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Wegen Corona finden am 1. Mai keine DGB-Demos statt.

Erstmals keine Demos auf der Straße

Streaming statt Demo: DGB verlegt Mai-Kundgebung ins Internet

Zum ersten Mal seit der Gründung des Deutschen Gewerkschaftsbundes 1949 wird es in diesem Jahr wegen der Corona-Schutzmaßnahmen keine Demos und Kundgebungen auf Straßen und Plätzen zum Tag der Arbeit geben, auch nicht in Hanau.

Trotzdem wollen die Gewerkschaften am 1. Mai „Gemeinsamkeit, Stärke und Solidarität demonstrieren“: Ab 11 Uhr plant der DGB eine Livesendung auf seinen Webseiten, auf Facebook und Youtube, teilt der DGB Südosthessen mit. Mit politischen Gesprächsrunden und Reden, Beiträgen aus unterschiedlichen Betrieben und Regionen sowie Gastauftritten unter anderem von Konstantin Wecker, Ute Lemper oder Heinz Rudolf Kunze wird eine digitale Mischung aus Politik und Kultur geboten.

User sollen mitmachen unter #SolidarischNichtAllein

Unter dem Motto „Was bedeutet Solidarität für dich?“ ruft der DGB dazu auf, Fotos und Videos hochzuladen und unter dem Hashtag #SolidarischNichtAlleine zu verbreiten. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften hätten sich früh entschieden, am 1. Mai keine Großkundgebungen auf Straßen und Plätzen zu veranstalten.

Klaus Ditzel, Vorsitzender des DGB Main-Kinzig: „Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, aber wir halten sie nach wie vor für die richtige. Der Gesundheitsschutz unserer Kolleginnen und Kollegen geht vor.“

Kurzarbeit in der Corona-Krise ein großes Thema

Themen gebe es genug. Viele Betriebe in der Region seien derzeit in Kurzarbeit. Vor allem in nicht tarifgebundenen Unternehmen treffe das die Beschäftigten hart. Die aktuell beschlossene Erhöhung des Kurzarbeitergeldes sei ein Anfang. Darüber hinaus zeige die Corona-Krise, wie fragil mühsam erkämpfte Rechte für Beschäftigte seien. Ditzel weiter: „Da werden Dinge in Frage gestellt, die die Gewerkschaften mühevoll durchgesetzt haben. Höchstarbeitszeit, Ruhezeit und Arbeitsschutz sind nur einige Beispiele. Auch im Krisenmodus müssen wir dafür sorgen, dass die Beschäftigten nicht unter die Räder kommen.“

Es sei an der Zeit, den Danksagungen „in den Sonntagsreden“ Taten folgen zu lassen und beispielsweise im Gesundheitssystem die Löhne drastisch zu erhöhen und die Arbeitsbelastungen zu senken: „Wenn wir aus der Corona-Krise jetzt schon was gelernt haben, dann, dass sich „Systemrelevanz“ zukünftig in der Bezahlung widerspiegeln sollte,“ so der DGB-Kreisvorsitzende.

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