Falkner Norbert Lawitschka (links) hatte den Steinadler mitgebracht. Nicht nur zur Freude von Pfeifer. Auch die Kinder freuten sich, ein so imposantes Tier ganz aus der Nähe zu erleben. Foto: Andreas Ziegert

Hasselroth

Eintracht-Adler Attila gratuliert Bürgermeister zum Amtsantritt

Hasselroth. Am ersten Arbeitstag im Rathaus hat der neue Bürgermeister und glühende Eintracht-Frankfurt-Fan Matthias Pfeifer großes Publikum und einen Ehrengast: Den Amtsantritt überwachte SGE-Maskottchen „Attila“ mit Adleraugen.

Von Andreas Ziegert

Die Parallelen sind unverkennbar: Während Eintracht Frankfurt seit Monaten in der Fußball-Bundesliga und vor allem im Europapokal von einem Sieg zum anderen eilt, legte auch Matthias Pfeifer eine vergleichbare Serie hin.

Nach einem intensiven und anstrengenden Wahlkampf wurde er im November des vergangenen Jahres zum neuen Bürgermeister in seiner Heimatgemeinde Hasselroth gewählt.

Die Krönung fand am Montag mit seinem Amtsantritt im Hasselrother Rathaus statt – und dabei durfte Eintracht-Maskottchen „Attila“ nicht fehlen.

„Der Adler ist gelandet“, stand auf einem großen Schild an der Rathausstraße, die wegen des großen Andrangs sogar zeitweise gesperrt werden musste. Rainer Gemmecker hatte den Besuch des Steinadlers mit Eintracht-Falkner Norbert Lawitschka organisiert.

Zahlreiche Bürger nutzten die Gelegenheit, sich mit dem Maskottchen der Eintracht fotografieren zu lassen. „Jetzt lacht mal alle, wir haben schließlich gestern gewonnen!“, so Lawitschka, der mit „Attila“ am Tag zuvor beim 3:0-Sieg der SGE gegen den VfB Stuttgart – wie bei jedem Heimspiel – im Waldstaidon im Einsatz war.

Für Pfeifer, glühender Fan der Frankfurter Fußballer, war der Besuch des Eintracht-Maskottchens ein ganz besonderes Erlebnis zum Amtsantritt: „Ich freue mich sehr, dass so viele Menschen aus ganz Hasselroth zu meinem ersten Tag gekommen sind.“ Zuvor bereits hatte er sein neues Büro bezogen, das er nun gegen sein bisheriges Wirkungsfeld bei einer Frankfurter Bank eingetauscht hat.

Der 50-Jährige setzte sich in der Stichwahl am 11. November des vergangenen Jahres durch und war am Aschermittwoch vereidigt worden. „Da passt der 1. April als erster Arbeitstag wunderbar ins Bild“, freut sich der gebürtige Neuenhaßlauer auf sein neue Aufgabe. Die ersten Tage will er für intensives Aktenstudium nutzen, um bei allen wichtigen Projekten in der Gemeinde auf dem neuesten Stand zu sein.

Vorher stand aber noch der Fototermin mit Attila an, der zur Feier des Tages seine Flügel besonders weit aufspannte und als Andenken sogar drei Glücksfedern zurückließ. Seit 2005 ist der Steinadler das Maskottchen von Eintracht Frankfurt, war auch im vergangenen Jahr beim Pokalsieg in Berlin dabei.

Noch eine Gemeinsamkeit: Auch Pfeifer erlebte den Erfolg „seiner“ Eintracht live im Stadion, unterbrach dafür sogar seinen Wahlkampf. Fußball bleibt aber für ihn in Zukunft die schönste Nebensache, seine wichtigste Aufgabe als neuer Bürgermeister wird in diesem Jahr jedoch die Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung in der Gemeinde sein.

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