Im Rahmen des Energie-und Klimaschutzkonzepts 2030 wird der Fuhrpark der Selbolder Stadtverwaltung auf umweltschonende Antriebsformen umgestellt.
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Im Rahmen des Energie-und Klimaschutzkonzepts 2030 wird der Fuhrpark der Selbolder Stadtverwaltung auf umweltschonende Antriebsformen umgestellt.

Nachhaltigkeit

Fuhrpark wird umweltschonender: Stadtverwaltung erwirbt zwei neue Elektro- und Gasfahrzeuge

  • vonAnja Goldstein
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Im Rahmen des Energie- und Klimaschutzkonzepts 2030 stellt die Stadtverwaltung ihren Fuhrpark weiter auf umweltschonende Antriebsformen um. Dies hoben Bürgermeister Timo Greuel (SPD) und Klimaschutzmanager Carsten Breitbach bei der Vorstellung der neu angeschafften Elektro- und Gasfahrzeuge besonders hervor.

Langenselbold – Außerdem informierten sie darüber, dass in den kommenden Wochen drei weitere E-Tankstellen im Stadtgebiet in Betrieb genommen werden können. Mit je zwei Zapfsäulen an der Klosterberghalle, dem Rathaus und am Kinzigsee würden dann laut Breitbach insgesamt elf Ladestationen nutzbar sein. Am Innovationszentrum an der Ringstraße und am Bahnhof sind bereits fünf Ladesäulen in Betrieb.

Mit den zusätzlichen sechs Lademöglichkeiten sei die Stadt laut einer Infrastruktur- Potenzialanalyse des Main-Kinzig-Kreises für die Zukunft gut aufgestellt, so Greuel. Inklusive einer Förderung in Höhe von 15 000 Euro habe die Stadt dafür rund 45 000 Euro investiert.

Die Anschaffung eines VW E-Golfs für die Stadtverwaltung und eines Skoda Octavias G-Tec für den Bauhof entsprechen dem Energie- und Klimaschutzkonzept 2030, das die Stadtverordnetenversammlung 2012 auf den Weg gebracht hatte. Unter anderem ist in dem Konzept festgelegt, dass bei der Beschaffung neuer Fahrzeuge alternative Antriebskonzepte zu berücksichtigen sind und die Errichtung von Elektrotankstellen im Stadtgebiet vorangebracht werden soll.

Für das Jahr 2021 ist dann der Erwerb zweier weiterer Elektrofahrzeuge geplant. „Damit leisten wir einen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung und somit zur Verringerung der Kohlendioxid-Emissionen“, erläuterte Breitbach. Und das Stadtoberhaupt betonte: „Damit nimmt die Stadt auch eine Vorbildfunktion ein.“

Laut einer Studie des Bundesumweltamts stößt ein Elektroauto zwischen 16 und 27 Prozent weniger Kohlendioxid aus als ein Benziner. Weitere Einsparungen ergeben sich durch die Energiewende im Strombereich. So soll der Vorteil auf bis zu 40 Prozent anwachsen. Auch die Erdgasfahrzeuge können mit einer Bilanz von 25 Prozent weniger Kohlendioxid-Ausstoß und so gut wie keinem Stickoxid im Vergleich zum herkömmlichen Verbrennermotor aufwarten.

Schon vor mittlerweile vier Jahren hat die Selbolder Stadtverwaltung einen Renault Kangoo Z.E. in Betrieb genommen. Der damalige Erste Stadtrat Gustav Schreiner (Grüne) hatte das Elektroauto unter recht abenteuerlichen Bedingungen selbst nach Langenselbold gebracht. Dieses Fahrzeug wird überwiegend vom städtischen Bauhof genutzt.

Die zwei Erdgasfahrzeuge – neben dem Skoda Octavia auch ein Iveco Pritschentransporter – sind ebenfalls dem Bauhof unterstellt. Den aktuellen E-Fuhrpark ergänzt ein im vergangenen Jahr zugelassener Nissan E-NV für die Kläranlage.

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