In diesem Bereich der Hanauer Straße gilt auch Tempo 50, obwohl dort nach Ansicht der CDU insbesondere die Sicht in die Straßeneinmündungen durch die schräg parkenden Fahrzeuge erschwert werde.

Langenselbold

CDU will mit Durchfahrtsbeschränkung Verkehrssicherheit erhöhen

Langenselbold. Die Verkehrssicherheit ist auch in der Gründaustadt ein Thema, das nie von der Tagesordnung verschwindet und zu dem es regelmäßig Beschwerden und Anregungen von Bürgern sowie Anträge der Fraktionen im Stadtparlament gibt.

Von Lars-Erik Gerth

Kein Wunder, denn auch in Selbold sind nicht nur die Durchfahrtsstraßen stark befahren, sondern nimmt ebenso der Verkehr auf den Nebenstraßen immer mehr zu.

So entpuppen sich Bereiche als Gefahrenpunkte, in denen es vor einigen Jahren noch deutlich ruhiger zugegangen ist. Ein Beispiel dafür ist – wie bereits berichtet – die Seegasse, in der sich zuletzt immer wieder große Lkw und Sattelzüge verirrten, obwohl die Straße aufgrund ihrer schmalen Fahrspur für solchen Schwerverkehr überhaupt nicht geeignet ist.

Dem Thema Verkehrssicherheit haben sich nun auch die Selbolder CDU und die hiesige Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der Christdemokraten angenommen, wie sie in dieser Woche mitteilten.

CDU regt bauliche Umgestaltung der Seestraße an

Dabei spielt die erwähnte Seegasse eine nicht unwesentliche Rolle. Laut CDU-Stadtverbandschef Tobias Dillmann hat seine Partei erste Überlegungen angestellt, die Seegasse baulich umzugestalten. So befürworten die Christdemokraten die Anordnung einer Durchfahrtsbeschränkung der Seegasse für Lkw.

Außerdem verweisen sie auf den Wunsch von Bürgern, die Seegasse „für Fahrräder und andere Zweiräder in beide Richtungen befahrbar“ zu machen, für den motorisierten Verkehr soll sie aber nach Ansicht der CDU Einbahnstraße bleiben.

Das widerspricht allerdings dem Ergebnis einer im Juni abgehaltenen Verkehrsschau mit Vertretern von Polizei, Main-Kinzig-Kreis und Hessen Mobil, bei welcher der Stadt nach Angaben des zuständigen Ersten Stadtrats Timo Greuel (SPD) mitgeteilt wurde, dass die Seegasse aufgrund der Fahrbahnverhältnisse in ihrer jetzigen Form nicht für das Radfahren gegen die Einbahnstraße freigegeben werden könne.

Politik soll Bereitschaft zeigen, in Umbau zu investieren

Die CDU fordert dennoch, diesbezüglich „eine adäquate Lösung für die Bürgerinnen und Bürger zu finden“, und sich nicht „hinter Paragrafen zu verstecken“, wie Tobias Dillmann in seiner Pressemitteilung ausführt und damit offensichtlich eine Spitze in Richtung Greuel setzen will, mit dem er sich ja im Wettbewerb um das Amt des nächsten Selbolder Bürgermeisters befindet.

Dillmann formuliert auch die konkrete Forderung für die Seegasse: „Es sollte unser Ziel sein, im Sinne der Verkehrssicherheit den Auto- und Zweiradverkehr an geeigneten Stellen räumlich voneinander zu trennen, um gegenseitige Behinderungen zu minimieren.“ Und zur Finanzierung stellt der CDU-Vorsitzende klar: „Allerdings muss die Politik dann auch die Bereitschaft haben, 300 000 bis 400 000 Euro in einen solchen Umbau der Seegasse zu investieren.“

Hanauer Straße ist weitere Gefahrenzone

Einen anderen wichtigen Bereich, wo es nach Ansicht von Dillmann und seinen Mitstreitern die Verkehrssicherheit zu verbessern gilt, haben die Christdemokraten in der Hanauer Straße ausgemacht. Diese verfüge als innerörtliche Straße über keine zusätzliche Geschwindigkeitsbeschränkung. Ab der Kronenstraße sei die Hanauer Straße gut und mit zunehmenden Straßenverlauf in südlicher Fahrtrichtung immer breiter ausgebaut, ruft die CDU in Erinnerung.

„Die Straßenführung erweckt insbesondere für nicht ortskundige Personen den Eindruck, sich auf der Hanauer Straße auf einer Vorfahrtsstraße zu befinden. Solche Fehleinschätzungen der Verkehrsteilnehmer führen laut Aussage von Anwohnern nicht selten zu gefährlichen Situationen beim Einbiegen in die Hanauer Straße“, ist CDU-Chef Dillmann überzeugt.

Markierungen sollen Unfällen vorbeugen

Zudem werde dort die Sicht in die Straßeneinmündungen durch teils schräg parkende Fahrzeuge erschwert. Die CDU hat deshalb vorgeschlagen, die Fahrbahnen mit zusätzlichen Markierungen zu kennzeichnen, um Unfällen und Gefahrensituationen vorzubeugen.

Ein weiterer Schwerpunkt für die Selbolder Christdemokraten ist die Verkehrssituation in der Untergasse hinter dem Lidl-Markt. „Dort gilt es zu prüfen, ob im Sinne der Verkehrssicherheit für die Schülerinnen und Schüler nicht wieder eine Einbahnstraßenregelung angebracht ist“, so Dillmann abschließend.

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