Was passiert mit dem Kaufhaus Joh? Darauf hatten die Gelnhäuser Stadtverordneten auch am Mittwochabend keine Antwort. Archivfoto: Häsler

Gelnhausen

Ehemaliges Kaufhaus Joh: Die Hängepartie geht weiter

Gelnhausen. Die Entwicklung des ehemaligen Kaufhauses Joh in Gelnhausen bleibt eine nicht enden wollende Hängepartie.

Nachdem die Stadtverordnetenversammlung Ende September mehrheitlich den Verkauf des Areals an einen neuen Investor beschlossen und Bürgermeister Daniel Glöckner (FDP) danach einen Fehler eingeräumt hatte, sollte nun am Mittwochabend erneut darüber abgestimmt werden. Doch auch diesmal wurde es nichts mit einer einiger Entscheidung über das seit Jahren leerstehende Gebäude mitten in der Innenstadt.

Der Magistrat hatte sich diesmal die Autorisierung vom Parlament holen wollen, die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) zu beauftragen, das Angebot in Höhe von zwei Millionen Euro für das Joh-Gelände anzunehmen. Für die Parkfläche an Hailerer Straße/Bahnhofstraße sollte zudem ein Erbpachtvertrag über 33 Jahre geschlossen werden, der anfänglich eine jährliche Zahlung von 36 000 Euro vorsieht.

Hier sollen mindestens 250 Stellflächen zur Verfügung gestellt werden, die täglich 24 Stunden benutzbar sind. Außerdem soll im Kaufvertrag und in einem städtebaulichen Vertrag die weitere Entwicklung des ruhenden und fließenden Verkehrs geregelt werden. Der Kaufpreis muss spätestens zwei Monate nach Vertragsschluss bezahlt sein.

Ende September hatte Bürgermeister Glöckner noch einen Beschlussvorschlag verteidigt, den er wenige Tage später selbst einkassierte. „Mir ist ein Fehler unterlaufen und ich widerspreche deshalb dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 26. September“, erklärte er damals. Der Stadtverordnetenversammlung war ein Antrag vorgelegt worden, in dem zwei Investoren aufgeführt waren, eine Entscheidung für den favorisierten Peter Wolf war daher überhaupt gar nicht möglich.

Seinen Fehler wollte der Rathauschef mit dem neuerlichen Antrag korrigieren, wusste dabei aber zunächst nur seine FDP-Fraktion an der Seite. Alle anderen Stadtverordneten stimmten schließlich für eine Verlegung der Entscheidung auf die nächste Sitzung im Dezember dieses Jahres, um die nun noch offenen Fragen hinsichtlich des Widerspruchs zum Abstimmungsergebnis im September zu klären. az

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