1. Startseite
  2. Region
  3. Hammersbach

Hammersbacher Elterninitiative startet mit Kinderkiste durch

Erstellt: Aktualisiert:

Die Kinderkiste hat ihre Räumlichkeiten in der alten Schule im Ortsteil Langen-Bergheim. Dazu gehört auch ein Garten. Foto: Weber
Die Kinderkiste hat ihre Räumlichkeiten in der alten Schule im Ortsteil Langen-Bergheim. Dazu gehört auch ein Garten. Foto: Weber

Hammersbach. Die Elterninitiative Hammersbach stand kurz vor ihrem Aus. Nach einem Hilferuf fanden sich dann doch noch genug engagierte Eltern, sodass es nicht zu der Schließung des Betreuungsvereins kam. Nun kann die Initiative ihr 25-jähriges Jubiläum feiern. Auch Hammersbachs Bürgermeister ist ein „Fan der Kinderkiste“.

Von Jan-Otto Weber

Ein zusätzlicher Raum, ein erweitertes Angebot und ein engagierter Vorstand: Die Elterninitiative Hammersbach startet mit Zuversicht in ihr Jubiläumsjahr. Dass der Verein sein 25-jähriges Bestehen feiern kann, ist jedoch alles andere als selbstverständlich. Denn vor einem Jahr stand die Initiative kurz vor ihrer Auflösung.

„Wir saßen schon im Rathaus und haben über die Schließung gesprochen“, erinnert sich die damalige stellvertretende Vorsitzende Lisa Rehberger, die mittlerweile den Verein führt. „Wenn die Gemeinde nicht gewesen wäre, hätten wir zumachen müssen.“

Auf das Engagement der Eltern angewiesenDoch das ist nur ein Teil der Geschichte. Denn vor allem ist der Betreuungsverein auf das Engagement der Eltern angewiesen, die vor 25 Jahren die Initiative gründeten. „Lisa startete damals einen Hilferuf“, schildert Ute Fischer. Obwohl ihre eigenen Kinder bereits älter sind, erklärte Fischer sich bereit den stellvertretenden Vorsitz zu übernehmen.

Schließlich fanden sich auch Kandidaten für die übrigen Ämter. Die Gemeinde zahlt einen Zuschuss in Höhe der ungedeckten Kosten und stellt die Räumlichkeiten in dem Gebäude an der Hanauer Straße in Langen-Bergheim, das früher jahrzehntelang als Schule diente. So konnte auch ein Durchbruch zu einem benachbarten Raum des Hauses finanziert werden, der nun als zusätzlicher Gruppenraum dient.

Am Konzept hat sich nach 25 Jahren nichts geändert„Hier können wir frühstücken und mit den Größeren auch mal basteln“, erklärt die Vorsitzende Rehberger, die gemeinsam mit einer anderen Mutter zugleich als ehrenamtliche Betreuerin in der Kinderkiste tätig ist. Donnerstags und freitags ist zusätzlich eine ausgebildete Erzieherin vor Ort, die vom Verein bezahlt wird. „Als sich die Elterninitiative vor 25 Jahren gründete, gab es noch keine U3-Betreuung“, schildert Rehberger. „Das Angebot war zur Entlastung der Mütter gedacht, damit diese mal in Ruhe Einkaufen, zum Arzt gehen oder den Haushalt machen können.“

Am ursprünglichen Konzept hat sich bis heute im Grunde nichts geändert. „Wir finden, dass Mütter auch mal ein Recht auf einen freien Vormittag haben“, so Rehberger. Und Fischer ergänzt: „Auch die Kinder profitieren davon, mit anderen in der Gruppe zu spielen. Sie lernen laufen und klettern, alleine aus einem Becher zu trinken oder auf Toilette zu gehen.“

Bürgermeister ist Fan der EinrichtungBürgermeister Michael Göllner sieht die Betreuung der Elterninitiative als wichtige Ergänzung zu den kommunalen Einrichtungen. „Ich bin ein Fan der Kinderkiste“, so der Rathauschef, „meine Kinder waren auch hier. Es ist ein wichtiges Angebot für junge Familien.“

Die Elterninitiative will ihr 25-jähriges Bestehen mit einem Sommerfest feiern. Gründungsmitglieder werden gebeten, sich bei der Vorsitzenden Lisa Rehberger unter der Nummer 0 61 85/89 99 08 zu melden. Auch wer den Verein mit Spenden unterstützen möchte, darf anrufen. Übrigens: Die Räumlichkeiten der Kinderkiste können für Kindergeburtstage gemietet werden.

Auch interessant