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Schüler bekommen Chill-Raum: Hausaufgabenhilfe mit neuen Räumen

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Wo Hausaufgaben Spaß machen: Das zeigt sich an der Käthe-Kollwitz-Schule. Dort stehen für das Nachmittagsangebot nun komplett eigene Räume zur Verfügung. Der Förderverein macht die Ganztagsbetreuung möglich. Foto: Kleine-Rüschkamp
Wo Hausaufgaben Spaß machen: Das zeigt sich an der Käthe-Kollwitz-Schule. Dort stehen für das Nachmittagsangebot nun komplett eigene Räume zur Verfügung. Der Förderverein macht die Ganztagsbetreuung möglich. Foto: Kleine-Rüschkamp

Langenselbold. Die Hausaufgabenhilfe an der Käthe-Kollwitz-Schule in Langenselbold hat die neuen Räume im Förderstufengebäude in Betrieb genommen. Hier gibt es alles, was das Schülerherz begehrt – auch einen Chill-Raum.

Von Torsten Kleine-Rüschkamp

Der Raum zum Chillen ist der ganze Stolz. Für das Zimmer sind superbequeme Möbel angeschafft worden. Hier können sich Schüler hinlegen, wenn sie einmal müde sind. Funkelnagelneue Computer stehen auch schon in einer Ecke und wollen angeschlossen werden. Das Breitband liegt bereits bis vor die Tür. Bald kann auch im Internet gesurft werden.

Auf die neuen Räume der Hausaufgabenhilfe an der Käthe-Kollwitz-Schule ist so mancher Lehrer der Einrichtung fast schon neidisch. Dort gibt es Sachen, die die normalen Lehrer so nicht haben, hieß es.  Derzeit werden 35 bis 40 Kinder nachmittags betreut. Nach oben hin ist jetzt noch Luft. „Es können gut und gerne 80 Schüler aufgenommen werden“, sagte Astrid Weinberger, Vorstandsmitglied des Fördervereins gegenüber unserer Zeitung.Sport in vielfältigen VariationenDie neuen Räume, es sind insgesamt drei inklusive des Chill-Raumes, sind im Förderstufengebäude mit der Kennzeichnung „FR“ untergekommen, das im Jahr 1969 errichtet worden ist. Das Domizil ist neu renoviert worden. Bislang war die Hausaufgabenhilfe im Hauptgebäude in einem Mehrzweckraum untergebracht, der wie der Name schon sagt, auch anderen Nutzungen zur Verfügung stand.Es handelt sich also jetzt um einen Umzug und zwar in komplett eigene Räume. Im Rahmen des Nachmittagsangebotes gibt es neben der eigentlichen Hausaufgabenhilfe ein gemeinsames Mittagessen sowie die sogenannte „Bewegte Pause“. Hier kann Sport in vielfältigen Variationen getrieben werden. Es gibt zum Beispiel Tischtennis und Fußball als Möglichkeiten.Förderverein hat rund 350 MitgliederGegessen wird in der Mensa. Die Mahlzeiten werden von den „Heinzelmännchen“ geliefert, ein Unternehmen des Behindertenwerks Main-Kinzig, das vielfältige Dienstleistungen anbietet. „Der Förderverein hat derzeit rund 350 Mitglieder, wobei allerdings ein Großteil nur passiv ist“, schilderte Vorsitzender Klaus Scharnert. Das Betreuungsangebot für das Nachmittagsangebot umfasst zwei Lehrer und vier Honorarkräfte. Das Nachmittagsangebot wird montags bis donnerstags geboten.Stefan Hergenröder, Beauftragter für Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit des Vereins, freute sich, dass so viele Gäste zur Vorstellung der neuen Räume gekommen waren. Die Hausaufgabenhilfe ist im Jahr 2003 aus der Taufe gehoben worden und hat sich als Erfolgsgeschichte erwiesen. Scharnert berichtete, dass sich der Förderverein durch Mitgliedsbeiträge, Einnahmen, Spenden und öffentliche Mittel des hessischen Kultusministeriums finanziert.Hausmeister hat viel geleistetDas Geld des Landes Hessen erhalte der Förderverein als Träger des Nachmittagsangebotes. Ein großer Dank ging auch an die Hausmeister, in diesem Fall an den anwesenden Kurt Wagner, die viel getan haben, um die Räumlichkeiten adrett herzurichten.Rektor Joachim Bauer, Koordinator für das Ganztagsangebot, berichtete davon, dass bei der Hausaufgabenhilfe ein gutes Klima herrscht. „Hier ist ein guter Geist, hier funktionert es. Die Mitarbeiter und die Schüler sagen: Wir gehen gerne hierher“, so Bauer.Lehrer neidisch„Ich als Lehrer bin manchmal neidisch, wenn ich hier diese Räume sehe. Von der Struktur und den Materialen – alles ist super. Alle Gelder kommen diesem Projekt zugute. Wenn Gäste über den Schulhof gehen, dann sehen sie draußen die tollen Basketballkörbe, die durch den Förderverein für das Ganztagsangebot finanziert worden sind. Wir haben riesige Schränke mit vielen Materialien für Spiele und die 'Bewegte Pause' angeschafft. Die Kinder können ja nicht den ganzen Tag dasitzen und die Hausaufgaben büffeln. Nach sechs Stunden Unterricht muss man sich ja mal austoben“, sagte der Koordinator für die Ganztagsbetreuung.Jan wünscht sich ein Trampolin„Wir sind dabei, alles kontinuierlich fortzuentwickeln. Die Rechner mit dem Internetzugang sollen auch für die Hausaufgabenhilfe genutzt werden“, so der Rektor.Bauer befragte einen Schüler, wie er das Angebot findet und was noch fehlt. Jan, der die Klasse sechs und seit zwei Jahren die Hausaufgabenbetreuung besucht, wünscht sich jedenfalls für die „Bewegte Pause“ noch ein „großes Trampolin“.

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