Durchgetaktet - Anreise im Stau, Interview mit HA-Redakteurin Kerstin Biehl, Vortrag, Autogrammstunde. Zeit zum Verschnaufen hatte Joey Kelly am Donnerstagabend nicht. Foto: TAP

Langenselbold

Interview: Joey Kelly über seinen Weg zu Ausdauer und Disziplin

Langenselbold. Vor seinem Vortrag hatte der HANAUER ANZEIGER Gelegenheit, an Joey Kelly einige Fragen zu richten.

Herr Kelly, willkommen in Langenselbold. Sie sind heute hier auf Einladung des Alpenvereins. Sind Sie selbst Mitglied?

Nein, das bin ich nicht. Aber zu den Alpen und zu Bergen allgemein habe ich eine intensive Beziehung. Berge, das ist Natur pur. Ich habe in den Bergen so viele Wettkämpfe absolviert. Ich habe viermal die Zugspitze bestiegen, war auf dem Mont Blanc, auf dem Kilimandscharo, auf dem Elbrus, auf Bergen in Nepal, ich war wirklich auf sehr vielen Bergen.

Sie sind nicht der einzige, der gerne in die Berge geht. Die Alpen werden von uns Menschen immer intensiver genutzt. Wie ist Ihre Einstellung dazu?

Ich finde, dass der Sport und das Wandern in den Bergen sehr naturverbunden, sehr achtsam stattfinden. Menschen die in den Bergen wandern, die in die Berge gehen, das sind ohnehin Menschen, die mit der Natur im Einklang sind. Menschen, die die Natur schützen wollen.

Gleich werden Sie auf der Bühne stehen. In ihrem Vortrag geht es um Limits. Beziehungsweise darum, sich keine Grenzen zu setzen. Aber haben wir nicht alle irgendwo unsere Grenzen – und ist das nicht auch gut so?

Ich denke, man setzt sich oft eine Grenze, die nicht da ist. Unsere Grenzen sind viel weiter, als wir denken, als wir uns selbst zutrauen. Sportliche Grenzen, berufliche Grenzen, private Grenzen. Viele von uns lebengerne komfortabel und jammern auch gerne und sagen, eigentlich könnte man mehr tun. Aber jeder mussselber wissen, was er machen will.

Sie plädieren für Ausdauer und Disziplin. Waren Sie schon immer so, oder haben Sie sich das über die Jahre angeeignet?

Ich glaube, ich war von klein auf so. Die Erziehung meiner Eltern war es, immer fleißig zu sein. Das hat einfach zum Ausdauersport und Marathon gepasst.

Wenn die Gäste nachher nach Hause gehen: Was hoffen Sie, dass sie durch Ihren Vortrag an Inspiration mit nach Hause nehmen?

Wenn mein Vortrag schafft, ihnen den Mut zu geben, ihren eigenen Weg verstärkt zu gehen, dann ist es schon viel.

Das Interview führte Kerstin Biehl.

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