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Familien- und Freizeitbad „Platsch“ bleibt im Sommer geschlossen

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Die Schüler, die geplant hatten das "Platsch" immer Sommer aufzusuchen, müssen nun leider auf andere Schwimmbäder ausweichen. Foto: PM
Die Schüler, die geplant hatten das "Platsch" immer Sommer aufzusuchen, müssen nun leider auf andere Schwimmbäder ausweichen. Foto: PM

Freigericht. Das Familien- und Freizeitbad „Platsch“ in Freigericht wird die kompletten Sommerferien über geschlossen bleiben. Der Zeitraum vom 3. Juli bis 11. August wird vor Allem für Bauarbeiten genutzt werden.

Von Sebastian Zeh

Die Gemeinde Freigericht hat mitgeteilt, dass das Familien- und Freizeitbad „Platsch“ in der Zeit von Montag, 3. Juli, bis einschließlich Freitag, 11. August, geschlossen ist. Die sonst übliche, dreiwöchige Sommerpause wird aufgrund von Bauarbeiten in diesem Jahr verdoppelt. Damit ist das Schwimmbad während der gesamten Sommerferien geschlossen.

Laut Bürgermeister Joachim Lucas (parteilos) werde die Sommerschließung in der Regel für Urlaube und Stundenabbau des Personals, aber auch die Grundreinigung genutzt. Im Juli falle jedoch auch der letzte Bauabschnitt an, der mit der energetischen Dachsanierung des Bades einschließlich Nebengebäude, wie auch der Fassadensanierung einhergeht. Zudem würden die Bautätigkeiten um das Hallenbad nach der Sommerschließung bis Mitte Oktober weitergehen – dabei jedoch nicht den Bade- und Saunabetrieb beeinträchtigen.

Umbau wird gefördertPositiv sei laut Lucas jedoch der Umstand, dass die energetische Sanierung durch das Kommunale Investitionsprogramm (KIP) gefördert wird. Dieses unterstützt Bauprojekte zur energetischen Sanierung für kommunale und gemeinnützige Einrichtungen. „Da bekommen wir Geld geschenkt“, so Lucas.

Dankenswerterweise habe die Gemeindevertretung beschlossen, dass im Rahmen des KIP die Dacheindeckung und die Fenster saniert werden sollen, damit der letzte Bauabschnitt nun endlich in Angriff genommen werden konnte. Dieser war bereits in den ursprünglichen Planungen des kompletten Badumbaus vorgesehen, konnte jedoch aufgrund der finanziellen Situation nicht umgesetzt werden, so der Bürgermeister weiter.

Details zum UmbauIm Einzelnen stehen die Fassadensanierung einschließlich energetischer Dämmung ab einer Gebäudehöhe von Umkleide und Sauna an. Die komplette Reparatur des höchst sanierungsbedürftigen Dachs war schon überfällig.Die Gesamtkosten der Maßnahme einschließlich der für 2018 geplanten Glasfassadenfertigstellung belaufen sich auf rund 678 000 Euro. Neunzig Prozent davon werden durch Bundesmittel gefördert – Geld, dass die Gemeinde nicht zurückzahlen muss. Die restlichen zehn Prozent – also 68 000 Euro – sind der Eigenanteil der Gemeinde Freigericht. Dieser wird in Form eines zinsfreien Darlehens, das über zehn Jahre zurückzuzahlen ist, aus dem Landestopf gefördert.

Das letzte Gewerk – die Fertigstellung der Glasfassade – war während des nun kommenden Bauabschnitts vorgesehen. Dieser Bauabschnitt muss allerdings auf 2018 verschoben werden und wird ebenfalls im Rahmen der KIP-Gelder abgewickelt.Damit sollen die umfangreichen, lange andauernden Hallenbad-Sanierungen zeitnah ein Ende finden.

Bereits erfolgte UmbaumaßnahmenBereits 2012 wurde in einem ersten Bauabschnitt die Erneuerung des Beckenkopfes, die Veränderung der Beckenhydraulik, die Erneuerung der Badetechnik einschließlich der Filteranlagen, sowie der Aufbau einer Gebäudeleittechnik und eine Betonsanierung vollzogen.

2014 folgte nach mehrmonatiger Bauzeit einhergehend mit der Erfüllung kostenintensiver Brandschutzauflagen die Wiedereröffnung mit neugestaltetem Eingangsbereich, den neuen Lüftungsanlagen, dem neuen Sanitärbereich und den aus Sicherheitsgründen erneuerten Decken. Die neue Heizungsanlage mit Blockheizkraftwerk und zwei Gas-Brenntwertkesseln sei ein großer Schritt zur Energieeinsparung gewesen, da zuvor teurere Fernwärme vom BHKW an der Kopernikusschule bezogen worden sei.

Bis 1. Juli noch geöffnetDurch die anstehenden, energetischen Maßnahmen verspricht sich die Gemeinde ein weiteres Energieersparnis. Bis spätestens 2019 muss alles fertig gestellt und abgerechnet sein. „Dann ist unser Familien- und Freizeitbad für die nächsten Jahre zukunftsfähig“, resümiert Bürgermeister Lucas.

Letzter regulär geöffneter Tag ist Samstag, 1. Juli. Sechs Wochen später ist das Schwimmbad wieder geöffnet.

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