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Jede Menge Baustellen im Kreis

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Von Juni bis September werden auf der A66 zwei Fahrstreifen zwischen Bergen-Enkheim und Hanau-West erneuert. Auf den knapp 7,8 Kilometern sollen laut Hessen Mobil aber immer mindestens zwei Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Archivfoto: Kalle
Von Juni bis September werden auf der A66 zwei Fahrstreifen zwischen Bergen-Enkheim und Hanau-West erneuert. Auf den knapp 7,8 Kilometern sollen laut Hessen Mobil aber immer mindestens zwei Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Archivfoto: Kalle

Main-Kinzig-Kreis. Auch 2017 stehen viele Straßenbauprojekte an. Bund, Land und Kreis investieren in diesem Jahr Millionen ins Straßennetz.

Von Andreas Ziegert

Gute Straßen kosten Geld und bis der Asphalt von den Schlaglöchern befreit ist, müssen die Verkehrsteilnehmer manchen Umweg in Kauf nehmen – das galt für 2016 und das wird in diesem Jahr nicht anders sein. Ulrich Hansel, Regionaler Bevollmächtiger von Hessen Mobil, stellte am Mittwoch mit seinem Team alle Straßenbauprojekte vor, die in den nächsten Monaten geplant sind, und auch diesmal sind wieder einige neuralgische Punkte betroffen.

Die erneute Vollsperrung der Auffahrt zur A66 in Fahrtrichtung Frankfurt an der Anschlussstelle Wächtersbach/Bad Orb wird beispielsweise viele Pendler nicht erfreuen, auch bei der Fortsetzung der Arbeiten auf der B8 zwischen Maintal und Frankfurt-Fechenheim sind Staus vorprogrammiert. Die geplanten Maßnahmen auf den Kreisstraßen können zudem aufgrund zu geringer Straßenbreiten grundsätzlich nur bei Vollsperrungen durchgeführt werden, was ebenfalls für einige Umwege sorgen wird.

Der Bund investiert in diesem Jahr 17 Millionen Euro in die Autobahnen im Main-Kinzig-Kreis, das Land weitere vier Millionen Euro in die Landesstraßen und der Kreis hat weitere zirka 7,8 Millionen Euro für seine Straßen zur Verfügung gestellt. Als letztes Projekt hat es die L3309 zwischen Großkrotzenburg und Hanau-‧Großauheim in die Straßenbaumaßnahmen für 2017 geschafft.

Erst am Dienstag kam laut Helmut Klein von Hessen Mobil aus Wiesbaden grünes Licht, vorher hatte es einer „politischen Aufarbeitung“ bedurft. Zunächst sei nämlich nur eine Grunderneuerung auf einer Länge von 600 Metern in 2018 geplant gewesen, jetzt werden schon in diesem Jahr die kompletten zwei Kilometer in Angriff genommen.

Der Bund investiert in 2017 erneut in mehrere Verkehrs-Hauptschlagadern: Von Juni bis September werden zwei Fahrstreifen auf der A66 zwischen Bergen-Enkheim und Hanau-West erneuert, auf den knapp 7,8 Kilometern sollen aber immer mindestens zwei Fahrstreifen zur Verfügung stehen.

Auf der B8 zwischen Frankfurt und Maintal nur ein Fahrstreifen

Viel befahren ist auch die A66 zwischen den Anschlussstellen Bad Soden-Salmünster und Bad Orb/Wächtersbach, wo nach den Arbeiten auf der Gegenrichtung im vergangenen Jahr nun von Juni bis Oktober in Fahrtrichtung Frankfurt eine Grunderneuerung der Fahrbahnen auf einer Länge von 4,6 Kilometern stattfindet. Da auch die Anschlussstelle Wächtersbach/Bad Orb gleich mitsaniert wird und eine Auffahrt auf die A66 in den Baustellenverkehr generell schwierig ist, wird diese ebenfalls über diesen Zeitraum gesperrt werden. Verkehrsteilnehmer müssen auf die A66-Auffahrt in Gelnhausen ausweichen.

Jeweils nur ein Fahrstreifen in jede Richtung wird noch bis August auf der B8 zwischen Frankfurt und Maintal zur Verfügung stehen. Den „Schmerz der Pendler“ habe Hessen Mobil durchaus gespürt, so Helmut Klein, aufgrund der Fahrbahnbreiten sei allerdings keine andere Vorgehensweise möglich.

Häppchenweise geht es weiterhin auf der B276 zwischen den Biebergemünder Ortsteilen Roßbach und Lanzingen voran: Von den 14 Bauabschnitten sind noch acht offen, die bis Juni 2017 fertiggestellt werden. Während hier der Verkehr zumindest dank einer Ampelregelung einspurig laufen wird, kommt es von Juni bis Oktober auf der B45 bei Nidderau-Windecken wegen einer Brückeninstandsetzung zu einer Vollsperrung.

Erleichterung wird ab Mai in Langenselbold herrschen, dann soll die im Sommer begonnene Sanierung des Kreuzungsbereichs Hinserdorfer Straße und Hüttengesäßer Straße, die zu erheblichen Einschränkung beim Verkehr in Richtung Ronneburg und Gründau gesorgt hat, beendet sein.

Allerdings werden die Baumaschinen nur einige Kilometer bereits wieder eingesetzt: Wie bereits angekündigt, wird die L3009 zwischen Hammersbach-Marköbel und Ronneburg-Hüttengesäß ausgebaut, von Juni bis Oktober muss diese Verbindung dafür komplett gesperrt werden.

Im östlichen Main-Kinzig-Kreis investiert das Land zudem in zwei Brückensanierungen in den Sinntaler Ortsteilen Jossa und Mottgers und in die Sanierung der Durchfahrt von Schlüchtern-Gundhelm.Eine neue Strecke müssen sich im September und Oktober auch alle Pendler suchen, die zwischen Erlensee-Rückingen in Richtung Langenselbolder Kreuz fahren. Die zweispurige Kreisstraße wird saniert und dafür komplett gesperrt.

K 851 zwischen Erbstadt und Eichen wird erneuert

Von Grund auf neu wird die Kreisstraße 246 zwischen Nidderau-Heldenbergen und Karben gebaut, die gemeinsame Maßnahme von Main-Kinzig-Kreis und Wetteraukreis soll nach Ostern beginnen und zirka 13 Monate dauern. 5,8 Millionen Euro werden hier investiert, 2,8 Millionen Euro davon kommen aus der Kreisverwaltung in Gelnhausen. Einige Kilometer weiter wird zwischen Nidderauer Stadtteilen Erbstadt und Eichen zudem die K 851 zwischen August und Oktober erneuert.

Neue Fahrbahndecken gibt es in 2017 zudem auf folgenden Strecken (alle unter Vollsperrung): K 946 Ortsdurchfahrt Schlüchtern-Hohenzell, K 921 Birstein – Höfen, K 885 Brachttal-Udenhain – Birstein-Sotzbach, K 903 Ortsdurchfahrt Gründau-Rothenbergen, K 886 Wächtersbach – Neudorf, K 920 Flörsbachtal-Lohrhaupten bis Landesgrenze (bayerische Schanz) und K 855 Bruchköbel – Butterstadt.

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