Warten gehört zum Alltag an der Ampelanlage Ringstraße/Hüttengesäßer Straße/Niedergründauer Straße und der stark frequentierten Anlage der Kreuzung Friedrichstraße/Kinzigstraße/Gelnhäuser Straße. Fotos: Axel Häsler

Langenselbold

Schneller Grün - Grünen-Fraktion möchte Verkehrsfluss verbessern

Langenselbold. Zur Rushhour geht es auch an einigen Stellen in Langenselbold kaum voran. Das ist verständlich angesichts der heutigen Automassen.

Von Torsten Kleinerüschkamp

Wenn aber auf der Straße nichts los ist, abends oder am Wochenende, wartet man vor dem Rotlicht mitunter eine ganze Schaltphase ab, um endlich weiterzukommen. Da kann man ganz schön ungeduldig werden.

„Es ist oft unsinnig, einen ganzen Ampelzyklus zu warten“, sagt Cornelia Hofacker (Bündnis 90/Die Grünen). Ihre Fraktion möchte, dass die nächste Stadtverordnetenversammlung sich dem Thema annimmt.

Optimierung bei den Ampeln

Die Grünen wollen, dass „der Verkehrsfluss durch Bedarfsampeln“ in Langenselbold verbessert wird. Dieser Wunsch wird am Montag, 20. Mai, um 19.30 Uhr bei der Parlamentssitzung in der Klosterberghalle thematisiert.

„Bei den Ampeln kann man einiges optimieren“, findet Hofacker. Nicht alle Autofahrer haben eine Start- und Stoppautomatik, wobei sich der Motor zum Beispiel beim Auskuppeln im Stand und gleichzeitigem Tritt auf die Bremse automatisch abschaltet. Laut Berechnungen des ADAC lassen sich damit im Kurzstreckenverkehr 15 Prozent Sprit sparen.

Folgende Langenselbolder Ampelanlagen sollten nach Meinung der Fraktionschefin Hofacker umgerüstet werden:

  • Ampelanlage Kreuzung Kinzigstraße/Gelnhäuser Straße/Friedrichstraße.
  • Ampelanlage Kreuzung Ringstraße/Hüttengesäßer Straße/Niedergründauer Straße.
  • Ampelanlage an der Birkenweiher Straße/Kinzigstraße.
  • Ampelanlage Kinzigstraße zur A66. Eine moderne Ampelanlage hat die Stadt Ende 2017 in der Ringstraße an der Einmündung zur Wiesgasse installiert.

Nachbessern: Die Grünen möchten, dass die Zu- und Abfahrt Birkenweiherstraße/Kinzigstraße jeweils dem Bedarf angepasst wird. Foto: Axel HäslerZum Abbremsen gedacht

Allerdings geht es dort darum, einen allzu schnellen Verkehrsfluss auf das erlaubte Maß zu reduzieren. Die Anlage nennt sich „Alles-Rot-Ampel“. Wer dort schneller als 40 Stundenkilometer unterwegs ist, der wird mit Rotlicht „bestraft“ und dadurch entsprechend abgebremst.

Einige Ampelanlagen in der Kinzigstraße sind im Herbst 2016 von Hessen Mobil erneuert worden, und zwar an den Zufahrten Kinzigstraße/A 66, sowie an den Kreuzungen Kinzigstraße/Birkenweiherstraße und Kinzigstraße/Industriestraße. Ein Teil dieser neuen Signalanlagen an der Landesstraße 3339 sollen dazu beitragen, dass die Rückstaus von der A 66 aus minimiert werden.

Genau hinschauen: Auch die Ampelanlage Industriestraße/Kinzigstraße könnte einer gesonderten Betrachtung unterzogen werden. Foto: Axel HäslerAuch Fußgängerschutz modernisiert

Auf den beiden Autobahnausfahrten sind zudem zusätzliche Induktionsschleifen eingebaut worden, die bei Bedarf mehr Grün zeigen. Dies sollte dazu beitragen, einem möglichen Rückstau auf der Autobahn zu vermeiden.

Laut damaliger Mitteilung von Hessen Mobil von 2016 sind auch die Fußgängerschutzanlagen auf den neuesten Stand der Technik modernisiert worden. Die Lichtzeichenanlagen an der Anschlussstelle A66 und an den Einmündungen der Industriestraße und Birkenweiherstraße südlich Langenselbold Richtung Hasselroth waren damals über 20 Jahre alt. Hessen Mobil bezahlte damals zirka 215 000 Euro für das Projekt, das von Bund und Hessen bezuschusst wurden.

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