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Hat der Plakat-Wildwuchs jetzt ein Ende?

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Patrick Heck (CDU), Christof Sack (FDP), Rainer Lamprecht (FDP), Gustav Schreiner (Bündnis 90/Die Grünen) und Timo Greuel (SPD) präsentieren ihre Vereinbarung zur Landtagswahl. Die Parteien wollen mit höchstens 50 Wahlplakatträgern im öffentlichen Raum werben. Foto: Habermann
Patrick Heck (CDU), Christof Sack (FDP), Rainer Lamprecht (FDP), Gustav Schreiner (Bündnis 90/Die Grünen) und Timo Greuel (SPD) präsentieren ihre Vereinbarung zur Landtagswahl. Die Parteien wollen mit höchstens 50 Wahlplakatträgern im öffentlichen Raum werben. Foto: Habermann

Langenselbold. Die Wahlplakate in Langenselbold sorgen regelmäßig für Wirbel. Doch ab wann werden sie zum Ärgernis? Die Parteien wollen jetzt mit einer „freiwilligen Selbstverpflichtung“ dem Plakat-Wildwuchs Einhalt gebieten.

Von Rainer Habermann

Sie hängen schon und „zieren“ die Straßen der Gründaustadt: die Wahlplakate der Parteien zur den Landratswahlen im März. Bei jeder Wahl aber sind sie auch ein Zankapfel in der Bevölkerung: Ab wann werden die mehr oder weniger sinnigen Sprüche und Konterfeis an jeder Laterne, an jedem Baum und Zaun, zum Ärgernis? Eine „freiwillige Selbstverpflichtung“ aller im Parlament vertretenen Parteien soll Abhilfe schaffen.CDU, SPD, FDP, Grüne und Freie Wähler (FW) haben sich verpflichtet, die Anzahl ihrer Wahlplakatträger auf 50 Stück pro Partei zu beschränken. Dies gilt zunächst für die Landratswahlen, und nur für diese.AfD muss sich nicht an Selbstverpflichtung haltenDie Selbstverpflichtung gilt nicht für sogenannte „Großplakattafeln“ („Wesselmann-Tafeln“). Deren Anzahl und Standorte werden von den Kreisparteien vorgegeben, wie es in der Vereinbarung der örtlichen Parteien ausdrücklich heißt. Und: im Langenselbolder Parlament ist die AfD nicht vertreten, hat aber einen eigenen Landratskandidaten. Ob diese Partei sich auch an die Selbstverpflichtung hält? Sie muss es nicht, man darf gespannt sein.Das Thema kocht schon lange in der Langenselbolder Politik. Die FDP hatte bereits mehrere entsprechende Anträge in die Ausschüsse und ins Parlament eingebracht, doch offensichtlich konnte man sich erst jetzt einigen. Jedenfalls geht die freiwillige Selbstverpflichtung auf die Initiative der Freidemokraten Rainer Lamprecht und Christof Sack zurück.Vereinbarung gilt nur für öffentliche FlächenAuch die FW hatten sich kürzlich extrem verwundert gezeigt über die großflächige Plakatierung der CDU anlässlich der Kommunalwahl 2016 entlang eines Zauns in der Gelnhäuser Straße, obwohl die Stadtverwaltung zur Mäßigung bei der Plakatierung aufgefordert hatte.Der Zaun in der Gelnhäuser Straße gehört allerdings einem Privatmann, die Vereinbarung gilt nur für öffentliche Flächen. Die Freien Wähler haben das Papier jedenfalls mit unterzeichnet.

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