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Digital dabei: Infos auf Knopfdruck mit mobilem Verwaltungskoffer

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Mit einem derartigen digitalen Koffer mit dem Namen „Mobs21“ will die Stadtverwaltung künftig Bürger besuchen können, da das Rathaus nicht barrierefrei und damit nicht für jedermann zugänglich ist. Foto: PM
Mit einem derartigen digitalen Koffer mit dem Namen „Mobs21“ will die Stadtverwaltung künftig Bürger besuchen können, da das Rathaus nicht barrierefrei und damit nicht für jedermann zugänglich ist. Foto: PM

Langenselbold. Die Gründaustadt hat deutlichen Nachholbedarf in Sachen Digitalisierung, so zum Beispiel im Bereich der Stadtverwaltung. Dieses Problem soll nun durch ein digitales Bürgerbüro in Form eines mobilen Verwaltungskoffers angegangen werden.

Wie bereits kurz berichtet, hat die Stadtverordnetenversammlung einstimmig auf Initiative von CDU und SPD beschlossen, die Digitalisierung der Verwaltung voranzutreiben. Der Magistrat und eine Arbeitsgruppe sollen auch mögliche Synergieeffekte durch eine interkommunale Zusammenarbeit aufzeigen. CDU-Vorsitzender Patrick Heck und CDU-Fraktionsvorsitzender Gerhard Mohn haben in einer Erklärung im Nachgang an die Parlamentssitzung die Wichtigkeit des Zukunftsvorhabens unterstrichen.

„Dieser Schritt ist längst überfällig“, meint der CDU-Vorsitzende Patrick Heck. „Die Digitalisierung hat längst alle Lebensbereiche erreicht, unter anderem eben auch die kommunale Verwaltung. Der Ausbau der digitalen Strukturen zur Verbesserung des lokalen Bürgerservices muss daher eine Kernaufgabe moderner Kommunalpolitik sein“, begründet Heck die Initiative.

Digitales Verwaltungsangebot Einsatzmöglichkeiten bestünden beispielsweise im Online-Formularservice, dem öffentlichen Auftragswesen sowie dem digitalen Versand von Sitzungsunterlagen an die Stadtverordneten. Das Konzept soll unter anderem vorsehen, ein digitales Bürgerbüro zu schaffen, auf dem sämtliche Formulare und Anträge ganz einfach online ausgefüllt werden können. Die Vorteile lägen auf der Hand, so Heck weiter. Denn zum einen würde dem Bürger der Gang zum Rathaus erspart werden, zum anderen stünde das Angebot 24 Stunden am Tag zur Verfügung.

„Gerade die Berufstätigen kann man auf diese Weise entlasten. Die Öffnungszeiten des Rathauses überschneiden sich teils mit den Arbeitszeiten von Berufstätigen. Mit einem digitalen Verwaltungsangebot dagegen könnte man die nötigen Formulare ganz bequem nach Feierabend von zu Hause aus ausfüllen“, meint auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Gerhard Mohn.

Arbeitsabläufe durch Digitalisierung vereinfachen „Nach der Anschaffung des mobilen Verwaltungskoffers wollen wir nun einen weiteren Beitrag dazu leisten, die Bürger so weit wie möglich zu entlasten. Durch das digitale Angebot können wir das Serviceangebot der Stadtverwaltung weiter verbessern“, hieß es weiter.

Andererseits könnten durch ein digitales Angebot innerhalb der Stadtverwaltung Kosten und Aufwand eingespart werden. Anträge und Formulare müssten nicht erst im Rathaus ausgefüllt werden, stattdessen bekämen die Mitarbeiter bereits fertig ausgefüllte Dokumente. Dies könnte die Arbeitsabläufe erheblich vereinfachen und beschleunigen, sodass auch die Mitarbeiter des Rathauses von der Digitalisierung profitieren könnten.

Interkommunale Zusammenarbeit Zuletzt biete ein digitales Konzept auch die Möglichkeit, durch interkommunale Zusammenarbeit Verwaltungsprozesse effizienter zu machen und dadurch Aufwand und Kosten einzusparen. Kostenintensive Doppelarbeiten könnten vermieden werden, denkbar seien viele Einsatzmöglichkeiten.

Im Vogelsbergkreis funktioniere dies vorbildlich: Dort arbeiteten 19 Kommunen sowie der Kreis gemeinsam an einer Datenbank für Geodaten. Die Inhalte reichten von Bebauungsplänen bis hin zu Leistungsdaten von Windkraftanlagen. Alle Teilnehmer hätten Zugriff auf die Daten, was Entscheidungen vereinfache und Transparenz schaffe. - tok

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