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Langenselbolds Einwohnerzahl ist 2021 um 1,67 Prozent gestiegen

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Von: Lars-Erik Gerth

Ein Grund für die Bevölkerungszunahme: Das Neubaugebiet Niedertal III im Norden den Gründaustadt.  
Ein Grund für die Bevölkerungszunahme: Das Neubaugebiet Niedertal III im Norden den Gründaustadt.   © Axel Häsler

Der Wohnort Langenselbold erfreut sich großer Beliebtheit. Auf diesen Schluss kommt man bei der Betrachtung der neuesten Einwohnerzahlen fast automatisch. Der Main-Kinzig-Kreis hat bei den kürzlich veröffentlichten Zahlen auch die Entwicklung der letzten zehn Jahre in allen Städten und Gemeinden des Kreises berücksichtigt. Und nicht zuletzt daran ist zu erkennen, dass die Gründaustadt kontinuierlich gewachsen ist.

Langenselbold – Besonders stark – gerade auch im Vergleich zu allen anderen Kommunen im Main-Kinzig-Kreis – ist Langenselbold im vergangenen Jahr 2021 gewachsen. Im Januar des Vorjahrs lag die Einwohnerzahl noch bei 14 184. Bis Ende 2021 stieg sie auf 14 421. In Prozent ist dies ein Bevölkerungszuwachs innerhalb eines Jahres um 1,67 Prozent.

Dass dies ein signifikanter Wert ist, wird deutlich, wenn man dies in Relation zu den anderen, auch größeren Städten im Kreis setzt. Langenselbold liegt mit diesem Wert nämlich auf Platz eins und das auch vor Hanau, das für 2021 auf einen Zuwachs von 1,41 Prozent kommt. Natürlich nahm dort die Einwohnerzahl in absoluten Zahlen deutlich stärker zu, nämlich um 1365 auf 98 502. Doch im Vergleich mit dem Ausgangswert (im Falle Hanaus: 97 137) ist der prozentuale Zuwachs in Selbold höher.

In Frankfurts Nachbarstadt Maintal ging Bevölkerungszahl sogar zurück

Bezüglich der immer als wichtiger Standortfaktor genannten Nähe zu Frankfurt ist übrigens interessant, dass das direkt an die größte hessische Stadt angrenzende Maintal im vergangenen Jahr – ganz im Gegensatz zu Selbold – eine rückläufige Tendenz bei der Einwohnerzahl hinnehmen musste. Dort lebten Ende 2021 mit 39 287 genau 20 Personen weniger als Anfang des Vorjahrs.

Die aktuellen Zahlen spiegeln also durchaus wider, dass sich Langenselbold als Wohnstandort einer gewissen Attraktivität erfreut. Das macht auch die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre deutlich. Laut Zahlen des Kreises wohnten Ende 2011 genau 13 475 Menschen in der Gründaustadt. Dies bedeutet, dass die Einwohnerzahl in diesen zehn Jahren um 946 Personen zugenommen hat. Das ist ein Zuwachs um 7,02 Prozent. Im Vergleich liegt Selbold damit kreisweit auf Rang fünf. Unangefochtener Spitzenreiter beim Bevölkerungswachstum der letzten zehn Jahre ist übrigens Erlensee. Selbolds Nachbarstadt legte um 2441 auf 15 579 Einwohner zu: ein prozentuales Wachstum um beachtliche 18,58 Prozent.

Bürgermeister Timo Greuel zeigt sich erfreut

Erfreut über die Bevölkerungsentwicklung in Langenselbold zeigt sich Bürgermeister Timo Greuel (SPD). „Die Zahlen belegen, dass unsere Stadt als Wohnort für viele Menschen attraktiv ist“, so Greuel gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Dies liege zum einen an der guten Infrastruktur, „auch was die soziale Komponente anbetrifft“. Zum Zweiten mache sich „die gute Verkehrsanbindung unter anderem mit zwei Autobahnanschlüssen sowie dem ÖPNV mit Bus und Bahn“ bemerkbar.

„Und natürlich kommt zum Dritten die Lebensqualität hinzu. Hier sind die Nähe zur Natur, aber unter anderem auch ein Schwimmbad und das Strandbad Kinzigsee ganz wichtige Standortfaktoren“, führt Greuel als Gründe für die positive Bevölkerungsentwicklung an. „Unser Ziel kann es aber nicht sein, auf Biegen und Brechen immer weiter zu wachsen. Die Infrastruktur muss dabei Schritt halten. Und wir können nicht einfach alles zubetonieren“, macht der Bürgermeister deutlich, dass man in den kommenden Jahren die Prioritäten etwas anders setzen werde als in der Vergangenheit.

„Wachstum darf aber kein Selbstzweck sein“

So findet sich auch im rot-grünen Koalitionsvertrag folgender Passus, der Greuel sehr wichtig ist: „Aufgrund des schnellen Wachstums in den letzten Jahren soll der Fokus in Zukunft auf ein qualitatives Wachstum gerichtet werden. Wachstum darf kein Selbstzweck sein.“

Entsprechend verzichten SPD und Grüne in der laufenden Legislaturperiode auch darauf, in Planungen für zukünftige Baugebiete zu investieren. „Dafür nehmen wir Geld in die Hand, um den dringenden Neubau der Kläranlage und das Projekt Multifunktionshalle auf den Weg zu bringen, um den hohen Standard Langenselbolds als Wohnort weiter zu sichern“, betont der Bürgermeister seine Prioritätensetzung bezüglich der Stadtentwicklung in den kommenden Jahren.

Von Lars-Erik Gerth

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