Handlungsbedarf: Die Mauer der Ballettschule Schimmer ist stark zerfurcht und soll wie am Heimatmuseum verfugt werden. Foto: Kleine-Rüschkamp

Langenselbold

Förderkreis Schloss will Mauerwerk der Ballettschule sanieren

Langenselbold. Fuge ist nicht Fuge. Die Kunst der Fuge beherrscht nicht nur Johann Sebastian Bach, sondern auch der Förderkreis Schloss Langenselbold. Der will das Mauerwerk der Balletschule im Schlossareal erneuern und braucht nun Unterstützung bei der Finanzierung.

Von Torsten Kleine-Rüschkamp

Seitdem die Mauern des Heimatmuseums vor zirka drei Jahren mit heimischem Material verfugt worden sind, das farblich mit den rötlich-braunen Bruchsteinen korrespondiert, soll mit dem Domizil der Ballettschule Schimmer ähnlich verfahren werden.

Hier handelt es sich aber nicht um eine reine Geschmacksfrage, sondern um eine Vorgabe des Denkmalschutzes. So wie es künftig auf keinen Fall werden soll, kann man am Langenselbolder Schloss und Rathaus studieren. Dort sind die Spalten, Furchen und Ritzen zwischen den rötlichen Steinen grau verfugt worden. Das soll zirka 15 Jahre her sein.

Es rieselt, bröselt und bröckeltDer Förderkreis will jetzt mit der Mauersanierung fortfahren. Weil es bei einer barocken Anlage wie beim Langenselbolder Schloss auf eine strenge Symmetrie ankommt, muss das Pendant zum Heimatmuseum auf der anderen Seite ebenfalls so hergerichtet werden, nämlich das Domizil der Ballettschule Schimmer. Dort ist das Bruchsteinmauerwerk tief zerfurcht. Hier rieselt, bröselt und bröckelt das alte Bindematerial von den Wänden.

Weil die Neuverfugung dieses Gebäudeteils „richtig viel Geld kostet“, so Thomas Egel, Vorsitzender des Förderkreises, sucht der Verein Spenden, um das Projekt stemmen zu können. Egel schätzt, dass für das Projekt 20 000 Euro erforderlich sind. Als vor drei Jahren die Mauern des Heimatmuseums hergerichtet wurden, hat dies 15 000 bis 20 000 Euro gekostet.

Thema DenkmalschutzDer Denkmalschutz verlangt, dass für das Fugenmaterial Sand genommen wird, der aus der Region stammt. Das Schloss ist ja auch damals im 18. Jahrhundert ausschließlich aus heimischem Baumaterial errichtet worden. Beim Heimatmuseum soll vor drei Jahren Main-Sand verwendet worden sein.

Wer nun glaubt, dass das ganze Areal im Karree, so auch die Herrnscheune, nun mit dem teuren Material hergerichtet werden soll, der irrt. Laut Egel soll nur die Ballettschule folgen, nicht aber die Herrnscheune und so weiter. Schließlich handele sich bei den weiteren Architektur nur um Gebäude geringerer Qualität, eben ehemalige Scheunen. Außerdem sei hier eine Verfugung mit dem teuren Material aufgrund des riesigen Gebäude-Ensembles unbezahlbar.

Der Förderkreis möchte gerne in diesem Jahr das Projekt beginnen. „Vermutlich wird es auch bis zum nächsten Jahr dauern“, sagte Egel. Der Verein muss erst einmal Geld, Spenden und Zuschüsse einsammeln, um die Handwerker und das Material bezahlen zu können.

Spenden nimmt der Förderkreis Schloss Langenselbold, vertreten durch Thomas Egel, Alexandra Klemmer und Rainer Habermann, Buchbergblick 25, 63505‎ Langenselbold, 0 61 84/93 43 77, entgegen. Die Spendenkonten und Bankverbindungen lauten: Sparkasse Hanau, IBAN DE 02 5065 0023 0058 0005 89, und VR-Bank Main-Kinzig-Büdingen eG, BLZ 506 616 39, Konto Nr. 1124951.

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