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Neuer Kinderarzt Stefan Sgoll kümmert sich um Bauchweh und Co.

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Dr. Stefan Sgoll ist der neue Kinderarzt in Langenselbold. Der Vater dreier Kinder – hier mit Sohn Moritz – hat die Praxis von Dr. Hans-Dieter Hüwer in der Spessartstraße 27 übernommen, der in den Ruhestand getreten ist. Foto: PM
Dr. Stefan Sgoll ist der neue Kinderarzt in Langenselbold. Der Vater dreier Kinder – hier mit Sohn Moritz – hat die Praxis von Dr. Hans-Dieter Hüwer in der Spessartstraße 27 übernommen, der in den Ruhestand getreten ist. Foto: PM

Langenselbold. Bei ihm spielen Kinder im Wartezimmer und haben vergessen, dass sie beim Arzt sind: Dr. Stefan Sgoll ist der neue Kinderarzt in Langenselbold. Er hat die Praxis von Dr. Hans-Dieter Hüwer übernommen.

Von Torsten Kleine-Rüschkamp

Auf dem Deck eines großen Spielzeugschiffs kurbelt ein Junge eifrig am Steuerrad. Ein Mädchen fährt auf einem Bobbycar. Das Geschwisterchen blättert derweil in einem Bilderbuch. Der 41-jährige Mediziner begrüßt freundlich zur Sprechstunde. Statt eines weißen Kittels trägt er einen blauen Pullover. Der Kinderarzt hat zum Jahresanfang die langjährige Praxis von Dr. Hans-Dieter Hüwer übernommen.Der Vorgänger ist nach fast 30 Jahren Tätigkeit in den Ruhestand getreten. Die Praxis an der Spessartstraße 27 ist seit vielen Jahrzehnten ein wichtiger Anlaufpunkt für viele Mütter und Väter. Die einzige Kinderarztpraxis, die es in Langenselbold gibt, wird auch von Eltern aus umliegenden Kommunen geschätzt.Magen, Darm und ErnährungDr. Sgoll hat sich über die normale kinderärztliche Tätigkeit hinaus spezialisiert. Neben dem ganz normalen Alltag mit Husten, Schnupfen, Fieber und vielen Kinderkrankheiten kümmert er sich um alles, was mit Magen, Darm und Ernährung zu tun hat. Nach Abschluss seiner Facharztausbildung sowie der Tätigkeit als Oberarzt in der Kinderklinik am Klinikum Gelnhausen absolvierte er eine Weiterbildung zum Kinder-Gastroenterologen.Die Gastroenterologie ist die Wissenschaft von den Krankheiten des Magen-Darm-Traktes und seiner Organe wie Leber, der Gallenblase oder der Bauchspeicheldrüse. Natürlich gehören auch alle Fragen zum Thema Ernährung mit in das Metier des spezialisierten Mediziners.Gespräche sind wichtig„Mehr als jede zweite Kind unter 15 Jahren hat schon einmal über einen längeren Zeitraum unter Bauchschmerzen gelitten“, zitiert der Arzt aus der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland, die unter dem Namen „KIGGS“ firmiert.Bauchschmerzen müssten nicht immer etwas Schlimmes bedeuten, manchmal würde sie „nur“ durch seelische Belastungen ausgelöst. Deshalb kämen den Gesprächen und der Diagnostik ein wichtiger Stellenwert zu, um psychosomatische Ursachen von chronischen Krankheiten zu unterscheiden. Hier kämen zum Beispiel die Themen Unverträglichkeit von Gluten und die Autoimmunkrankheit Zöliakie ins Spiel.Sgoll hat selbst drei KinderDer Kinderarzt muss oft darüber aufklären, dass es sich bei dem Thema Gluten sowohl um „nur“ eine Unverträglichkeit, aber auch um eine ernsthaft bedrohliche Autoimmunkrankheit handeln kann. Der Facharzt hat viel Erfahrung gesammelt, als er im Klinikum Gelnhausen eine gastroenterologische Sprechstunde abhielt.„Die Sprechstunde für Kinder mit Zöliakie oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen führe ich auch in Langenselbold fort“, kündigt er an. Dem Klinikum Gelnhausen wird der Vater dreier Kinder erhalten bleiben. Dort führt er weiterhin endoskopische Untersuchungen durch. Außerdem steht er dem Krankenhaus beratend zur Verfügung. Auf seiner Agenda für das Klinikum Gelnhausen steht auch eine kindergastroentologische Visite, die einmal pro Woche stattfinden soll.Tätigkeiten unterscheiden sichZu seinem medizinischen Schwerpunkt sagt er: „Es handelt sich um ein sehr spannendes und vielfältiges Gebiet, das zudem in der Region eher unterrepräsentiert ist.“ Er tausche sich regelmäßig mit Kollegen aus. Die interdisziplinäre Arbeit mit Psychologen, Psychotherapeuten, Ernährungsspezialisten und anderen niedergelassenen Kinder- und Hausärzten sowie Erwachsenen-Gastroenterologen sei ihm dabei sehr wichtig.Die Tätigkeit als niedergelassener Kinderarzt unterscheidet sich von einem Klinikarzt doch beträchtlich. Dr. Sgoll hat im Krankenhaus bisher oft nur die Kinder behandelt, als sie akut erkrankt waren. Nun kommen Eltern auch mit ihren Kindern zur Vorsorgeuntersuchung oder lassen ihre Kleinen impfen. Im Gegensatz zum Klinikalltag wird er nun viele Kinder über einen längeren Zeitraum begleiten und sie aufwachsen sehen.Praxisteam unterstützt den NeuenDer Arzt, der das gesamte allgemeinpädiatrische Leistungsspektrum seines Vorgängers anbietet, wird durch das langjährige und bewährte Praxisteam von Dr. Hüwer unterstützt. Der in Gründau-Lieblos wohnende Arzt lässt derzeit seine Praxis-Webseite überarbeiten, damit Eltern sich schnell über alle Neuigkeiten, Öffnungszeiten und vieles mehr informieren können.

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