanau sind Masken Pflicht

Bürgermeister im Kreis wollen keine Maskenpflicht - IHK fordert einheitliches Vorgehen

  • Holger Weber-Stoppacher
    vonHolger Weber-Stoppacher
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Im Gegensatz zur Stadt Hanau haben sich Bürgermeister der weiteren 28 Kommunen im Kreis sowie Landrat Thorsten Stolz in einer Telefonkonferenz darauf verständigt, dass man zunächst von einer Maskenpflicht im öffentlichen Raum absehen möchte.

„Wir wollen für unseren Landkreis in Sachen Maskenpflicht keine Insellösung schaffen, sondern uns daran halten, was die Bundeskanzlerin und der Vizekanzler mit allen 16 Regierungschefs in den Bundesländern vereinbart haben“, erklärte Landrat Stolz per Pressemitteilung auch stellvertretend für die Bürgermeister.

Dringende Empfehlung, aber keine Pflicht

Es sei ausdrücklich zu begrüßen, dass der Bund und die 16 Bundesländer ein einheitliches Vorgehen abgestimmt hätten. Das sei gerade jetzt sehr wichtig, um den Menschen Klarheit und Sicherheit zu geben. „Und hier ist die einheitliche Linie klar: eine dringende Empfehlung, aber eben keine Pflicht“, so Stolz.

Ministerpräsident Volker Bouffier habe am Mittwochabend sehr anschaulich verdeutlicht, dass eine Maskenpflicht dann auch bedeute, dass gewährleistet sein müsse, dass, erstens, jeder Bürger eine Maske erhalte, es eine flächendeckende Abdeckung geben müsse und, zweitens, auch die Sanktionierung und Überwachung vor Ort garantiert sein müsse, heißt es in der Pressemitteilung.

Landrat appelliert an Bürger

In die Linie eines einheitlichen Vorgehens passt nach Ansicht von Landrat und Bürgermeistern auch die Bitte der Industrie- und Handelskammer Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern. Im Hinblick auf die heimische Wirtschaft habe die IHK ausdrücklich darum gebeten, bei den Lockerungen der Maßnahmen abgestimmt vorzugehen. Diese Abstimmung untereinander habe man vorgenommen.

Um die Empfehlung von Bund und Land zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes beispielsweise im ÖPNV oder im Einzelhandel umzusetzen, appellierte Stolz im Namen der Bürgermeister an alle Bürgerinnen und Bürger: „Nutzen Sie für den Alltagsgebrauch Stoffmasken und selbstgenähte Masken und überlassen Sie die OP-Masken und vor allem die FFP-2-Masken den medizinischen und pflegerischen Bereichen, die diese nach wie vor dringend für ihre Arbeit benötigen.“

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