Schnelle Reaktion: Weil Anwohner der Langenselbolder Straße Kreuze die brennende Plane dieses Kleinlasters löschten, war die Gefahr schnell gebannt. Warum die Plane in Flammen aufging und ob es einen Zusammenhang gibt mit der ungeklärten Brandserie, ist unklar. Foto: Feuerwehr Langenselbold

Langenselbold

Angekokelte Plane eines Kleinlasters: Polizei vermutet Vorsatz

Langenselbold. Ob das jüngste nächtliche Feuer von Sonntag etwas mit der mutmaßlichen Serie von sieben nächtlichen Autobränden allein in Langenselbold seit dem 11. Dezember 2018 zu tun hat, dafür gibt es bis dato für die Polizei keine Anhaltspunkte. Doch die Ermittler gehen von Vorsatz aus.

Von Torsten Kleinerüschkamp

Die Nacht hinterlässt eine klaffende Wunde: schwarz, angeschmort und angekräuselt an den Rändern. Die Sache geht glimpflich aus. Die Plane des weißen Kleinlasters ist nur angekokelt, hat ein Loch. Die Abdeckung des Aufbaus ist an der Beifahrerseite lädiert. Von oben bis fast unten hat das Feuer in das Kunststoffgewebe ein Loch gefressen. „Wir gehen von Brandstiftung aus“, sagt Polizeipressesprecher Rudi Neu auf Anfrage unserer Zeitung.

Ob das jüngste nächtliche Feuer in der Langenselbolder Kreuze von Sonntag früh nach ein Uhr etwas mit der mutmaßlichen Serie von sieben nächtlichen Autobränden allein in Langenselbold seit dem 11. Dezember 2018 zu tun hat, dafür gibt es aber bis dato für die Polizei keine Anhaltspunkte. „Die Hanauer Kriminalpolizei untersucht den Fall, so Neu weiter. Über etwaige Ergebnisse des jüngsten Fall mit dem Kleinlaster zu sprechen, sei es aber noch viel zu zu früh.

Auffallend langer Abstand seit letztem Brand

Wie bereits kurz berichtet, haben Anwohner der Kreuze das Feuer am Sonntag nach ein Uhr bis zum Eintreffen der Feuerwehr schon selbst gelöscht und somit schlimmeres verhindert. Die Feuerwehr, die mit elf Mann und drei Fahrzeugen vor Ort war, hat deshalb „nur noch Nachlöscharbeiten“ in ihrem Einsatzbericht zu protokollieren.

Neu nennt es auffällig, dass der zeitliche Abstand zwischen dem jetzigen und jüngsten Brand im April sowie dem letzten Feuer Ende Januar sehr groß ist. Dies könne gegen eine Verbindung zu der angenommenen Serie von Brandstiftung sprechen.

Zur Serie von Bränden in Langenselbold zwischen dem 11. Dezember 2018 und dem 28. Januar und dem im Raum stehenden mutmaßlichen Brandstiftung gibt es aus dem Polizeipräsidium Südosthessen nichts Neues zu berichteten. „Die Ermittlungen laufen“, so Neu weiter.

Aufklärung offen

Als die Freiwillige Feuerwehr Langenselbold am frühen Sonntagmorgen um 1.10 Uhr zu dem Fahrzeugbrand in die Kreuze ausrückt, ist der Sachschaden schon durch das beherzte Eingreifen der Anwohner auf die Plane beschränkt worden, informierte Langenselbolds Feuerwehrsprecher Dennis Ernst. Personen kamen bei dem kurzen Einsatz, der etwas über eine halbe Stunde dauerte, nicht zu Schaden.

Diese Autobrände in Langenselbold im Zeitraum von Dezember 2018 bis Januar bedürfen noch einer Aufklärung:

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