Eine Zeichnung der Kita „Kunterbunt“ samt Familienzentrum: In wenigen Monaten ist Baustart. Foto: HA

Langenselbold

Langenselbold investiert etliche Millionen in die Infrastruktur

Langenselbold. Baufieber in der Gründaustadt: Langenselbold investiert in diesem Jahr etliche Millionen von Euro. Zahlreiche Planungen für die kommenden Jahre werden zudem auf den Weg gebracht.

Von Torsten Kleine-Rüschkamp

Das wohl größte Projekt in städtischer Regie ist die Kindertagesstätte „Kunterbunt“ mit angeschlossenem Familienzentrum. Hier investiert die Stadt rund 4,5 Millionen Euro. Im Sommer soll mit dem Bau begonnen werden. Träger der Einrichtung, die im Neubaugebiet Niedertal III entsteht, soll der Kreisverband Hanau des Deutschen Roten Kreuzes werden.

Häuslebauer können ab März bereits ihre Bauanträge für ihre Projekte im Baugebiet Niedertal III einreichen. „Die Erschließungsarbeiten sollen Ende Februar komplett abgeschlossen sein“, sagte Bürgermeister Jörg Muth (CDU) im Gespräch mit unserer Zeitung.

Überraschung beim NeujahrsempfangVor den Toren der Stadt in Richtung Niedergründau entsteht im Gründautal, sofern es die Witterung zulässt und trockenes Wetter über einen längeren Zeitraum herrscht, das erste von beiden Hochwasserrückhaltebecken. Das rund 4,5 Millionen teure Projekt wird mit zirka 2,6 Millionen Euro durch das Land Hessen bezuschusst.

Beim Neujahrsempfang der Stadt Langenselbold überraschte der Bürgermeister mit der Neuigkeit, dass die Gründaustadt ein Gesundheitszentrum erhält. Ein Investor will das Projekt auf einem 1,6 Hektar großen Gelände stemmen. Über den Standort ist vorerst Stillschweigen vereinbart worden. Die Stadt will das Areal ankaufen und an den Investor weiterveräußern. Magistrat und Stadtverordnetenversammlung wollen noch in diesem Jahr die entsprechenden Beschlüsse fassen. Baubeginn soll 2019 sein. Neben Arztpraxen sollen „soziale Bausteine“ unterkommen, wie es hieß.

Stadtpolizei, Kinzigsee und GewerbegebietDes Weiteren soll die Stadtpolizei, die personell von zwei auf vier Kräfte aufgestockt wird, aus dem Rathaus weichen und ein neues Domizil im Stadtgebiet beziehen.

Für den Kinzigsee sollen die ersten Maßnahmen umgesetzt werden, um die Einrichtung attraktiver zu machen: mehr Parkplätze, eine Neuregelung der Zu- und Abfahrt und Verbesserungen bei der Ausstattung und der Gastronomie.

Momentan kann die Stadt die hohe Nachfrage nach richtig großen Gewerbegrundstücken nicht befriedigen. „Sehr große Grundstücke sollen ab 2020 aber wieder zur Verfügung stehen und ab 2021 verkauft werden“, sagte Muth. Derzeit entwickelt die Stadt ein neues Gewerbegebiet mit 35 Hektar. Dieses Areal soll sich in südwestlicher Richtung bis zur A 45 erstrecken. Ein weiterer 9,5 Hektar großes Gelände, das Langenselbold jenseits der A 45 gehört, wird ebenfalls arrondiert.

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