Treffpunkt und Veranstaltungsort mit viel Potenzial: Blick auf den Schlosspark Langenselbold. Archivfoto: Habermann

Langenselbold

Förderkreis Schloss Langenselbold plant weitere Verschönerungen

Langenselbold. Der Charme des Schlosses ist auch dem ehrenamtlichen Engagement des Förderkreises Schloss Langenselbold zu verdanken. Kommendes Jahr wird er 25 Jahre alt. Insgesamt hat er im Laufe der Jahre, gemeinsam mit der Stadt, mehr als eine Million Euro für den Erhalt des Gebäudes akquiriert.

Von Reinhard Breyer

Dass die Gründaustadt 2019 zum Silberjubiläum alle Register ziehen wird, ist sicher. Die ersten Vorbereitungen werden im Laufe des Jahres anlaufen. Für die Selbolder ist das Schloss mit seinem 1,2 Hektar großen Park das Aushängeschild schlechthin.

Der Förderkreis zählt rund 250 Mitglieder. Und deren Interesse ist nach einer leichten Delle im vorigen Jahr nun wieder stärker ausgeprägt. Waren es im vorigen Jahr noch 13, so wurden in der diesjährigen Mitgliederversammlung am Dienstagabend 26 Teilnehmer im Stucksaal gezählt – ein gutes Omen, wie Vereinsvorstand und Bürgermeister Jörg Muth meinen.

Diverse AusbesserungsarbeitenVorsitzender Thomas Egel ging in seinem Bericht auf die wichtigsten 2017 realisierten Maßnahmen ein. Das in den Jahren 1722 bis 1752 errichtete Gebäude erfordert immer wieder Instandsetzungsarbeiten. Neben Ausbesserungsarbeiten an der Sandsteintreppe stellte die Anschaffung von drei Kronleuchtern einen größeren Ausgabeposten dar. Außerdem wurden Schäden im Stucksaal ausgebessert.

Für das kommende Jahr ist die Sanierung von Seidentapeten vorgesehen. Sie hängen teilweise schon rund bereits seit mehr als 100 Jahre an den Wänden, unter anderem müssen die Nähte mit modernen Techniken ausgebessert und brüchige Stellen hinterklebt werden.

Wichtige Maßnahmen im JubiläumsjahrIm Jubiläumsjahr soll es an die Neuverfugung des Ballettschul-Baus bis zur Herrnscheune gehen. Nachdem diese am Museumsbau gegenüberliegenden Trakt des Heimatmuseums wegen der Auswaschungen bereits ausgebessert worden sind, ist nun der nächste Bau des Schlossensembles dran. Hierfür sollen noch in diesem Jahr Gespräche mit dem Landesamt für Denkmalschutz geführt werden. Die Maßnahme wird einige tausend Euro kosten. Zuschüsse des Landes und der Stadt werden erwartet.

Finanziell steht der Förderkreis auf gesunden Beinen, Spenden für die laufenden Maßnahmen werden dennoch gerne entgegengenommen. In der Woche nach Ostern – voraussichtlich ab Mittwoch, 4. April – werden die bei einem Luxemburger Steinmetzbetrieb georderten Sandsteinquader angeliefert. Sie sollen in lockerer Anordnung im Schlosspark gesetzt werden. Mit diesem Schritt wird der einstige Schlossmittelpunkt für die Besucher wieder erlebbar gestaltet. Es ist eine Maßnahme, für die der Verein für Geschichte und Heimatkunde bereits durch geomagnetische Untersuchungen gewisse Vorarbeiten geleistet hatte. Die Steine können bei Bedarf für größere Veranstaltungen im Park mit einem Radlader entfernt werden.

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