Schildersalat: Hier am Radweg entlang der L 3271 in Richtung Niedergründau und am Abzweig des Wirtschaftsweges in Richtung Obsthof Mohn weiß man nicht, wohin man zuerst schauen soll. Foto: Kleine-Rüschkamp

Langenselbold

Schilderwald: Ist ein einheitliches Regelwerk sinnvoll?

Langenselbold. An vielen Stellen in Langenselbold wird man von einem Schilderwald erschlagen. Ist das zu viel? Braucht Langenselbold ein Regelwerk für eine einheitliche Beschilderungen und Hinweistafeln?

Von Torsten Kleine-Rüschkamp

Gut gemeint ist manchmal auch zu viel. Die Rede ist hier vom Schilderwald in Langenselbold. Wer überinformiert wird, der schaltet ab und sieht mitunter den Wald vor lauter Bäumen nicht. Braucht Langenselbold ein Regelwerk für eine einheitliche Beschilderungen und Hinweistafeln aus einem Guss?

Freilich gibt es wichtigere Sachen, doch wer Ästhet ist und sich vor Wildwuchs graust, dem kann das ein Ärgernis sein. Vielleicht bedarf es einer Überarbeitung – eines reinigenden Regelwerks.Wege in alle HimmelsrichtungenHierzu das erste Negativ-Beispiel: An der Einbiegung von der Landstraße nach Niedergründau in Richtung Obsthof Mohn stehen auf geschätzten vier Quadratmetern neun Schilder. Sie verweisen unter anderem auf sieben Örtlichkeiten, zwei Richtungen für Radler, einen kombinierten Rad- und Fußweg beziehungsweise dessen Anfang sowie ein Gebot zum Vorfahrt achten.Weiter zu einem zweiten Schauplatz: An der Einmündung des Rad- und Fußweges zum Freizeitpark Gründau-Aue in Höhe von Ravolzhäuser Straße und Roter Hohl sind an einem einzelnen Pfosten nicht weniger als acht Schilder befestigt. Da ist zu lesen: „Betreten der Gründau erfolgt auf eigene Gefahr – Eltern haften für ihre Kinder“. Die restlichen sieben Schilder weisen Radfahrern und Fußgängern den Weg in alle Himmelsrichtungen.Doppelt hält besser?Das dritte Beispiel: Zwischen Geisfurthmühle und Lindenhof wird die Radwegkreuzung auch durch einen Schilderwald geschmückt. So wird der Hinweis in Richtung Langenselbold noch einmal durch ein weiteres Rad-Piktogramm ergänzt. Doppelt hält besser?Und noch ein Punkt, der verbessert werden müsste: An der Kneipp-Anlage in der Gründau-Aue müssten die drei Schilder dringend einmal gereinigt sowie von Aufkleber und Graffiti befreit werden. So kann man kaum den Ratschlag entziffern, die gerne von Vandalen heimgesuchte Anlage wegen möglicher Scherben im Bachbett nur mit Gummischuhen zu betreten. Hier wäre vielleicht besser ein Schildangebracht, das aus einem Guss ist und auch insgesamt weniger Text enthält.

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