Corona-Pandemie

Schlechte Nachrichten für Radfahrer: Beliebte Fahrradtour findet nicht statt

Die Corona-Pandemie macht den Radfahrern im Main-Kinzig-Kreis einen Strich durch die Rechnung. Eine beliebte Radtour wurde nun abgesagt.

  • Großveranstaltungen sind in Hessen noch bis Ende Oktober verboten
  • Eine beliebte Radtour durch den Main-Kinzig-Kreis wurde abgesagt
  • Veranstalter und Vereine besonders betroffen


Main-Kinzig-Kreis – Kinzigtal Total ist abgesagt. Ein großes Fest, an das sich kreisweit viele kleine Feste mit Ständen und Attraktionen von Vereinen und Privatleuten anschlössen, sei in diesem Jahr schwer zu planen und im Hinblick auf die konkreten Rahmenbedingungen seien einfach zu viele Unsicherheiten und Fragezeichen vorhanden.

„Deshalb werden wir mit ‘M-net Kinzigtal Total’ schweren aber vernünftigen Herzens in diesem Jahr pausieren“, erklärt Landrat Thorsten Stolz. „Jeder, der in die Planung und Organisation von Großveranstaltungen Einblick hat, der wird diese Entscheidung nachvollziehen können.“

Corona-Pandemie: Großveranstaltung im Main-Kinzig-Kreis nicht möglich

Der Main-Kinzig-Kreis hatte sich in der Hochphase der Corona-Pandemie im Frühjahr vorbehalten, die Entscheidung über den Radlersonntag 2020 erst Mitte Juni zu treffen, um dann dasInfektionsgeschehen realistischer bewerten zu können.

„Tatsächlich bewegt sich die Zahl der Neuinfektionen in der Region auf einem sehr niedrigen Niveau. Wie schnell sich das aber durch bloß ein Großereignis wieder ändern kann, noch dazu eines, das viele Menschen über die Kreisgrenze hinweg anlocke, das habe man im Rhein-Main-Gebiet und anderen Teilen Deutschlands schon erlebt", begründet Stolz die Absage. Hier gelte es, sorgfältig abzuwägen, gerade, wenn es sich um eine Großveranstaltung mit mehreren zehntausend Teilnehmern handelt.

Corona-Infektionsrisiko während Radtour gering

Thorsten Stolz hatte mit Matthias Schmitt, Leiter des Amts für Kultur, Sport, Ehrenamt und Regionalgeschichte sowie dem „Chefplaner“ von M-net Kinzigtal Total in der Kreisverwaltung, Karsten Schmidt, Anfang der Woche über die Umsetzung aller Auflagen auf und am Rande der Fahrradstrecke beraten.

Sie seien übereingekommen, dass einInfektionsrisiko während der Radtour selbst zwar als eher gering einzuschätzen wäre, „aber wir sprechen hier von einem Familienevent mit vielen Halte- und Treffpunkten am Rande der Strecke, die wiederum maßgeblich von Vereinen getragen und mit Leben erfüllt werden“, so Stolz.

Corona: Radtour könnte unter Veranstaltungsverbot fallen

„Bis Ende August sind Großveranstaltungen verbindlich untersagt, wahrscheinlich fällt unser Radlersonntag sogar unter das Veranstaltungsverbot, das bis Ende Oktober verlängert werden soll. Und wenn nicht, dann könnten wir den Vereinen vielleicht nicht mal im Monat August zuverlässig Auskunft darüber geben, ob und wie sie die Stände entlang der Radstrecke am 13. September bestücken und bestuhlen können. Ohne diese kleinen Stimmungsnester, ohne diese von Vereinen organisierten Erholungspunkte würde wiederum etwas ganz Entscheidendes fehlen.“

Sponsoren wollten Radtour trotz Corona unterstützen

In der Abwägung zwischen kreisverbindender Tradition auf der einen und vorsichtiger und rücksichtsvoller Planung inPandemie-Zeiten auf der anderen Seite habe letztlich der Blick auf die Vereine den Ausschlag gegeben. Die Sponsoren und Vereine, die ihre Unterstützung für dieses Jahr kundtaten, hat der Kreis bereits informiert.

Bei ihnen bedankt sich der Landrat ausdrücklich. „Es ist nicht selbstverständlich, dass in einer Zeit wie dieser sowohl die Großsponsoren als auch die vielen weiteren Unterstützer ihre Bereitschaft zum Mitmachen aufrechterhalten haben. Das ist ein gutes Signal fürs nächste Jahr, wenn wir wieder wie gewohnt am zweiten September-Sonntag durchstarten wollen“, erklärt Stolz.

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