Zwei der vier Häuser des Baugebiets „Im Weyertsfeld“ an der Gelnhäuser Straße am Ortsausgang in Richtung Rothenbergen sind bereits fertiggestellt.  
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Zwei der vier Häuser des Baugebiets „Im Weyertsfeld“ an der Gelnhäuser Straße am Ortsausgang in Richtung Rothenbergen sind bereits fertiggestellt.  

Selbolder Neubauprojekt nimmt Gestalt an

Zwei der vier Häuser an der Gelnhäuser Straße bereits fertiggestellt

  • Lars-Erik Gerth
    vonLars-Erik Gerth
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Trotz der seit einem Jahr alles beherrschenden Pandemie sind die Arbeiten im Neubaugebiet „Im Weyertsfeld“ am Langenselbolder Ortsausgang in Richtung Rothenbergen gut vorangekommen. Davon konnten sich bei einem Ortstermin unter anderem Bürgermeister Timo Greuel (SPD), Stadtverordnetenvorsteher Tobias Dillmann (CDU) und Bauamtsleiter Thomas Wagner ein Bild machen.

Langenselbold – Christian Schlett, der Geschäftsführer der ausführenden Rhein-Main Wohnbau GmbH aus Altenstadt, informierte über den aktuellen Stand und führte durch einige der bereits bezugsfertigen Eigentumswohnungen. Zwei der vier Gebäude sind bereits fertiggestellt, die ersten drei Wohnparteien auch schon eingezogen, so Schlett. Insgesamt 32 Eigentumswohnungen verteilen sich auf die vier Mehrfamilienhäuser. „Sie sind alle barrierefrei. Das war uns als Stadt Langenselbold sehr wichtig“, hob Bürgermeister Greuel hervor. Entstanden ist das Projekt in der Ägide seines Amtsvorgängers Jörg Muth.

Der Beschluss des Bebauungsplans durch die Stadtverordnetenversammlung erfolgte im März 2017, der Spatenstich Ende September 2019. Im Bebauungsplan war die Schaffung von barrierefreiem Wohnraum im Geschosswohnungsbau entsprechend verankert worden. Diese Zielsetzung ergab sich nicht zuletzt aus der unmittelbaren Nähe zum Seniorenwohnpark Kinzigaue. Aufgrund des sich nördlich anschließenden Wohnquartiers setzte der Bebauungsplan eine Beschränkung der Gebäudegrößen für die vier Neubauten auf maximal zwei Vollgeschosse fest, die auch eingehalten wurde.

Erste der 32 Eigentumswohnungen sind schon bezogen

Das rund 7000 Quadratmeter große Areal an der Gelnhäuser Straße gehörte dem Langenselbolder Dieter Bielesch, der es an die Rhein-Main Wohnbau GmbH verkauft hatte. Er war bei dem Ortstermin ebenfalls zugegen und zeigte sich beeindruckt von dem, was dort in den vergangenen 17 Monaten entstanden ist. Die Zwei-, Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen sind mit 84 bis 109 Quadratmetern großzügig geschnitten. Es gibt Glasfaseranschluss bis in die Wohnungen durch die Breitband Main-Kinzig und der barrierefreie Zugang zu allen Wohnungen ist durch Aufzüge und breite Türen gewährleistet. Die beide Tiefgaragen umfassen jeweils 20 Stellplätze. Und außerdem gibt es an den Häusern noch 24 weitere Stellplätze im Freien.

Besondere Erwähnung in den Erläuterungen von Christian Schlett fand das energetische Konzept, dessen Mittelpunkt das Blockheizkraftwerk darstellt. Gewährleistet sei unter anderem kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung, die dezentral in den Wohnungen gesteuert werden könne.

Bürgermeister und Rhein-Main-Wohnbau-Geschäftsführer betonten jeweils die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Bauträger, die reibungslos vonstatten gegangen sei.

240 Tonnen Stahl und 260 Kubikmeter Beton verbaut

Was hinter einem solchen Projekt an Material steckt, machte Schlett mit einigen Zahlen deutlich: „Wir haben hier in allen vier Häusern zusammen 240 Tonnen Stahl, 260 Kubikmeter Beton sowie 2530 Quadrarmeter gedämmte Außenfläche verbaut. Das gesamte Mauerwerk, das aus Kalksandstein besteht, beläuft sich auf rund 3000 Quadratmeter.“

Wegen der Installation des Blockheizkraftwerks lag bei der Fertigstellung der Gebäude die Priorität auf den vorderen beiden Häusern (in deren Kellerbereich befindet sich die Anlage). „Bis Ende dieses Jahres werden dann auch die beiden hinteren Häuser bezugsfertig sein“, berichtete Schlett abschließend. Diese Gebäude haben übrigens die VR-Banken Main-Kinzig-Büdingen von der Rhein-Main Wohnbau GmbH erworben.

Von Lars-Erik Gerth

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