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Magenknurren am Kinzigsee: Catering soll verbessert werden

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Mängel beim Catering haben Badegäste bei einer Umfrage beanstandet. Die Stadt soll mit dem Gastronomie-Eigentümer verhandeln, um seinen Pavillon (versteckt unter der Baumgruppe unterhalb des Volleyball-Feldes) öfter als bisher zu öffnen. Alternativ gibt es die Idee, einen Foodtruck auffahren zu lassen. Foto: Häsler
Mängel beim Catering haben Badegäste bei einer Umfrage beanstandet. Die Stadt soll mit dem Gastronomie-Eigentümer verhandeln, um seinen Pavillon (versteckt unter der Baumgruppe unterhalb des Volleyball-Feldes) öfter als bisher zu öffnen. Alternativ gibt es die Idee, einen Foodtruck auffahren zu lassen. Foto: Häsler

Langenselbold. Zum Maßnahmenkatalog, den Kinzigsee aufzuwerten, gehört auch der Wunsch nach einem verbesserten Gastronomie-Angebot. Die Bestandsaufnahme der Arbeitsgruppe Kinzigsee und eine von ihr in Auftrag gegebene Umfrage unter rund 100 Badegästen im vergangenen Sommer hat mehrere mögliche Baustellen aufgetan.

Von Torsten Kleine-Rüschkamp

Als Gerhard Mohn (CDU) jüngst der Stadtverordnetenversammlung aus dem Haupt- und Finanzausschuss über eine mögliches und anzugehendes Projekt berichtete, war die Rede in Teilen ein wenig kryptisch. Laut Mohn soll der Kaufvertrag der Kinzigseegaststätte „einer Prüfung unterzogen werden“. Ziel sei es, hier „eventuell eine weitere Bewirtschaftung des Kinzigsees durch ein alternatives Angebot beziehungsweise Catering und Getränke zu ermöglichen“. Dies habe die Arbeitsgruppe Kinzigsee vorgeschlagen, sagte Mohn.

Wie berichtet, hat die Große Koalition jene Arbeitsgruppe eingerichtet, um den Kinzigsee wirtschaftlicher betreiben zu können. Ein Ergebnis ist zum Beispiel der für dieses Jahr geplante Bau neuer Parkplätze im Eingangsbereich und die Schaffung einer neue Verkehrsführung, die den Badegästen eine stressfreiere An- und Abfahrt ermöglichen soll.

"Überprüfung des Kaufvertrages der Kinzigseegaststätte"Die Umfrage unter Badegästen hat laut Mohn auch den Wunsch nach einem verbesserten Catering ergeben. Bürgermeister Jörg Muth (CDU) erklärte auf Anfrage unserer Zeitung, was der Wunsch zur „Überprüfung des Kaufvertrages der Kinzigseegaststätte“ bedeutet.

Auf dem Areal des Kinzigsees gibt es zwei Gaststätten. Es gebe aber lediglich einen Eigentümer. Der Besitzer habe die andere Gaststätte verpachtet. Der Eigentümer betreibe ferner auf dem Kinzigsee-Gelände einen Pavillon, an dem er Snacks, Getränke und kleine Speisen anbietet.

Unterschiedliche AnsichtenNun herrschen aber zwischen der Stadt sowie der Arbeitsgruppe und dem Gastronomie-Eigentümer unterschiedliche Auffassungen darüber, wann und wie oft der Pavillon geöffnet ist beziehungsweise sein sollte.

Es wird kritisiert, dass der Pavillon zu oft geschlossen ist. Der Wirt hingegen argumentiere, dass es sich für ihn erst ab einer gewissen Publikumsfrequenz im Strandbad wirtschaftlich lohne, ein Catering anzubieten. Das hierfür nötige Personal müsse er ja entlohnen.

Foodtruck als Alternative„Wir möchten die Versorgungslücke schließen“, so Muth. Auch an weniger gut von Badegästen besuchten Tagen sollte es einen Verkauf von Würstchen, Cola und Snacks geben. Es steht laut Muth auch die Idee im Raum, alternativ einen Foodtruck für das Catering auffahren zu lassen.

Um die reguläre Gastronomie des Kinzigsees nutzen zu können, müssen die Badegäste allerdings richtige Kleidung anlegen, wenn sie eine Pizza essen möchten. Dort kann man nicht in Badehose und Adiletten tafeln. „Mit dem Eigentümer ist bisher noch nicht verhandelt worden. Das soll aber erfolgen“, berichtete Muth.

Zahlreiche mögliche Baustellen aufgetanDie Umfrage unter den Badegästen hat die Langenselbolder Firma Creativwerkstatt durchgeführt. Christian Fischer, Betreiber dieser Werbeagentur und Mitarbeiter des Stadtmarketingvereins, habe zudem ein Eventkonzept erarbeitet und der Arbeitsgruppe Kinzigsee vorgelegt.

Diese Fragen wurden unter anderem bei dem Interview der Badegäste gestellt: Wer besucht den Kinzigsee? Aus welchen Regionen kommen die Badegäste? Wie weit fahren die Gäste, um nach Selbold zu kommen? Was wünschen sie sich an Attraktionen?

Positiv bei der Befragung seien die Liegeflächen aufgefallen. Bemängelt wurde, dass es zu wenig Schattenplätze gebe. Die Möglichkeiten, Sport zu treiben, seien ebenfalls als weniger gut benotet worden. Zusätzliche Duschen standen ebenfalls auf der Wunschliste. Die Sanitäranlagen wurden zum Teil als unterdurchschnittlich bewertet. Das gelte ebenso für die Umkleidekabinen. Wie berichtet, sollen außerdem unter anderem als Sofortmaßnahme ab der kommenden Saison Sonnensegel aufgespannt werden.

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