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Gelnhausens Bürgermeister hat zu einem möglichen Investor für das Kaufhaus Joh Stellung bezogen.

Kein Treffen mit Unternehmen

Joh-Pläne: Gelnhausens Bürgermeister Glöckner nimmt Stellung zu möglichem Investor

  • Thorsten Becker
    vonThorsten Becker
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Die Pläne für das ehemalige Kaufhaus Joh sind erneut in die Schlagzeilen geraten. Obwohl die Kreissparkasse Gelnhausen die Pläne zur Entwicklung des Areals vorantreibt, ist von einem neuen Investor die Rede.

Nun bezieht Bürgermeister Daniel Christian Glöckner (FDP) Stellung. „Es ist richtig, dass ein großer Bauträger aus der Schweiz sich für den Standort Gelnhausen interessiert, aber es hat bislang noch kein Treffen mit Vertretern des Unternehmens stattgefunden. Es ist aber auch richtig, dass ich interessierten Investoren, die auf mich zukommen, nicht von vornherein eine Absage erteile, sondern mich freue, wenn sie sich Gelnhausen ansehen und sich daraus möglicherweise weitere Projekte ergeben“, heißt es in einer Mitteilung. Allerdings: „Ein Telefongespräch ist eine frühe Phase der Kontaktaufnahme und macht noch keinen neuen Investor“, so Glöckner.

Joh-Gebäude "elementar für Zukunft des Einzelhandels" in Gelnhausen

Das Gelände des ehemaligen Kaufhauses Joh in der Gelnhäuser Südstadt sei für die städtebauliche Entwicklung der Barbarossastadt von entscheidender Bedeutung und elementar für die Zukunft des innerstädtischen Einzelhandels. 

„Für diese Weiterentwicklung werden wir alles tun und natürlich keine Chance einfach so vergeben“, so der Bürgermeister. Die Entscheidung liege aber alleine in der Hand der städtischen Gremien. „Seit Sommer 2019 sind wir mit der Kreissparkasse Gelnhausen in Gesprächen, nach dem die Stadtverordnetenversammlung sich einstimmig für die Kreissparkasse als Projektentwickler ausgesprochen hat.“

Schweizer Firma kommt durch Insolvenzverwalterin ins Gespräch

Bereits im Oktober habe die erste Informationsveranstaltung mit ihm, Glöckner, dem Magistrat und den Fraktionsvorsitzenden in der Kreissparkasse Gelnhausen stattgefunden. Im Januar 2020 habe es dann einen Termin mit der Insolvenzverwalterin in Offenbach gegeben. „Durch die Insolvenzverwalterin ist die Schweizer Firma das erste Mal in das Gespräch gekommen“, so Glöckner.

„Ich kannte das Unternehmen vorher nicht und bin auch nicht aktiv auf dieses oder andere Unternehmen zugegangen, denn ich betrachte den Beschluss der Stadtverordneten selbstverständlich als bindend.“ Am 14. Januar 2020 habe eine weitere Informationsveranstaltung mit der Kreissparkasse in Anwesenheit der städtischen Gremien stattgefunden. 

„Im Nachgang zu dieser Sitzung kamen am 27. Februar Vertreter der Kreissparkasse, des Planungsbüros, der Projektentwickler und der Leiter des Bauamts bei uns im Rathaus zu einer Gesprächsrunde zusammen“, skizziert Glöckner die weitere Entwicklung. Drei Wochen später fand eine Art Workshop mit allen Beteiligten statt, in dem es um Anpassungen des Entwurfs und die einzuplanenden Flächen auch für den Einzelhandel gegangen sei.

Altes Kaufhaus soll abgerissen werden

Geplant sei der Abriss des alten Kaufhaus-Gebäudes und Neubauten, die unter anderem Raum für den Main-Kinzig-Kreis als Ankermieter, ein Medienzentrum, Gastronomie und Geschäfte vorsehen. „Es ist kein Geheimnis, dass ich mich von Anfang an für mehr Einzelhandelsflächen als ursprünglich geplant eingesetzt habe. Dazu stehe ich auch. Aber Planung heißt doch, dass das Projekt im wahrsten Sinn des Wortes (noch) nicht in Beton gegossen ist.“

Für Ende April sei nun eine Präsidiumssitzung geplant, in der das Modell der Südstadt zusammen mit dem Entwurf der Kreissparkasse Gelnhausen den Gremienvertretern vorgestellt werden soll.

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