Hoffen, dass ihre Idee eines Unverpackt-Ladens für Langenselbold von den Bürgerinnen und Bürgern gut angenommen wird: Beatrice Matz (links) und Kerstin Friedemann.
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Hoffen, dass ihre Idee eines Unverpackt-Ladens für Langenselbold von den Bürgerinnen und Bürgern gut angenommen wird: Beatrice Matz (links) und Kerstin Friedemann.

Neues Angebot in Langenselbold

Unverpackt-Laden feiert in der Gründaustadt Premiere

  • vonAxel Häsler
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Jedes Töpfchen hat sein Deckelchen oder wie der Hesse sagt: „Jedes Dippsche hat sei Degelsche!“ Um Gläser, Schalen oder Töpfe, eben kurz um Dippsche, geht es auch im neuen Langenselbolder Unverpackt-Laden, den Kerstin Friedemann und Beatrice Matz im Markt am Ring betreiben. Am 31. März öffnete er erstmals seine Pforten für die Kundschaft.

Langenselbold – Insgesamt 630 verschiedene Artikel führen die beiden Inhaberinnen in ihrem Sortiment. Das meiste davon wie Müsli, Nüsse oder Trockenobst gibt es aus Spendern, aus denen die Kunden sich selbst bedienen und in ihr eigenes Gefäß abfüllen können. Aber auch Backzutaten, Süßigkeiten, Essig und Öle findet man in den Regalen. Und da alles ins eigene Gefäß abgefüllt wird, also ins Dippsche, heißt der Laden auch einfach „Ins Dippsche“. Neben unverpackten Lebensmitteln finden die Kunden dort auch Hygieneartikel und Reinigungsmittel. Die sind zwar in Plastikflaschen verpackt, können dann später aber aus großen Kanistern neu abgefüllt werden, womit kein Verpackungsmüll mehr anfällt.

Kerstin Friedemann und Beatrice Matz haben drei Jahre lang als Kolleginnen in einem Gelnhäuser Kaufhaus miteinander gearbeitet. Als sie davon erfuhren, dass in Langenselbold ein ehemaliges Friseurgeschäft geschlossen hat, kamen die beiden Frauen auf die Idee, dort einen Unverpackt-Laden zu eröffnen. Monate der Planung und des Umbaus standen an. Bis kurz vor der Eröffnung wurden noch die Regale aufgefüllt.

Die ersten kleinen und großen Kunden nutzten bereits gestern Vormittag das Angebot des neuen Selbolder Unverpackt-Ladens an der Ringstraße.

Wenn die momentanen, Corona-bedingten Einschränkungen wieder aufgehoben werden, soll es auch einen Bereich für Kaffee und Kuchen geben, wie Kerstin Friedemann und Beatrice Matz gestern bei der Eröffnung berichteten. Derzeit erhält man im Unverpackt-Laden aber auch schon einen Kaffee zum Mitnehmen.

Greuel zeigt sich erfreut über neues Angebot

Erfreut über das für die Gründaustadt neue Angebot zeigten sich auch Bürgermeister Timo Greuel und Verena Lenz, die Leiterin des Amtes für Soziales, Familie und Kultur. Sie wünschten Matz und Friedemann bei ihrem Besuch zur Eröffnung alles Gute und viele Kunden. „Mich freut, dass auch regionale Produkte und Fair-Trade-Waren im neuen Unverpackt-Laden angeboten werden“, hob Greuel im Gespräch mit der LZ besonders hervor. Er ist überzeugt davon, dass auch Interessenten aus umliegenden Kommunen den neuen Selbolder Unverpackt-Laden nutzen werden. Bisher gab es ein solches Angebot im Main-Kinzig-Kreis nur in Hanau und Gelnhausen.

Öffnungszeiten

Geöffnet hat der neue Selbolder Unverpackt-Laden in der Ringstraße 28 jeweils montags bis freitags von 9 bis 19 Uhr und samstags von 9 bis 14 Uhr.

Von Axel Häsler

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