HA-Redakteur Jan Otto-Weber. Foto: HA

Hammersbach

Kommentar Gewerbegebiet Limes: Dialog scheint ausgereizt

Es war eine beeindruckende Phalanx an Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft, die Zweckverbandsvorsitzender Michael Göllner da im Hammersbacher Rathaus an einen Tisch bekommen hat.

Von Jan-Otto Weber

Göllner und seine Mitstreiter Spamer und Ludwig wollten ein für allemal klarstellen, dass die maßgeblichen Akteure in der Region hinter der Entwicklung des interkommunalen Gewerbegebiets Limes zum Logistikstandort stehen. Und zwar inklusive Erweiterung. Gemeinsam mit Hauptinvestor Dr. Wolfgang Dietz.

Zwar betonen die Herren, dass das Verfahren selbstverständlich nach Recht und Gesetz ablaufen wird, mit allen Möglichkeiten der Stellungnahmen und nötigen Gutachten. Doch von einem ergebnisoffenen Dialog mit der Bürgerinitiative über alternative Entwicklungsmöglichkeiten ist der Zweckverband so weit entfernt wie nie.

Welche Möglichkeiten bleiben der BI also noch? Ziviler Ungehorsam? Der Gang vor Gericht? Diese Schritte würden das Verfahren jedenfalls verzögern. Eventuell lassen ZWIGL und Investor Dietz noch mit sich über „grüne“ Architektur reden, wie die Bensheimer sie andernorts wohl schon realisieren.

Spannend wird es sein, wie sich die bisher schweigende Bevölkerungsmehrheit bei den nächsten Kommunalwahlen im Frühjahr 2021 bzw. den kommenden Bürgermeisterwahlen zu Wort meldet. In Hammersbach steht die jedoch erst wieder im Jahr 2022 an. Für eine Neuplanung am Limes ist es dann vermutlich zu spät.

Das könnte Sie auch interessieren