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Bauarbeiter errichten einen Lärmschutz entlang einer Bahnlinie. Die heimischen Bundestagsabgeordneten sind zuversichtlich, dass ein solcher Lärmschutz auch entlang der Ausbaustrecke Hanau–Gelnhausen kommen wird.

40 000 Menschen von Zuglärm betroffen

Bahn-Ausbaustrecke Hanau-Gelnhausen: Lärmschutz und Barrierefreiheit sollen kommen

Barrierefreiheit an den Stationen der Bahn-Ausbaustrecke Hanau– Gelnhausen und Lärmschutz entlang der Gleise sollen kostenneutral für die Anlieger-Kommunen umgesetzt werden.

Diese Kernforderungen aus der Region sehen vier heimische Bundestagsabgeordnete der Großen Koalition nach Gesprächen mit Haushaltspolitikern auf Bundesebene nun als weitgehend gesichert an. Der Ausbau des dritten und vierten Gleises zwischen Hanau und Gelnhausen gilt als wichtiges Teilprojekt im Rahmen des Aus- und Neubaus der Bahnstrecke Hanau–Fulda.

40 000 Menschen von Zuglärm betroffen

Für den Main-Kinzig-Kreis haben die Bauarbeiten dabei gravierende Auswirkungen – schließlich betrifft der durch den zusätzlichen Zugverkehr erzeugte Lärm rund 40 000 Bürger im Kinzigtal. Um die Problematik deutlich zu machen, hatten die heimischen Bundestagsabgeordneten Dr. Katja Leikert (CDU), Bettina Müller (SPD), Dr. Peter Tauber (CDU) und Dr. Sascha Raabe (SPD) die Ergebnisse aus dem Dialogforum der Deutschen Bahn bei einem Termin mit Haushalts- und Verkehrspolitikern von CDU und SPD vorgetragen.

Auch die Kreisspitze, bestehend aus Landrat Thorsten Stolz, der Ersten Kreisbeigeordneten Susanne Simmler (beide SPD) und dem Kreisbeigeordneten Winfried Ottmann (CDU), war dafür eigens nach Berlin gereist, um den Forderungen aus der Region Nachdruck zu verleihen.

Kreisvertreter wegen Forderungen optimistisch

Schon unmittelbar nach dem Gespräch hatten sich die Vertreter aus dem Main-Kinzig-Kreis optimistisch gezeigt, dass die drei Kernforderungen – Lärmschutz auf dem Niveau von Neubauten entlang der gesamten Strecke, Barrierefreiheit an allen Verkehrsstationen zwischen Hanau und Gelnhausen sowie keine zusätzlichen Kosten für die betroffenen Städte und Gemeinden – erfüllt werden.

Dieser Eindruck verfestigt sich nun, wie Leikert, Müller, Raabe und Tauber in einer gemeinsamen Pressemitteilung berichten, werde der Bundestag in einer der nächsten Sitzungswochen über einen entsprechenden Antrag der Regierungskoalition abstimmen. Demnach würde der Bund voraussichtlich bis zu fünf Millionen Euro im Bereich des zusätzlichen Lärmschutzes übernehmen. Weitere fünf Millionen Euro sollen nach dem Willen der Koalitionspartner für die Gestaltung der Lärmschutzwände zur Verfügung gestellt werden. Die weiteren ermittelten Kosten könnten zum Beispiel vom Land übernommen werden, meinen die Bundestagsabgeordneten.

Bund investiert bis zu 21 Millionen Euro

Der Bund würde zudem bis zu 21 Millionen Euro für den Ausbau der Barrierefreiheit zur Verfügung stellen; ebenfalls vorgesehen sei die Installation von Video-Überwachungsanlagen an allen Haltepunkten. Die dritte Kernforderung sei mit der Änderung des Eisenbahnkreuzungsgesetzes bereits umgesetzt worden, so dass die Kommunen bei Eisenbahnkreuzungsmaßnahmen von der Finanzierung ihres Kostenanteils nun befreit würden. Die Groko-Politiker aus dem Kreis begrüßen die Ankündigung aus Berlin und heben noch einmal hervor, dass die Erfüllung der drei Kernforderungen für die Akzeptanz des Großbauprojekts in der Bevölkerung unabdingbar sei. rg

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