Mit einem Foil am Surfboard kann Sebastian Gux einige Meter über den Kinzigsee gleiten.
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Mit einem Foil am Surfboard kann Sebastian Gux einige Meter über den Kinzigsee gleiten.

Foilsurfen

Fast wie fliegen: Beim Foilsurfen schwebt der Rodenbacher Sebastian Gux über den Kinzigsee

  • vonAxel Häsler
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Langenselbold – Das schöne Spätsommerwetter hat in den vergangenen Tagen noch einmal viele Wassersportbegeisterte an und auf den Kinzigsee gelockt. Surfer und Segler genauso wie Stand-Up-Paddler, die gemütlich über den See paddeln. Seit Kurzem ist auch Sebastian Gux aus Rodenbach mit seinem neuen Foilboard auf dem See unterwegs.

Die Beobachter staunen nicht schlecht, wenn sie den jungen Mann in Auf- und Abwärtsbewegungen jeweils rund 20 Meter über das Wasser gleiten sehen. „So hole ich mir den Schwung und den Auftrieb für das Surfbrett“, erklärt der 22-Jährige. Dabei nutzt er ein normales Wellenreiter-Board, an dem noch ein sogenanntes Foil befestigt ist. Dieses Foil gibt einen permanenten Auftrieb, sobald es selbst Druck bekommt.

Gerne nutzen dies auch Windsurfer, die so schon bei schwächerem Wind gut vorankommen. Ist der Wind dann stark genug, „fliegt“ das Brett quasi über der Wasseroberfläche. Auch das kleine Brett von Sebastian Gux hebt ab, wenn er genügend Muskelkraft und die richtige Technik anwendet.

Sebastian Gux ist seit Jahren ambitionierter Windsurfer, der viele Monate im Jahr an verschiedenen Meeresküsten in ganz Europa verbringt, um seinem Hobby nachzugehen. Auch zum Kinzigsee zieht es den Rodenbacher, sobald es windig wird. Doch oft herrscht hier Flaute und das Surfbrett bleibt in der Garage. Um nicht mehr auf guten Wind angewiesen zu sein, hat sich Gux somit eine Alternative ausgesucht, bei der er immer aufs Wasser kann – auch wenn er keine großen Strecken zurücklegen kann.

Nur Fliegen ist schöner: Beim Foilsurfen kommt es vor allem auf Körperbeherrschung und viel Muskelkraft an, über die Sebastian Gux verfügt.

Ganz billig ist das neue Hobby jedoch nicht. Neben dem Board braucht er das Foil, das an dieses montiert wird. Das Foil besteht aus Aluminium und Karbon und ist ab 1000 Euro zu haben. Nicht gerade ein Schnäppchen, jedoch kann Sebastian Gux damit dann fast überall starten, wo ein Bootssteg oder ähnliches zur Verfügung steht – denn den ersten Schwung muss er von Land her mit ein paar schnellen Schritten nehmen. Danach kommt er dann durch das „Foilpumping“ in Fahrt. Dabei gibt er abwechselnd Druck auf das Foil beziehungsweise nimmt den Druck von diesem.

Ursprünglich sind Foils für Wellenreiter entwickelt worden, die mit dieser Technik von einer zur anderen Welle wechseln können, ohne vom Brett zu steigen.

„Auch wenn wir am Kinzigsee keine Wellen haben, so ist es ein super Gefühl, über das Wasser zu gleiten – fast so, als würde ich fliegen“, kennt Sebastian Gux’ Begeisterung für das Foilsurfen keine Grenzen.

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