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In der Klosterberghalle werden bis zu 250 Impfungen am Tag verabreicht

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Von: Patricia Reich

Wer sich noch impfen lassen möchte, hat ab der dritten Kalenderwoche fast noch freie Auswahl.
Wer sich noch impfen lassen möchte, hat ab der dritten Kalenderwoche fast noch freie Auswahl. © Screenshot: HA

Seit knapp über einen Monat betreibt der DRK-Kreisverband die Impfstelle „Dein Pflaster“ im Auftrag des Main-Kinzig-Kreises. „Die Impfstellen waren kurzfristig Geschichte und wir haben uns auf die Teststellen konzentriert“, lässt DRK-Pressesprecherin Andrea Pauly die Ereignisse Revue passieren. „Dann kam der Auftrag vom Kreis, innerhalb einer Woche eine Impfstelle aufzubauen, was wir auch geschafft haben“, sagt sie nicht ohne Stolz.

Langenselbold – Immerhin galt es damals, eine komplette Logistik, Personal und Abläufe zu organisieren. Unterstützung erfuhr der Kreisverband auch von Bürgermeister Timo Greuel (SPD), der die Klosterberghalle zur Verfügung stellte. „Es sollte nach Möglichkeit keine Schulsporthalle involviert werden, damit die Kinder nicht auf ihren Sportunterricht verzichten müssen“, erklärt die Pressesprecherin einen der Gründe, weshalb die Wahl auf die Klosterberghalle fiel. Außerdem liegt sie ganz in der Nähe zur kooperierenden Apotheke, sodass der Transportweg des Impfstoffes zur Impfstelle sehr kurz ist. Damals startete die Impfstelle mit etwas Verzögerung, da die Impfstoffmenge gekürzt wurde. „Wir sind mit 150 Impfungen am Tag gestartet. Mittlerweile konnten wir die Kapazitäten zunächst auf 200 und aktuell auf 250 Impfungen am Tag hochschrauben“, gibt Pauly Auskunft.

Bisher 5500 Impfungen in Langenselbold verabreicht

Insgesamt 5500 Impfungen wurden bereits in der Klosterberghalle verabreicht. Laut Stefan Betz, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes, und der Impfleitung der Klosterberghalle wurden überwiegend Booster-Impfungen durchgeführt, aber auch Erst- und Zweitimpfungen. Insgesamt habe die Kapazität im Laufe des vergangenen Monats zugenommen. „Gearbeitet wird in zwei Schichten, montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr. Pro Schicht besteht das Impfteam aus jeweils zehn Personen“, sagt Pauly.

Einzig an den Feiertagen und zum Jahreswechsel hatte die Impfstelle in Langenselbold geschlossen beziehungsweise bedingt geöffnet. „Das war eine bewusste Entscheidung unsererseits, damit das Impfpersonal auch mal durchatmen kann.“

Bundeswehrsoldaten unterstützen das Impfteam

Die Erfassung der jeweiligen Impfungen erfolge direkt über das Land Hessen, wo die Daten zentral zusammenlaufen. „Die Soft- und auch die Hardware, die in der Impfstelle zum Einsatz kommen, wurden vom Land gestellt“, erläutert die Pressesprecherin. Außerdem unterstützen seit Kurzem auch zwei Soldaten der Bundeswehr das Impfteam. „Sie sind an der Anmeldung und am Check-out eingesetzt und kümmern sich um die Dokumentation.“

Zum Start der Impfstelle waren die Termine bis in den Februar hinein bereits vergeben. Das hat sich mittlerweile allerdings geändert. „Dadurch, dass es diverse Impfangebote wie die Impfmobile oder den Impfmarathon in Hanau gab, haben viele ihre Impfung früher wahrnehmen können und ihre Termine in Langenselbold abgesagt.“ Somit hätten Impfwillige vor allem ab der dritten Kalenderwoche fast freie Wahl bei der Terminvergabe.

Gespräche über Fortführung der Impfstelle

Eigentlich ist geplant, dass die Impfstelle bis zum 31. Januar in der Klosterberghalle betrieben wird. „Wir haben uns bereits mit Bürgermeister Greuel ausgetauscht und werden kommende Woche die Gespräche fortführen, wie es danach weitergehen soll“, berichtet Stefan Betz.

Diejenigen, die im Februar einen Termin hätten, brauchten aber nicht zu befürchten, dass dieser verfalle, betont Pauly. „Durch die Anmeldung haben wir alle Daten vorliegen. Sollte sich der Ort ändern, werden wir die betreffenden Personen kontaktieren und mitteilen, wo die Impfung dann erfolgen wird.“ (Von Patricia Reich)

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